Fachbeiträge & Kommentare zu IASB

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.2.3 Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte

Rz. 451 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten treten Zweifel hinsichtlich der Aktivierungsfähigkeit am deutlichsten hervor. Durch Schaffung von Vermögen signalisiert ein Unternehmen grundsätzlich positive Signale für die Zukunft, mangels Marktbestätigung oder objektiver Bestimmung von potenziellen Kosteneinsparungen kann die Beurteil...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.1.6.2 Gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis

Rz. 433 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die beiden in IAS 37.14(a) zusammengefassten Kriterien der gegenwärtigen Verpflichtung (present obligation) und des vergangenen Ereignisses (past event) sind untrennbar miteinander verknüpft; schließlich bedarf es für das Vorliegen einer gegenwärtigen Verpflichtung eines Ereignisses in der Vergangenheit, welches diese auslöst. Man spricht da...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.3.1.2 Transaktionen mit Barausgleich

Rz. 155 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich verzichtet das IASB darauf, eine direkte Bewertung der erhaltenen Güter oder Dienstleistungen zu fordern. In IFRS 2.30 wird festgelegt, dass bereits zu Beginn die gleichzeitig mit dem Erhalt der Güter oder Dienstleistungen eingegangene unsichere Verbindlichkeit zu bewerten ist. Im ...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.3.10.1 Vorbemerkungen

Rz. 164 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Sale-and-lease-back-Transaktionen (SALB-Transaktionen) vereinen bereits nach der Begriffsbestimmung des Standards zwei verschiedene Sachverhalte: einen Verkaufsvorgang und eine Leasingvereinbarung, die zweistufig zu beurteilen sind.[1] Der Verkäufer agiert auf Basis der Rückleasingvereinbarung als Leasingnehmer und der Käufer als Leasinggebe...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.3.3 Besonderheiten bei der Bewertung von Mitarbeiter-Aktienoptionen

Rz. 162 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Durch die Vorgaben in IFRS 2.B6 (vgl. Tz. 157) ist erkennbar, dass das IASB eine Bewertung von Mitarbeiter-Aktienoptionen anhand finanzwirtschaftlicher Optionsbewertungsmodelle vorsieht.[1] Diese stehen in der Tradition der grundlegenden Arbeiten von Black, Scholes und Merton und bauen auf dem Prinzip der arbitragefreien Bewertung auf.[2] Da...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.7 Kostenrestriktion bei nützlicher Rechnungslegung

Rz. 188 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die in IASB CF.2.39–2.43 (2018) anerkannte Nebenbedingung der Kostenrestriktionen bei der Erstellung eines Jahresabschlusses erweitert den Gedanken der Wirtschaftlichkeit über die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit und Wesentlichkeit hinaus durch einen außerordentlich weiten Kostenbegriff. Kosten sind nach diesen Leitlinien nicht nur auf die...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.1.1.2.4 BilMoG

Rz. 114 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz – BilMoG) v. 25.05.2009[1] hatte nach der Regierungsbegründung eine Verschiebung der Gewichtung der Bilanzierungszwecke zum Ziel. Es sollte die Informationsfunktion des Jahresabschlusses durch eine Annäherung der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.1.4 Verhältnis des Rahmenkonzepts zu den Rechnungslegungsstandards

Rz. 166 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 1 hat Teile der Bilanzierungsgrundsätze aus dem Rahmenkonzept übernommen. Sein Regelungsbereich wird aber weiter auch durch das Rahmenkonzept adressiert.[1] Daraus ergibt sich nach dem Zweck und der Rechtsnatur des Rahmenkonzepts aber keine Regelungskollision. Nach der Vorstellung des IASB sind im Rahmenkonzept nur Leitlinien für die Ent...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 4.2.2.2.3.2 Erfassung der Zuwendung

Rz. 448 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine öffentliche Zuwendung ist auf einer systematischen Grundlage GuV-wirksam zu erfassen. Dem matching principle folgend ist die Erfassung über den Periodisierungszeitraum geboten, in dem die Aufwendungen erfasst werden, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen (IAS 20.12). Rz. 449 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei einer Investitionszuw...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 4.2 IFRS

Rz. 195 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Unabhängig von ihrer Größe und Rechtsform unterliegen alle IFRS Anwender den gleichen Angabepflichten. Eine Erleichterung ergibt sich nur für Anwender der IFRS für kleine und mittelständische Unternehmen (IFRS for SME). Allerdings sprechen diese einen anderen Adressatenkreis an, da bei kapitalmarktorientierten Unternehmen oder bei kapitalmar...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 8.1.2.4.2 IFRS

Rz. 249 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Da die Erstellung und Weiterentwicklung der IFRS einem privatwirtschaftlich organisierten Gremium obliegt (dem IASB), bedarf es zur Transformation der IFRS in das EU-Recht eines rechtsbegründenden Akts (sog. Komitologieverfahren).[1] Art. 4 IAS-VO sowie die Norm nehmen ausschließlich auf diejenigen IFRS Bezug, die von der EU übernommen und a...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.2.2.1.2.5 Assoziierte Unternehmen

Rz. 132 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In Analogie zu Gemeinschaftsunternehmen (vgl. Kapitel 13) stehen sich zwei Unternehmen nahe, wenn eines der Unternehmen ein assoziiertes Unternehmen des anderen ist (IAS 24.9(b)(ii)), d. h. wenn das eine Unternehmen einen maßgeblichen Einfluss (IAS 28, vgl. Kapitel 14 Tz. 30 ff.) auf das andere hat. Aber auch andere Tochterunternehmen und Ge...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.1 Vorbemerkung

Rz. 30 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der ursprünglich im Jahr 1995 vom IASC herausgegebene IAS 32 wurde 2003 vom IASB überarbeitet. Dabei wurden auch die im Entwurf zu SIC D34 vorgeschlagenen Regelungen zu vom Inhaber kündbaren Instrumenten oder Rechten (vgl. Tz. 71 ff.) in den Standard integriert. Weitere Änderungen im Februar 2008 führten dazu, dass für bestimmte kündbare Inst...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.3.3.9 Kündbare Instrumente eines Tochterunternehmens im Konzernabschluss

Rz. 95 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei der bilanziellen Behandlung von Tochterunternehmen im Konzernabschluss, die in der Rechtsform einer PersGes firmieren, erfolgt der Eigenkapitalausweis unabhängig vom Erfüllungsgrad der Kriterien des IAS 32.16A f., die Klassifizierung im Rahmen des Einzelabschlusses wird also nicht auf den Konzernabschluss übertragen. Nach IAS 32.AG29A fin...mehr

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Kapitel 9: Kapitalflussrech... / 1.2.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 50 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zwei aktuelle Projekte des IASB wirken sich auf IAS 7 aus. Zunächst führt der im April 2024 veröffentlichte IFRS 18 Presentation and Disclosures in Financial Statements zu Änderungen an IAS 7 die unten (vgl. Tz. 77a ff.) erläutert werden. Das Supplier-Finance-Arrangements-Projekt ist das zweite aktuelle Projekt, welches u. a. eine Erweiterung ...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 19.2.3 Ausweis

Rz. 650 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Wegen seiner Beschaffenheit als nicht materieller Residualwert ist der goodwill unter dem Pflichtposten der immateriellen Vermögenswerte (IAS 1.54(c)) auszuweisen. Sofern der aus einem Unternehmenszusammenschluss hervorgegangene goodwill einen wesentlichen Bestandteil innerhalb der Bilanz bildet, kann mit Blick auf die Sicherstellung einer f...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 2.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 130 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Mai 2014 wurde nach 12 Jahren das von IASB und FASB gemeinsam durchgeführte Revenue-Recognition-Projekt mit der Veröffentlichung von IFRS 15 und Topic 606 (US-GAAP) abgeschlossen. Die beiden Standards weichen nur geringfügig voneinander ab (IFRS 15.BC.A1). Während die vorangegangenen Vorschriften zur Erlöserfassung nach IFRS Lücken aufwie...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 2.2.1.3 Geltungsbereich (sachlich, zeitlich)

Rz. 347 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das PS1 MC stellt keinen internationalen Standard zur Finanzberichterstattung dar. Stattdessen hat sich der IASB dazu entscheiden, mit dem PS1 MC eine neuartige Form der Verlautbarung zu etablieren – ein IFRS Practice Statement. Dieses ist als unverbindliche Anwendungsleitlinie zu verstehen, deren Anwendbarkeit auf nationaler Ebene seitens d...mehr

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Kapitel 13: Konzernabschlus... / 1.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 26 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IFRS 11 wurde im Mai 2011 als Teil des sog. Konsolidierungspakets – neben IFRS 11 umfasste dieses IFRS 10, IFRS 12, IAS 27 (2011) und IAS 28 (2011) – vom IASB verabschiedet und ersetzte die Vorschriften des IAS 31, der die Rechnungslegung bei gemeinschaftlichen wirtschaftlichen Aktivitäten – d. h. bei gemeinschaftlich geführten Tätigkeiten, g...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 2.2 IFRS

Rz. 49 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 239 HGB findet wie auch § 238 (vgl. Tz. 37 ff. zu § 238 HGB) keine Entsprechung in den IFRS.[1] Rz. 49a Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Framework des IASB nennt das Merkmal des Entscheidungsnutzens (decision usefulness, Rz. 1.2) sowie die Grundsätze der Entscheidungsrelevanz (relevance, Rz. 2.6 ff.) und der glaubwürdigen Darstellung (faithful ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.5.1 Verwirklichung der Vergleichbarkeit durch Darstellungs- und Methodenstetigkeit (consistency of presentation)

Rz. 180 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 1.45 formuliert den Grundsatz der Stetigkeit für die Darstellung und die Gliederung des Jahresabschlusses und regelt, ergänzt durch IAS 1.46, die Ausnahmen von diesem Grundsatz. Über die dort geregelten Ausnahmen hinaus ergeben sich Durchbrechungen aus den Grundsätzen der Verständlichkeit und Relevanz. Deshalb müssen Posten, die zu Leerp...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.5.5 Übereinstimmung mit den IFRS (compliance with IFRSs, Fehlerbegriff der IFRS)

Rz. 184 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IASB CF.2.18 (2018) beschreibt die Leitlinien für den Fehlerbegriff der IFRS als Sorgfaltsmaßstab. Die Darstellung des nach den Standards abzubildenden Vorgangs darf keine Fehler und Auslassungen aufweisen und die verwendete Rechnungslegungsmethode muss ohne "Prozessfehler" ausgewählt und angewendet werden. Diesen Fehlerbegriff übernehmen IA...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.5.1 Entstehungsgeschichte

Rz. 574 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Erste Regelungen zur bilanziellen Behandlung aufgegebener Geschäftsbereiche wurden mit IAS 35 unter dem Titel "Discontinuing Operations" bereits im Jahr 1998 vom IASC herausgegeben. Im April 2001 übernahm der IASB den IAS 35 mit, der ursprünglich im Juni 1998 vom IASC herausgegeben worden war. Im Juli 2003 wurde der Standardentwurf ED 4 "Dis...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 8.2.7.3 Internationale Ebene

Rz. 317 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine eigene Enforcement-Einrichtung auf internationaler Ebene fehlt. Darin sehen manche einen gravierenden Mangel der IFRS. In der Tat ist die Sicherung der einheitlichen Anwendung und Durchsetzung internationaler Standards ohne eine internationale Einrichtung, die insoweit zentrale und verbindliche Zuständigkeit besitzt, unvollkommen. Ob un...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 4.2.1.3 Geltungsbereich

Rz. 431 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Anwendungsbereich von IAS 12 wird in der Kommentierung in Kapitel 8 dargestellt. Der gegenwärtige Anwendungsbereich nach IFRS 15 wird in Kapitel 9 kommentiert. Rz. 432 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Anwendungsbereich von IAS 20 umfasst in erster Linie Zuwendungen der öffentlichen Hand ( government grants and [...] other forms of governance ...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.2.2.1.2.2 Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Rz. 125 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Als einem berichterstattenden Unternehmen nahestehend gelten nach IAS 24.9(a)(iii) auch Personen, die eine Schlüsselposition im Management des berichterstattenden Unternehmens oder dessen (direktem oder indirektem) Mutterunternehmens innehaben. Als Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen gelten Personen mit Verantwortung (responsib...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.1.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 117 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die rechtspolitische Diskussion und die Entwicklung des Handelsbilanzrechts wird von den unionsrechtlichen Bezügen, von den Einflüssen der internationalen Rechnungslegungsstandards, des Steuerbilanzrechts, des Gesellschaftsrechts, von der Ausbildung der Rechtsanwender und von wirtschaftlichen Interessen getrieben. Neue Erkenntnisse der betri...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 3.3.1.1 Gründe für die Schaffung sowie Pro und Contra internationaler Standards

Rz. 112 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit der Globalisierung und dem Zusammenwachsen der Kapitalmärkte ergibt sich das Bedürfnis nach international standardisierten und vereinheitlichten Rechnungslegungsgrundsätzen. Denn die bislang bestehenden nationalen Unterschiede in Grundverständnis, Funktion und Methode der Rechnungslegung führen zu teilweise erheblichen qualitativen und q...mehr

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Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 5.2.1 Allgemeine Vorgaben für die Abschlusserstellung

Rz. 238 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IFRS 18 enthält erstmals eine Definition der Aufgabe der primären Abschlussbestandteile – Gesamtergebnisrechnung (oder alternativ separate GuV und Gesamtergebnisrechnung), Bilanz, Eigenkapitalveränderungs- und Kapitalflussrechnung (IFRS 18.10 ff.) – sowie des Anhangs. Demnach besteht die Aufgabe der primären Abschlussbestandteile in der...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.2.3 Laufzeit des Leasingverhältnisses

Rz. 53 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Laufzeit eines Leasingverhältnisses wird in IFRS 16 als unkündbare Grundmietzeit (non-cancellable period) definiert, in der ein Leasingnehmer berechtigt ist, das Leasingobjekt zu nutzen. Zeiträume für Verlängerungsoptionen (option to extend) und Kündigungsoptionen (option to terminate) sind zusätzlich zu berücksichtigen unter der Vorausse...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 8.2.1.3.2.1 Befreiungswahlrechte

Rz. 265 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Allgemeines Da der Grundsatz der Retrospektion regelmäßig zu komplexen Rückwirkungen führen kann, sieht IFRS 1 eine Reihe spezifischer Ausnahmeregelungen vor. Die Ausnahmen bestehen entweder in Form optionaler Erleichterungen (IFRS 1.18) oder in expliziten Retrospektionsverboten (IFRS 1.13). Rz. 266 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IFRS 1.D1 ff. stel...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.1.1 Überblick

Rz. 413 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Rückstellungen (provisions) stellen im Grundsatz einen mit Unsicherheit belasteten Posten dar. Nach der statischen Interpretation sind sie – i. S. e. vollständigen Schuldenausweises – zum Abschlussstichtag als Schulden gegenüber Dritten auszuweisen, die zwar hinsichtlich ihrer Höhe, ihres zeitlichen Anfalls und/oder ihrer Existenz unsicher s...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 4.1.2 IFRS

Rz. 827 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zu den bilanziellen Vorschriften zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten sei auf IFRS 9 (Klassifizierung und Bewertung) und IFRS 13 (Beizulegender Zeitwert) verwiesen. Rz. 828 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die IFRS enthalten keine spezifische Definition von Finanzanlagen und schreiben dementsprechend keinen gesonderten Bilanzausweis vor (vgl. IAS...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.1.5.1 Begriffliche Abgrenzung

Rz. 426 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Schuldenbegriff (liabilities) dient in diesem Kontext als Sammelbegriff für Verbindlichkeiten (financial liabilities), abgegrenzte Schulden (accruals) und Rückstellungen (provisions). Eine Verbindlichkeit ist definiert als eine sichere Schuld, also eine Schuld, die in Bezug auf Grund, Zeitpunkt und Höhe ihres Anfalls keine Unsicherheit a...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.3.7 Unterleasingverhältnisse

Rz. 147 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine besondere Konstellation stellen sog. Unterleasingverhältnisse (subleases) dar. Hierbei handelt es sich um ein ineinander verschachteltes Leasingverhältnis, bei dem ein zugrunde liegender Vermögenswert von einem Leasingnehmer gemietet wird, der diesen ganz oder teilweise als Unterleasinggeber (intermediate lessor) an Dritte weitervermiet...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.2.2.1 Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Rz. 142 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die bilanzielle Erfassung der empfangenen Leistung durch Aktivierung eines Vermögenswerts bzw. durch eine direkte Aufwandsbuchung erfordert eine passivseitige Gegenbuchung. Nach IFRS 2.7 ist diese entsprechend der Rechtsposition, in die der Vergütungsempfänger versetzt wird, entweder im Eigen- oder im Fremdkapital vorzunehmen. Bei anteilsbas...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.3.5 Besonderheiten bei Händler-/Herstellerleasing

Rz. 139 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Besondere Vorschriften sieht IFRS 16 für Finanzierungsleasingverhältnisse vor, in denen der Leasinggeber gleichzeitig als Händler oder Hersteller des Vermögenswerts agiert (IFRS 16.71–74). Einem Händler-/Herstellerleasing liegt das Gedankengut zugrunde, dass ein Leasinggeber, der gleichzeitig auch Händler oder Hersteller ist, die Kunden häuf...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.4.2.3 Anfänglich direkte Kosten

Rz. 73 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Anfänglich direkte Kosten umfassen der Definition des Standards folgend solche zusätzlichen Kosten des Leasingnehmers, die ohne Abschluss des Leasingverhältnisses nicht angefallen wären (IFRS 16.Appendix A). Diese Kosten sind folglich dem Nutzungsrecht hinzuzurechnen und umfassen beispielsweise Provisions- und Kommissionsgebühren sowie Abfind...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.2.6.2 Angabepflichten zu MPMs

Rz. 180h Stand: 2. A. – ET: 07/2024 MPMs sollen den Abschlussadressaten Informationen bereitstellen, die zu einem besseren Verständnis des durch die MPMs kommunizierten Aspekts der Ertragslage sowie deren Bezug zu von den IFRS definierten Größen führen (IFRS 18.121). Zur Förderung der Nachvollziehbarkeit sowie zur einfacheren Auffindbarkeit und damit inbegriffen zur Erhöhung ...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 1.3.2.1.5 Ergänzende Vorschriften für die Gesamtergebnisrechnung

Rz. 69 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die verpflichtend vorgeschriebenen Mindestangaben in der Gesamtergebnisrechnung sind relativ gering. Zur Verbesserung des Verständnisses der Ertragslage und der Prognose künftiger Erfolge sind daher zusätzlich relevante Posten, Überschriften und Zwischensummen zu bilden, die die Unterschiede der Erfolgsbestandteile bezüglich Häufigkeit, Erfol...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.2.2.3 Transaktionen mit Erfüllungswahlrecht

Rz. 148 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Erfüllungswahlrecht hat das IASB mit IFRS 2.34–.43 differenzierte Regeln aufgestellt. Zentrales Unterscheidungskriterium ist dabei das Vorliegen einer Zahlungsverpflichtung des Unternehmens. Wenn der Vergütungsempfänger die Art der Inanspruchnahme selbst wählen darf, ist nach IFRS 2.35 stets vo...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.1.8 Restrukturierungsrückstellungen

Rz. 453 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 37 regelt in einem eigenen Abschnitt die Bilanzierung von Restrukturierungsrückstellungen. Um den großen Ermessensspielräumen bei der Beurteilung der Ansatzkriterien zu begegnen, konkretisieren IAS 37.70 ff. diese mit einem vergleichsweise hohen Detaillierungsgrad. Damit soll insbesondere dem Umstand Rechnung getragen werden, dass das Vo...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 6.1 Grundlagen

Rz. 248 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Formal besteht ein erster Unterschied in der Rechtsqualität der maßgeblichen Regelungen: Die HGB-Rechnungslegungsgrundsätze sind gesetzlicher Natur, die internationalen Standards werden vom IASB als einem privaten Gremium geschaffen. Darin liegt zunächst ein verfassungsrechtliches Problem, denn über den Maßgeblichkeitsgrundsatz des § 5 EStG ...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 2.2.2.1 Allgemeine Vorgaben

Rz. 222 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Steuerabgrenzung beruht auf dem bilanzorientierten temporary concept, nach dem latente Steuern im IFRS-Abschluss auf temporären Differenzen zwischen dem Bilanzansatz in der IFRS- und Steuerbilanz beruhen. Für weitere Ausführungen vgl. Tz. 176 ff. Differenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanzwert beim erstmaligen Zugang führen nicht zwangslä...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.2.1.1 Überblick

Rz. 38 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei Vertragsbeginn (at inception of a contract) hat der Leasingnehmer zu beurteilen, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag den Leasingnehmer dazu ermächtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollier...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 11.2.2.1.1 Vorliegen eines Geschäftsbetriebs

Rz. 392 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Entscheidend für die Qualifizierung einer Transaktion oder eines anderen Ereignisses als Unternehmenszusammenschluss ist, dass die erworbenen Vermögenswerte sowie die übernommenen Schulden einen Geschäftsbetrieb darstellen. Liegt kein Geschäftsbetrieb vor, so ist die Transaktion bzw. das Ereignis als Erwerb von Vermögenswerten zu bilanzieren ...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.3.2.2.5.1 Beispielsgliederung nach IAS 1.IG6

Rz. 413 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In den Anwendungsleitlinien zu IAS 1 hat das IASB in IAS 1.IG6 eine Beispielsgliederung für eine nach Fristigkeit gegliederte Bilanz in der Staffelform veröffentlicht. In IAS 1.IG3 wird vorausschickend hervorgehoben, dass die dargestellte Beispielsbilanz nur eine Möglichkeit zeigt, wie eine nach Fristigkeit gegliederte Bilanz dargestellt wer...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 8.1.2 IFRS

Rz. 1130 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In der Handelsbilanz als Guthaben bei Kreditinstituten bezeichnet, verwendet das IASB gemäß IAS 1.54(i) die Postenbezeichnung "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". In IAS 32 ist dagegen von "flüssigen Mitteln" die Rede. Definitionsgemäß umfassen Zahlungsmittel dabei Barmittel und Sichteinlagen, die ohne Wertabschlag täglich abrufb...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.5.1 Einleitung und Anwendungsbereich

Rz. 329 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Globalisierung der Unternehmenstätigkeit stellt den Bilanzersteller vor besondere Herausforderungen. Zunächst bedingt die Konzernbilanzerstellung eine Angleichung der Rechnungslegungsmethoden, so z. B. mit Hinsicht auf die IFRS als weltweit verbreitetes Rechnungslegungsnormensystem. Darüber hinaus müssen allerdings auch die Bilanzposten ...mehr