Fachbeiträge & Kommentare zu IASB

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 3.2.2.1 Erstbewertung

Rz. 498 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Rückstellungen sind beim erstmaligen Ansatz mit dem bestmöglichen Schätzwert (best estimate) der Ausgaben anzusetzen, die zum Abschlussstichtag zur Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtung notwendig sind (IAS 37.36). Der Erfüllungsbetrag (expenditure required to settle) entspricht dabei dem geschätzten Betrag, den das Unternehmen bei v...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.4.2 Verlässlichkeit (reliability) und Nachprüfbarkeit

Rz. 177 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Verlässlichkeit (reliability) ist im inneren System der IFRS ein Prinzip und damit ein Optimierungsgebot für den IFRS-Abschluss. IASC F.31 Satz 2 (1989) beschreibt das Verlässlichkeitsprinzip verkürzt inhaltlich dem handelsrechtlichen Grundsatz der Bilanzwahrheit entsprechend: "Informationen sind dann verlässlich, wenn sie keine wesentli...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 416 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der ursprünglich im Jahr 1998 vom IASC herausgegebene und 2001 vom IASB verabschiedete IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" ersetzte die mit Erfolgsunsicherheiten befassten Teile des bereits 1978 herausgegebenen IAS 10 "Contingencies and Events Occurring After the Balance Sheet Date". Im Mai 2020 veröffentlichte ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.4.4 Verständlichkeit (understandability)

Rz. 179 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Jahresabschluss muss für einen sachverständigen Adressaten leicht verständlich (readily understandible) sein. IASC F.25 (1989) und IASB CF.2.36 (2018) beschreiben das den IFRS zugrunde liegende Bild des sachverständigen Adressaten mit wertenden Begriffen. Vorausgesetzt wird, dass die Adressaten eine "angemessene" Kenntnis geschäftlicher ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.5.3 Vollständigkeit (completeness)

Rz. 182 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In IASC F.38 (1989) wird der Grundsatz der Vollständigkeit als Folgegrundsatz der Verlässlichkeit beschrieben und dort unter dem Vorbehalt der Wesentlichkeit und Kosten gestellt, während er in IASB CF.2.14 (2018) ohne eigenständige Erwähnung dieses Vorbehalts als Ausprägung der Glaubwürdigkeit erscheint. Der Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit ...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 2.1.2.1.1 Zielsetzung, Entstehung und Erstanwendungszeitpunkt

Rz. 429 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 38 regelt die bilanzielle Erfassung (Ansatz, Bewertung, Ausweis) von immateriellen Vermögenswerten (intangible assets) für Unternehmen aller Branchen und Größen, ist aber auf solche immateriellen Vermögenswerte nicht anwendbar, deren Bilanzierung in anderen Standards geregelt wird (IAS 38.1). Rz. 430 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Jahr 1998...mehr

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Kapitel 9: Kapitalflussrech... / 1.2.2.7.1 Überblick

Rz. 77a Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IFRS 18 führt mit der übergeordneten Zielsetzung einer besseren unternehmensübergreifenden Vergleichbarkeit zu geringfügigen Änderungen an IAS 7. Für eine detaillierte Darstellung und Umsetzungsvorgaben zu IFRS 18 (vgl. Kapitel 8 Tz. 234 ff.). Eine Abgrenzungsanpassung der Cashflows der drei Tätigkeitsbereiche in der Kapitalflussrechnu...mehr

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Kapitel 13: Konzernabschlus... / 1.2.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 29 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach Auffassung des IASB stand vor allem das in IAS 31 enthaltene Bilanzierungswahlrecht für Anteile an gemeinschaftlich geführten Unternehmen einer hochwertigen Berichterstattung entgegen (IFRS 11.BC4). Insofern verwundert es nicht, dass IFRS 11 im Vergleich zu IAS 31 Änderungen enthält, die diesbezüglich Abhilfe schaffen. War in IAS 31 noch...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.2.3.3.1 Zur außerplanmäßigen Abschreibung

Rz. 218 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die einschlägigen Standards für Vermögenswerte (z. B. für Sachanlagevermögen oder immaterielle Vermögenswerte) befassen sich mit der Erst- sowie der planmäßigen Folgebewertung. Bezüglich der außerplanmäßigen Abschreibung handeln die IFRS arbeitsteilig. Die Vorgaben für außerplanmäßige Abschreibungen verteilen sich auf verschiedene Standards ...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.2.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 175 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die IFRS regeln die Bewertung seit jeher sachbezogen in den einzelnen Standards. Das Leitbild der Bewertungskonzeption in CF.6.1–6.95 IASB 2018 und CF.4.54–4.56 IASB 2010 ist unverändert aus F.99–101 IASC 1989 übernommen worden. Im Mai 2011 wurde mit IFRS 13 erstmals für den beizulegenden Zeitwert eine Bewertungsgrundlage verbindlich und sta...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.3.2 Bewertungskonzept

Rz. 156 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Als Bewertungsmaßstab sowohl für die direkte Bewertung der zugegangenen Güter oder Dienstleistungen als auch für deren indirekte Bewertung unter Rückgriff auf die gewährte Vergütung oder die eingegangene Zahlungsverpflichtung wird in IFRS 2.10 bzw. IFRS 2.30 der beizulegende Zeitwert festgelegt. Dabei ist der Hinweis in IFRS 2.6A zu beachten...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 112 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im April 2001 wurde IAS 24 "Related Party Disclosures" vom IASB verabschiedet. Dieser wurde ursprünglich bereits 1984 von der Vorgängerorganisation des IASB, dem IASC, herausgegeben. Nachdem bestimmte Angaben zur Managementvergütung sowie zu nahestehenden Parteien in Einzelabschlüssen geändert wurden, wurde im Dezember 2003 ein überarbeitete...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.5 Exkurs: Erkundung und Wertbestimmung von mineralischen Vorkommen (IFRS 6)

Rz. 494 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Vor Inkrafttreten von IFRS 6, ab Anfang des Jahres 2006, war die Bilanzierungspraxis der auf die Ausbeutung von Mineralien ausgerichteten Industrieunternehmen uneinheitlich. Wesentlichen Anteil hieran trug vor allem der explizite Ausschluss dieser Unternehmen vom Anwendungsbereich einiger Standards – u. a. IAS 16 Sachanlagen und IAS 38 Immat...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 3.2 IFRS

Rz. 190 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Innerhalb der IFRS gibt es keine geregelten Unterlassungsmöglichkeiten im Sinne einer bestehenden und verankerten Regelung (Standard o. Ä.). Lediglich aus Wesentlichkeit (i. S. einer Generalnorm) kann eine Angabe u. U. unterlassen werden. Zudem enthalten einzelnen Standards etwaige Erleichterungsmöglichkeiten. Im Rahmen der "Disclosure Initia...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 3.4.3.1 Auslegung der IFRS

Rz. 189 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Soweit die IFRS von der EU im Wege der Endorsement übernommen wurden und dadurch Teil des Gemeinschaftsrechts geworden sind, unterliegen sie den allgemeinen Auslegungsgrundsätzen, das heißt es gibt keine Sonderregeln für die Auslegung der IFRS.[1] Rz. 190 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für die grammatische Auslegung der in das europäische Recht üb...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 2.2.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 349 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ein in der rechtspolitischen Diskussion wesentlicher Aspekt ist, ob ein nach den Vorgaben des DRS 20 erstellter Lagebericht gleichzeitig auch die Anforderungen des PS1 MC erfüllt. Problemfelder sind dabei oft formaler Natur (z. B. die mangelnde Abgrenzung des Management Commentary vom Abschluss). Inhaltlich sollten hingegen die vergleichswei...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 2.3.2 IFRS

Rz. 248 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für Zwecke der Bewertung von Steuerposten ist nach IAS 12 wie folgt zu unterscheiden: Tatsächliche Steuerschulden/Erstattungsansprüche werden auf Basis der Steuersätze bewertet, die am Abschlussstichtag gültig oder gesetzlich angekündigt sind (IAS 12.46). Aktive und passive latente Steuern sind unter Verwendung der Steuersätze zu bewerten, die...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 3.3.1.5 Normhierarchie innerhalb der Verlautbarungen

Rz. 143 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In der praktischen Anwendung der Verlautbarungen kann sich die Frage nach dem Rangverhältnis der einzelnen Normen ergeben. Da es sich bei den IFRS um ein internationales Regelwerk ohne Anbindung an einen tradierten Regelkanon zur Bestimmung von Normhierarchien handelt, lässt sich diese Frage im konkreten Anwendungsfall nicht ohne Weiteres kl...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 2.2.1.1 Überblick

Rz. 129 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Bilanzierung von Umsatzerlösen ist in IFRS 15 – Erlöse aus Verträgen mit Kunden geregelt. IFRS 15 wurde im Mai 2014 vom IASB herausgegeben und ist seit dem 01.01.2018 verpflichtend anzuwenden (IFRS 15.C1).mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.5.4 Temporäre Anpassung des Regelwerks zur Bilanzierung von Mietkonzessionen im Kontext der Covid-19-Pandemie

Rz. 90 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie hatte das IASB im Mai 2020[1] sowie März 2021[2] zwei Änderungen (amendments) zu IFRS 16 "im Schnellverfahren"[3] veröffentlicht, die dem Leasingnehmer temporäre Erleichterungsvorschriften zur Bilanzierung von Mietkonzessionen einräumten. Die temporären Erleichterungsvorschriften waren erstmalig und dami...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.7 Angaben im Anhang

Rz. 97 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IFRS 16 verlangt umfangreiche qualitative und quantitative Angaben im Anhang gemäß IFRS 16.52–60. Durch die Angaben im Anhang sollen dem Abschlussadressaten Informationen bereitstellt gestellt werden, die zusammen mit den Angaben in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung eine Beurteilung der Auswirkungen de...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 2.1.2.2 Angaben zu Risiken aus Finanzinstrumenten nach IFRS 7

Rz. 331 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine Öffnung dieser restriktiven Trennung zwischen Anhang und Lagebericht von Seiten der IFRS-Vorschriften bietet IFRS 7.B6. Zwar besteht für die Angaben zu Risiken aus Finanzinstrumenten keine Verweismöglichkeit aus dem Lagebericht in den Anhang. Umgekehrt ermöglicht IFRS 7.B6 jedoch die Angabe der risikobezogenen Informationen zu Finanzins...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.3.1 Begriff der Bilanz

Rz. 74 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Bilanz ist nach IFRS der Teil des Abschluss, in dem die direkt mit der Ermittlung der Vermögens- und Finanzlage verbundenen Posten, Vermögenswerte, Schulden und Eigenkapital darzustellen sind (übereinstimmend IASB CF.4.2 (2010) und IASC F.47 (1989)). Eine darüber hinausgehende eigenständige Funktion kommt der Bilanz im IFRS-Abschluss nich...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.2.2.1 Kurzfristige Leasingverhältnisse und solche über geringwertige Vermögenswerte

Rz. 48 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ein Leasingnehmer hat das Wahlrecht die Bilanzierungsvorgaben gemäß IFRS 16.22–49 nicht anzuwenden auf kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist. Das IASB begründet die Ausnahmeregelung (recognition expemption) mit Kosten-Nutzen-Erwägungen zur Entlastung der B...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.3 Grundlegende qualitative Anforderungen an den Abschluss (Rahmenkonzept 2010)

Rz. 170 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IASB CF.2.5 (2018) gewichtet die qualitativen Anforderungen an den Jahresabschluss und hebt Relevanz und glaubwürdige Darstellung als grundlegend aus den anderen Grundsätzen heraus. 2.2.2.3.1 Relevanz (relevance) und Wesentlichkeit (materiality) Rz. 171 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Relevanzprinzip (relevance principle) spiegelt den Wesentlich...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.4 Weiterführende qualitative Anforderungen an den Abschluss (Rahmenkonzept 2010)

Rz. 174 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IASB CF.2.23 (2018) bezeichnet Vergleichbarkeit, Nachprüfbarkeit, Zeitnähe und Verständlichkeit als weiterführende qualitative Anforderungen, die die Nützlichkeit von Abschlussinformationen erhöhen. Damit sind sie Optimierungsgebote. 2.2.2.4.1 Vergleichbarkeit (comparability) Rz. 175 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Prinzip der Vergleichbarkeit i...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 63 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der geltende IAS 1 beruht seiner Struktur nach auf einer Neufassung in 2007 und ist zuletzt im Dezember 2014 im Rahmen der Disclosure Initiative (Amendments to IAS 1) geändert worden. Die Entstehungsgeschichte des IAS 1 ist gekennzeichnet durch wiederholte und zuletzt in der Disclosure Intiative anhaltende Versuche, die Darstellung des Jahresa...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.2.6.1 Abgrenzung von MPMs

Rz. 180a Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Hintergrund für die Einführung von verpflichtenden Angaben zu unternehmensspezifischen Performance-Kennzahlen ist ihre regelmäßige und weit verbreitete Veröffentlichung; das prominente Beispiel hierfür ist das EBITDA (earnings before interests taxes depreciation and amortization) in diversen Variationen. Gemeinsam ist diesen unternehmensspe...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 19.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 613 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Mit Einführung des BiRiLiG (1985) wurde erstmalig die Behandlung des Unterschiedsbetrags mit Vorschriften versehen und vollständig in nationales Recht umgesetzt.[1] Die Regelung vor BilMoG (2009) enthielt Wahlrechte, welche mit Umsetzung des BilMoG gestrichen wurden. Neben der pauschalierten Abschreibung von einem Viertel pro Geschäftsjahr, ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.1.3 Geltungsbereich

Rz. 161 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Jahresabschlussgrundsätze der IFRS gelten rechtsform-, größen- und branchenunabhängig für alle Unternehmen, die für allgemeine Zwecke einen Jahresabschluss nach den IFRS aufstellen.[1] Das ergibt sich aus IAS 1.2 und gilt unabhängig davon, ob ein Unternehmen zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den IFRS verpflichtet ist.[2] Eine ...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 21.1.2.2.3.3 Fachausschuss Finanzberichterstattung

Rz. 681 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der Fachausschuss Finanzberichterstattung ist insbesondere zuständig für die Erarbeitung und Verlautbarung von deutschen Rechnungslegungsstandards im Sinne von § 342q HGB im Bereich der Finanzberichterstattung, die Erarbeitung und Verlautbarung von Interpretationen der Internationalen Rechnungslegungsstandards im Sinne von § 315e Abs. 1 HGB, di...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.2.4.2 Berücksichtigung latenter Steuern

Rz. 172 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Je nachdem, wie vergütungshalber gewährte Anteile oder Optionen auf Anteile auf Unternehmensseite steuerlich behandelt werden, kann es bei ihrer Bilanzierung prinzipiell auch zum Ansatz latenter Steuern kommen (IFRS 2.BC311–.329). Das IASB argumentiert, dass hierfür nicht notwendigerweise Bewertungsdifferenzen ausgewiesener Bilanzpositionen ...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.1.3 Art. 3 Abs. 2 IAS-VO

Rz. 165 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach Art. 3 Abs. 2 IAS-VO sind die Verwirklichung des Einblicksgebots des Art. 2 Abs. 3 der Jahresabschlussrichtlinie 1978 und Verwirklichung des europäischen öffentliche Interesses Bedingung der Übernahme der IFRS in Unionsrecht. Daraus ergibt sich ein Gebot der bezogen auf Art. 3 Abs. 2 IAS-VO verordnungskonformen und, daraus mittelbar fol...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 4.2.2.2.3.1 Erfassungskriterien

Rz. 444 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das IFRS-Bilanzierungsregelwerk beruht auf der Abbildung von Leistungen und Gegenleistungen. Öffentlichen Zuwendungen mangelt es zumeist an der Gegenleistung infolge der besonderen Ausgestaltung der öffentlichen Hilfe. Eine prinzipienorientierte Integration bzw. Abbildung von Sachverhalten, die einer öffentlichen Zuwendung zugrunde liegen, s...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.2.2.3.2.3 Mindest- und Mustergliederung

Rz. 80 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 1.54 schreibt auf einer Gliederungsebene achtzehn Posten vor, die in der Bilanz mindestens auszuweisen sind, ohne diese zu definieren oder ins Verhältnis zu setzen. Die in IAS 1.54 verwandten Begriffe sind "Standardautonom" auszulegen. Sie werden nicht durch andere Standards vorgegeben.[1] Weder Gliederung, noch Reihenfolge noch Bezeichnu...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 11.2.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 391 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zu den zentralen Fragestellungen der Phase II, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von Leitlinien zur Anwendung der Erwerbsmethode lag, kamen IASB und FASB im Wesentlichen zu denselben Schlussfolgerungen. Einer der verbleibenden Hauptunterschiede besteht in der Bewertung eines nicht beherrschenden Anteils an einem erworbenen Unternehmen. D...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.2.2.1.2.4 Gemeinschaftsunternehmen

Rz. 131 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach IAS 24.9(b)(ii) steht ein Unternehmen einem anderen außerdem nahe, wenn eines der Unternehmen ein Gemeinschaftsunternehmen des anderen ist, es also unter der gemeinschaftlichen Führung (IFRS 11), vgl. Kapitel 13 Tz. 33 ff.) dieses Unternehmens und einer oder mehrerer anderer Parteien steht. Aber auch andere Tochterunternehmen, Gemeinsch...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 3.1.2.1 Einführung in IAS 19

Rz. 310 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 19 regelt primär die Bilanzierung von Leistungen für Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, insbesondere solche, die auf die betriebliche Altersversorgung zurückgehen (employee benefits; IAS19.26–.152). Im Vordergrund stehen insbesondere die verschiedenen Arten der Bilanzierung betrieblicher Altersversorgung sowie die Bew...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 3.1.2.1.1.1 Entstehungsgeschichte

Rz. 519 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Der erste IAS 16 "Accounting for Property, Plant and Equipment" wurde bereits im Jahre 1982 herausgegeben und wurde in den Jahren 1993 und 1998 durch überarbeitete Fassungen ersetzt. Der Standard wurde 2003 weitestgehend in seiner derzeitigen Form unter dem Titel "Property, Plant and Equipment" in EU-Recht übernommen veröffentlicht. In den F...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 5.1.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 464 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 254 HGB ist als offener Tatbestand konzipiert, der nicht näher regelt, welche Voraussetzung eine Bewertungseinheit haben muss. Mit der Vorschrift intendiert der Gesetzgeber, der bestehenden Praxis ein rechtliches Fundament zu geben. Diese Praxis orientiert sich u. a. an den Vorgaben der IFRS, weshalb die internationalen Standards in Fragen...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.2.2.3.2 Glaubwürdige Darstellung (faithful representation)

Rz. 173 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IASC F.33 (1989) konkretisiert das Verlässlichkeitsprinzip in dem Grundsatz der glaubwürdigen Darstellung (faithful representation) durch die Verkehrserwartung. Dazu formuliert IASC F.34 (1989) die Vermutung, dass der originäre Geschäfts- und Firmenwert nach der Verkehrserwartung zu unsicher ist, um in den Abschluss aufgenommen zu werden. De...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 5.2.2.1.4 Finanzierungskategorie

Rz. 249 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für die Zuordnung von Erfolgen in die Finanzierungskategorie ist zunächst zwischen ausschließlich der Finanzierung dienenden, in Finanzmitteln oder Eigenkapitalinstrumenten zu begleichenden Schulden (z. B. ausgegebene Anleihen oder aufgenommene Kredite (IFRS 18.B50 f.)) und nicht ausschließlich der Finanzierung dienenden Schulden (z. B...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 2.2.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 346 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bereits 2002 begann der IASB sich mit der Frage zu beschäftigen, ob und – wenn ja – in welchem Umfang oder Format Regelungen für eine Managementberichterstattung entwickelt werden sollten. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die mit Vertretern unterschiedlicher Standardsetter besetzt wurde. Auch ein Vertreter des DRSC nahm an dieser Ar...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 2.2.2.1 Berichtsgrundsätze

Rz. 358 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Ähnlich dem handelsrechtlichen Lagebericht folgt auch der Management Commentary einem prinzipienbasierten Ansatz, was sich in den Berichtsgrundsätzen und qualitativen Anforderungen niederschlägt. Als Berichtsgrundsätze werden die Sichtweise des Managements (management’s view) und die Ergänzung und Erweiterung des Abschlusses (supplement and ...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.3.1.4 Restwertgarantien

Rz. 64 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine Restwertgarantie ist eine zugunsten des Leasinggebers gewährte Garantie, wonach der Wert des Leasingobjektes am Ende der Laufzeit eine bestimmte Höhe zu erreichen hat (IFRS 16.Appendix A). Hat sich der Leasinggeber dieses Restwertrisiko vertraglich abgesichert, ist der erwartungsgemäß zu entrichtende Betrag der Restwertgarantie in die Be...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 8.2.1.3.1 Grundsätzliches Vorgehen

Rz. 263 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Grundsätzlich sind die zum Erstanwendungszeitpunkt (vgl. Tz. 261, im Beispiel 31.12.2020) gültigen IFRS-Bestimmungen einheitlich für sämtliche Perioden anzuwenden, die im ersten IFRS-Abschluss dargestellt werden (IFRS 1.7). Hiermit verbunden ist das Erfordernis der Retrospektion, d. h., es ist so zu bilanzieren, als ob die zum Erstanwendungs...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.2.2.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 128 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen existierte im System der IAS keine Regelung. IAS 19 (1998) schloss Ansatz- und Bewertungsregeln für anteilsbasierte Managementvergütungen sogar explizit aus und verlangte lediglich Anhangangaben. Die meisten Unternehmen schlossen diese Regelungslücke durch eine Anwendung der einsc...mehr

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Kapitel 8: Gewinn- und Verl... / 5.2.2.2.3 Ergebnis vor Finanzierungstätigkeit und Steuern

Rz. 267 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Hintergrund des verpflichtenden Ausweises des Ergebnisses vor Finanzierungstätigkeit und Steuern ist die Ansicht des IASB, wonach Abschlussadressaten den Erfolg eines Unternehmens unabhängig von dessen Finanzierung betrachten möchten. Für einen unternehmensübergreifenden Vergleich wird oft das EBIT (earnings before interests and taxes)...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.4.1 Erstmalige Bewertung

Rz. 70 Überblick Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei der erstmaligen Bewertung hat der Leasingnehmer das Nutzungsrecht zu Anschaffungskosten (at cost) zu erfassen (IFRS 16.23). Ausgehend von der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit (IFRS 16.26–28 i. V. m. IFRS 16.24(a)) sind für Zwecke der Erstbewertung des Nutzungsrechts zusätzlich Hinzurechnungen und Kürzungen vorzunehmen (IF...mehr

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.2.2.3.2 Folgebewertung

Rz. 69 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Analog anderen finanziellen Verbindlichkeiten wird auch die Leasingverbindlichkeit in der Folge nach der Effektivzinsmethode bewertet. Hierzu wird die Leasingverbindlichkeit mit dem bei Erstbewertung ermittelten Zinssatz aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen getilgt. Bei konstanten Leasingzahlungen entsteht damit ein sog. Front-L...mehr