Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Einnahme-Überschuss-Rechnung

Rz. 89 Bei nicht bilanzierenden Gewerbetreibenden und freiberuflich Tätigen ist als Ausgangswert der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben anzusetzen (§ 202 Abs. 2 BewG). Die sich aus § 202 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 BewG ergebenden Korrekturen sind entsprechend vorzunehmen. Rz. 90 Somit erfolgen nach Abschn. 22 Abs. 4 BV-Erlass vom 17.5.2011 auch bei nicht bil...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Wertansatz von Anteilen an Kapitalgesellschaften

Rz. 284 Ebenso wenig haben die vor dem 1.1.2009 geltenden Regelungen zur Bewertung von Anteilen an Kapitalgesellschaften die Voraussetzungen einer Bewertung mit realitätsgerechten Relationen erfüllt. Dazu führt das BVerfG in Rz. 173 bis 174 seines Beschlusses vom 7.11.2006 aus: „3. Gleiches gilt für die Erbschaftsbesteuerung der Erwerber von Anteilen an Kapitalgesellschaften...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / gg) Bewertung bei Vergabe von Lizenzen

Rz. 387 Zur Frage der Bewertung von Erfindungen oder Urheberrechten, die in Lizenz vergeben oder in sonstiger Weise gegen Entgelt einem Dritten zur Ausnutzung überlassen sind, nimmt R B 11.3 Abs. 6 ErbStR 2011 Stellung. Rz. 388 R B 11.3 Abs. 6 ErbStR 2011 hat folgenden Wortlaut: "1Der gemeine Wert von Erfindungen oder Urheberrechten, die in Lizenz vergeben oder in sonstiger ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Maßgeblichkeit von Verkäufen

Rz. 126 Der gemeine Wert nicht notierter Anteile an Kapitalgesellschaften entspricht in erster Linie dem Preis, der bei einer Veräußerung unter fremden Dritten vereinbart wird. Dabei kann nach der Gesetzesbegründung zum ErbStRG unwiderlegbar vermutet werden, dass zeitnahe Verkäufe in der Vergangenheit den betreffenden Markt zum Bewertungsstichtag richtig widerspiegeln. Rz. ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Noch nicht vollständig eingezahltes Nennkapital

Rz. 396 Der gemeine Wert eines nicht notierten Anteils an einer Kapitalgesellschaft richtet sich auch dann nach dem Anteil am Nennkapital, wenn das Kapital noch nicht vollständig eingezahlt ist (§ 97 Abs. 1b Satz 2 BewG). Dabei ist unerheblich, ob noch mit der Einzahlung des Kapitals zu rechnen ist. Etwas anderes gilt, wenn sich die Beteiligung am Vermögen und am Gewinn der...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) Grundbesitz

Rz. 345 Grundbesitz, für den ein Grundbesitzwert nach § 151 Abs. 1 Nr. 1 BewG festzustellen ist, ist mit dem zum Bewertungsstichtag festgestellten Wert anzusetzen. Dem Grunde nach richtet sich die Frage der Zugehörigkeit von Grundbesitz zum Betriebsvermögen nach der ertragsteuerlichen Behandlung. Die vor dem 1.1.2009 hinsichtlich der Betriebsgrundstücke geltende Sonderregel...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Kein gesonderter Ansatz von Schulden

Rz. 67 Anders als beim nicht betriebsnotwendigen Vermögen erfolgt bei Beteiligungen kein gleichzeitiger Ansatz der mit den Beteiligungen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Schulden. Der Wert einer Beteiligung ist regelmäßig unabhängig von der Art der Finanzierung. Rz. 68 Schulden, die mit den Anteilen an einer Kapitalgesellschaft in wirtschaftlichem Zusammenhang ste...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Gewöhnlicher Geschäftsverkehr

Rz. 131 Wesentliche Voraussetzung für eine Ableitung des gemeinen Werts aus Verkäufen ist, dass die Kaufpreise im gewöhnlichen Geschäftsverkehr tatsächlich erzielt worden sind. Unter gewöhnlichem Geschäftsverkehr ist nach der Rechtsprechung der Handel zu verstehen, der sich nach den marktwirtschaftlichen Grundsätzen von Angebot und Nachfrage vollzieht und bei dem jeder Vert...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Inhalt der Erläuterungen

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Bewertung nicht notierter Wertpapiere nach dem Kurs notierter Wertpapiere

Rz. 75 Die Höhe des Börsenkurses bei Aktien ergibt sich aus den im Zeitpunkt der Kursbildung vorhandenen Verhältnissen von Angebot und Nachfrage. Der Kurs wird jedoch von allgemeinen politischen Ereignissen, Entwicklungen und Tendenzen sowie von Erwartungen und spekulativen Einflüssen bestimmt. Der Börsenkurs kann deshalb von dem wahren Wert der Aktie mehr oder weniger abwe...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Überhöhte Werte

Rz. 16 In der Praxis wird die Höhe des Kapitalisierungsfaktors kritisiert. Die Kritik hat sich verstärkt, nachdem der Basiszins im Jahr 2015 auf 0,99 % gesunken ist und sich dementsprechend ein Kapitalisierungsfaktor von über 18 ergibt. Überwiegend wurde vorgetragen und vermutet, dass eine Kapitalisierung mit den vorgesehenen Kapitalisierungsfaktoren des § 203 BewG tendenzi...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Tatbestandsvoraussetzung für das Wahlrecht des Steuerzahlers

Rz. 82 Bereits mit dem BV-Erlass vom 17.5.2011 geht die Finanzverwaltung davon aus, dass nur der Steuerzahler die Anwendung des vereinfachten Ertragswertverfahrens wählen kann. Diese Auffassung ist in R B 199.1 Abs. 4 ErbStR 2011 übernommen worden. Übt der Steuerzahler dieses Wahlrechts nicht aus, gelten die allgemeinen Grundsätze. Das bedeutet, der gemeine Wert muss – fehl...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Weite Auslegung durch die Finanzverwaltung

Rz. 324 Zwar ähnelt die für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2008 geltende Regelung des § 11 Abs. 2 BewG sehr der bisherigen Formulierung des § 98a BewG, wonach die "zum Betriebsvermögen gehörenden Wirtschaftsgüter und sonstigen aktiven Ansätze abzüglich der zum Betriebsvermögen gehörenden Schulden und sonstigen Abzüge" den Substanzwert bilden. Der Wortlaut des § 95 BewG ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Anwendbarkeit des vereinfachten Ertragswertverfahrens bei ausländischen Unternehmen

Rz. 183 Die Ermittlung des gemeinen Werts von ausländischen Unternehmen ist in der Praxis schon immer besonders problematisch gewesen. Dies liegt zweifellos in erster Linie an der Tatsache, dass die Sachverhaltsermittlung im Ausland schwieriger ist. Auch wenn der Steuerzahler erhöhten Mitwirkungspflichten unterliegt, ändert sich daran wenig. Rz. 184 Dennoch geht die Finanzv...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Abkehr von der Vorgabe einer Methode

Rz. 240 Mit dem ErbStRG hat sich der Gesetzgeber von der bisherigen Konzeption eines grundsätzlich vorgesehenen Bewertungsverfahrens gelöst. Somit ist für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2008 bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften nicht mehr die bisher gesetzlich angeordnete Übernahme der Steuerbilanzwerte als Bemessungsgrundlage und bei Anteilen an Kapitalgese...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Entwicklung der Anteilsbewertung

1. Allgemeines Rz. 204 Der gemeine Wert von Anteilen an Kapitalgesellschaften war für Bewertungsstichtage vor dem 1.1.2009 unter Berücksichtigung des Vermögens und der Ertragsaussichten der Kapitalgesellschaft zu schätzen. Hieraus folgte, dass der Wert des Unternehmens zu ermitteln und auf die Anteile umzulegen ist. Dieser gesetzliche Auftrag bedurfte normkonkretisierender V...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / K. Anhang 1: Stuttgarter Verfahren (bis 2009)

1. Bedeutung in der Praxis Rz. 521 Die Maßgeblichkeit des Stuttgarter Verfahrens für Zwecke der Erbschaft-/Schenkungsteuer ist bei Bewertungszeitpunkten vor dem 1.1.2009 anerkannt. Die Frage, wie Anteile an Kapitalgesellschaften für andere steuerliche Zwecke vor dem 1.1.2009 zu bewerten waren, war dagegen durchaus unterschiedlich diskutiert worden. Rz. 522 Allerdings führte ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 7. Ermittlung des Vermögenswerts

a) Rechtslage ab 1996/1999/2003/2006 Rz. 548 Wegen des Wegfalls der Vermögensteuer werden Einheitswerte für das Betriebsvermögen nicht mehr festgestellt. Die Ermittlung des Vermögenswerts kann deshalb nicht mehr, wie vordem, an einen festgestellten Einheitswert anknüpfen. Der Vermögenswert muss vielmehr selbständig ermittelt werden. Das Jahressteuergesetz 1997 hat die Vorsch...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 8. Ermittlung des Ertragshundertsatzes

a) Ertragsaussichten Rz. 561 Die Ertragsaussichten einer Kapitalgesellschaft bestimmen sich nach dem künftigen ausschüttungsfähigen Ertrag, d.h. nach dem Teil künftiger Gewinne, der voraussichtlich für eine Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung stehen wird. Thesaurierte Erlöse können nicht anders behandelt werden als tatsächlich verteilte Gewinne. Maßgebend für di...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Stuttgarter Verfahren

a) Entwicklung Rz. 212 Erstmals für die Hauptveranlagung der Vermögensteuer und Hauptfeststellung der Einheitswerte der gewerblichen Betriebe 1953 ist das Stuttgarter Verfahren erarbeitet und angewendet worden (Anteilsbewertungs-Richtlinien 1953 vom 14.2.1955 – AntBewR 1953). In Abkehr vom zuvor angewendeten Berliner Verfahren wird als gemeiner Wert nicht mehr der Mittelwert ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 9. Ermittlung des gemeinen Wertes

a) Grundsatz Rz. 610 Der gemeine Wert eines Anteils entspricht dem Betrag, den ein Käufer für den Erwerb aufwenden würde. Er wird die auf den Anteil entfallenden Erträge der Gesellschaft mit den Zinsen vergleichen, die das für den Erwerb notwendige Kapital erbringen würde, wenn er dieses Kapital in anderer Weise anlegt. Einen Betrag über dem Vermögenswert wird er nur zahlen,...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / C. Begriffsbestimmung

I. Wertpapiere und Anteile Rz. 15 Die Begriffe "Wertpapiere" und "Anteile" überschneiden sich. Es gibt Wertpapiere, die Vermögensrechte, aber keine Anteile verbriefen (Inhaberschuldverschreibung). Es gibt Anteile, die in Wertpapieren verbrieft sind (Aktie). Es gibt aber auch Anteile, die nicht verbrieft sind (GmbH-Geschäftsanteile). Rz. 16 Wertpapiere im engeren Sinn sind Ur...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Zuschläge und Abschläge

aa) Abschlag bei unverhältnismäßig geringen Erträgen (kapitalintensive Unternehmen) Rz. 612 Liegen im Einzelfall besondere Umstände vor, die in dem ermittelten Anteilswert nicht hinreichend zum Ausdruck gekommen sind, so können diese durch Abschläge und Zuschläge berücksichtigt werden (R 100 Abs. 3 ErbStR 2003). Im Allgemeinen kommen Abschläge in Betracht. Als einen besonder...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / G. Bewertungskonzept ab 2009

I. Abkehr von der Vorgabe einer Methode Rz. 240 Mit dem ErbStRG hat sich der Gesetzgeber von der bisherigen Konzeption eines grundsätzlich vorgesehenen Bewertungsverfahrens gelöst. Somit ist für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2008 bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften nicht mehr die bisher gesetzlich angeordnete Übernahme der Steuerbilanzwerte als Bemessungsgr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Abzuziehende Beträge

a) Einmalige Veräußerungsgewinne Rz. 53 Eine Korrektur des Ausgangswerts kommt nur in Betracht, wenn es sich um außergewöhnliche, nicht regelmäßig wiederkehrende Veräußerungsgewinne handelt. Dies kann beispielsweise bei Veräußerungsgewinnen aus Grundstücksveräußerungen oder aus der Veräußerung von solchen Wirtschaftsgütern angenommen werden, die sich in dem Betrieb durch ihr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Keine Bewertung auf der Grundlage von Gutachten vor dem 1.1.2009

Rz. 534 Vor dem 1.1.2009 wurde die Auffassung vertreten, dass die Gleichmäßigkeit der Bewertung und Besteuerung nicht mehr gewährleistet wäre, wenn das Finanzamt sich bei der Bewertung der Anteile an Kapitalgesellschaften in Einzelfällen nach Gutachten und Auskünften von Banken und Finanzmaklern und dgl. richten würde, zumal die betriebswirtschaftliche Praxis zur Ermittlung...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Einfluss auf die Geschäftsführung

Rz. 646 Die steuerliche Anteilsbewertung geht davon aus, dass der Wert der Anteile an einer Kapitalgesellschaft von der Möglichkeit einer Einflussnahme auf die Geschäftsführung der Gesellschaft abhängt. Gewährt der Anteilsbesitz keinen Einfluss auf die Geschäftsführung, ist dies bei der Schätzung des gemeinen Werts der Anteile zu berücksichtigen (R 101 Abs. 1 ErbStR 2003). ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / dd) Bewertungsmethode im Falle der Schätzung durch das Finanzamt

Rz. 93 Aus dem Prüfungsschema wird die nachstehende Problematik offensichtlich. Legt der Steuerzahler kein Gutachten vor oder legt er ein Gutachten vor, das aus der Sicht des Finanzamts von unzutreffenden Annahmen oder Berechnungen ausgeht und deshalb als Gutachten zu verwerfen ist, steht dem Finanzamt letztlich keine brauchbare Ermittlung des gemeinen Werts zur Verfügung. ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Liquidationswert

Rz. 430 Der in § 11 Abs. 2 Satz 3 BewG definierte Mindestwert entspricht nicht dem Liquidationswert, der bei der betriebswirtschaftlichen Unternehmensbewertung als niedrigster Wertansatz dankbar ist. Der Liquidationswert ist der Zerschlagungswert, der als Barwert der erzielbaren Nettoerlöse abzüglich Schulden und Liquidationskosten zu ermitteln ist. Der als Mindestwert vorg...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / e) Kritische Einschätzung des Stuttgarter Verfahrens

Rz. 227 Die Mängel des Stuttgarter Verfahrens resultierten sowohl aus den vor dem 1.1.2009 geltenden gesetzlichen Vorgaben als auch aus den Regelungen der ErbStR. Wie der Wert des Vermögens der Kapitalgesellschaft zu erfassen ist, regelt § 12 Abs. 2 ErbStG. Danach ist das Vermögen der Kapitalgesellschaft – mit Ausnahme des nicht anzusetzenden Geschäfts- oder Firmenwerts und...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) R 101 Abs. 8 ErbStR 2003

Rz. 640 Die Regelbewertung führt zu einem Anteilswert, der einer Beteiligung zukommt, die Einfluss auf die Geschäftsführung der Gesellschaft vermittelt. Dies folgt daraus, dass die Ertragsaussichten aus den künftigen ausschüttungsfähigen Erträgen abgeleitet werden, so dass thesaurierte Erlöse nicht anders behandelt werden wie tatsächlich verteilte Gewinne. Bei der Bewertung...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Bezugsrechte

Rz. 99 Nach § 186 Abs. 1 AktG müssen bei einer Kapitalerhöhung jedem Aktionär auf Verlangen entsprechend seiner bisherigen Beteiligung neue Aktien zugeteilt werden. Dieses "Verlangen" ist die Ausübung eines Mitgliedschaftsrechts. Das Bezugsrecht verkörpert, sobald es durch den Beschluss über die Kapitalerhöhung konkretisiert ist, neben der alten Aktie einen selbständig bewe...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Einlage von Grundstücken

Rz. 108 R B 200 Abs. 5 Satz 2 ErbStR 2011 regelt, dass Grundbesitz, für den ein Wert nach § 151 Abs. 1 Nr. 1 BewG festzustellen ist, mit dem auf den Bewertungsstichtag festgestellten Wert anzusetzen ist. Die Regelung erscheint folgerichtig, weil bei dem Wertansatz des Grundstücks zutreffend auf den Bewertungsstichtag und nicht auf den Zeitpunkt der Einlage des Grundstücks a...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Abweichung vom vereinfachten Ertragswertverfahren

Rz. 64 Die Finanzverwaltung kann nach Abschn. 19 Abs. 6 BV-Erlass vom 25.6.2009 von dem im vereinfachten Ertragswertverfahren ermittelten Wert nur abweichen, wenn es die Feststellungslast für die Ermittlung eines abweichenden Werts trägt. Rz. 65 Diese Regelung entspricht – jedenfalls für Bewertungsstichtage vor dem 1.7.2011 – dem Verständnis der Finanzverwaltung, nach der §...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Bisherige Rechtsauffassung der Finanzverwaltung

Rz. 72 Zunächst hatte die Finanzverwaltung dem vereinfachten Ertragswertverfahren im Ergebnis die Funktion eines Regelverfahrens zur Bewertung betrieblicher Vermögen beigemessen und gleichzeitig andere Bewertungsverfahren zugelassen. Die Feststellungslast für ein abweichendes Bewertungsverfahren hatte derjenige zu tragen, der abweichend der sich darauf berief. Dabei wurde u...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Feststellung des gemeinen Werts als Prozentsatz

Rz. 394 Beim für Bewertungsstichtage vor dem 1.1.2009 maßgebenden Stuttgarter Verfahren war der für die Anteile an der Kapitalgesellschaft festzustellende Wert in einem Prozentsatz auszudrücken, der sich auf das Nennkapital bezog. Nach Abschn. 6 Satz 5 BV-Erlass vom 25.6.2009 ist der gemeine Wert eines Anteils an einer Kapitalgesellschaft auch bei Bewertungsstichtagen nach ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Gleich lautende Ländererlasse vom 17.5.2017

Rz. 294 Mit gleich lautenden Erlassen vom 17.5.2011 hat die Finanzverwaltung die Regelungen zur Anwendung der §§ 11, 95 bis 109 und 199 ff. BewG i.d.F. durch das ErbStRG für Bewertungsstichtage nach dem 30.6.2011 (BV-Erlass vom 17.5.2011) aktualisiert. Hervorzuheben ist hierbei, dass die Regelungen des BV-Erlasses vom 17.5.2011 auch bei der Ermittlung des gemeinen Werts für...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Wahlrecht ab 1.7.2011

Rz. 300 Für Bewertungsstichtage nach dem 1.7.2011 vertritt die Finanzverwaltung mit gleich lautenden Erlassen vom 17.5.2011 die m.E. zutreffende Auffassung, dass der Steuerpflichtige ein Wahlrecht zugunsten des vereinfachten Ertragswertverfahrens hat. Damit genießt das vereinfachte Ertragswertverfahren keinen Vorrang vor anderen Bewertungsmethoden. Allerdings geht mit dem W...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) Eigene Anteile

Rz. 397 Sofern die Kapitalgesellschaft eigene Anteile hält, mindern sie das Nennkapital. Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass sich die Beteiligung der Gesellschafter am Vermögen und Gewinn der Gesellschaft regelmäßig nach dem Verhältnis der Anteile am Nennkapital richtet. Richtet sich dagegen der gemeine Wert des Anteils nach einer vom Verhältnis des Anteil...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Ermittlung des Substanzwerts bei Kapitalgesellschaften

Rz. 408 Der bei der Ermittlung des Substanzwerts von Kapitalgesellschaften geltende R B 11.4 ErbStR 2011 hat folgenden Wortlaut: „Ermittlung des Substanzwerts (1) Bei der Ermittlung des Substanzwerts ist das Vermögen der Kapitalgesellschaft mit dem gemeinen Wert zum Bewertungsstichtag zugrunde zu legen. (2) 1Stimmt der Bewertungsstichtag nicht mit dem Schluss des Wirtschaftsja...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Inhalt der Erläuterungen

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Neugründung eines Unternehmens

Rz. 130 Bei einem Unternehmen, das neu gegründet wurde, steht das vereinfachte Ertragswertverfahren vor einer praktischen Problematik, weil es sich grundsätzlich an Vergangenheitserträgen der letzten drei Jahre vor dem Bewertungsstichtag orientiert und genau diese Erträge wegen der Neugründung nicht zur Verfügung stehen. Bei Neugründungen liegt des deshalb nah, dass das Bet...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Verfahren

Rz. 213 Das Stuttgarter Verfahren ist eine Variante der Übergewinnmethode; es berücksichtigt neben dem Substanzwert die undiskontierten Erträge von fünf Jahren. Die Übergewinnmethode versteht den Unternehmenswert als Summe des Teilreproduktionswertes (Vermögenswertes) und des Mehrwertes, der darauf beruht, dass das zu bewertende Unternehmen Gewinne über den Normalgewinn hin...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Bewertungsidentität vor dem 1.1.2009

Rz. 318 Für Bewertungsstichtage vor dem 1.1.2009 war nicht nur der Grundsatz der Bestandsidentität, sondern auch der Grundsatz der Bewertungsidentität zwischen Steuerbilanz und Vermögensaufstellung maßgebend. Nach der Formulierung des § 109 Abs. 1 BewG waren die "zu einem Gewerbebetrieb gehörenden" Wirtschaftsgüter, sonstigen aktiven Ansätze, Schulden und sonstigen passiven...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Genauigkeit der Bewertungsergebnisse

Rz. 177 Die neuen Bewertungsvorschriften des vereinfachten Ertragswertverfahrens nach §§ 199 ff. BewG enthalten unverändert Pauschalierungen, die dazu führen, dass der gemeine Wert allenfalls in einer Bandbreite abgebildet wird. Der Umfang der Abweichung der Bewertungsergebnisse des vereinfachten Ertragswertverfahrens vom angestrebten gemeinen Wert kann der Höhe nach nicht ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / dd) Verfügungsbeschränkungen

Rz. 622 Für einen Abschlag auf den Anteilswert wegen persönlicher oder gesellschaftsvertraglicher Bindungen stellte der BFH zunächst auf die Gründungsgesellschafter ab: Seien am Bewertungsstichtag noch ein oder mehrere Gründungsgesellschafter unmittelbar oder mittelbar über eine Personengesellschaft beteiligt und haben diese einzeln oder gemeinsam die für eine Änderung des ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Verkauf unter nahen Angehörigen

Rz. 195 Besteht der Kreis der Gesellschafter einer Familiengesellschaft ausschließlich aus nahen Angehörigen, dürfte die Ableitung des gemeinen Werts aus Verkäufen, die zwischen den Gesellschaftern stattgefunden haben, kaum möglich sein. Einerseits besteht die latente Vermutung, dass der Kaufpreis nicht im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zustande gekommen ist. Andererseits ha...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Wertermittlungsmethoden für Beteiligungen

Rz. 70 Für die Wertermittlung von Beteiligungen gibt es keine besonderen Vorgaben. Deshalb kann die Wertermittlung nach R B 200 Abs. 3 Satz 6 ErbStR 2011 bei den einzelnen Feststellungen sowohl im vereinfachten Ertragswertverfahren als auch in einem allgemein anerkannten Ertragswertverfahren als auch nach einer anderen anerkannten Methode erfolgen. Dabei bedeutet die Anwend...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / jj) Rücklagen, Ausgleichsposten

Rz. 359 Rücklagen und Ausgleichsposten mit Rücklagencharakter sind bei der Ermittlung des Substanzwerts im Allgemeinen nicht abzugsfähig, weil sie Eigenkapitalcharakter haben. Nach § 103 Abs. 3 BewG wären Rücklagen nur dann abzugsfähig, wenn ihr Abzug bei der Bewertung des Betriebsvermögens für Zwecke der Erbschaftsteuer durch Gesetz ausdrücklich zugelassen ist. Rz. 360 Nic...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ff) Bindung an nur einen Geschäftspartner

Rz. 635 Die Abhängigkeit der Gesellschaft von einem einzigen Auftraggeber führt nicht zu einem Abschlag. Der BFH konnte allerdings davon ausgehen, dass diese Geschäftsverbindung innerhalb des Prognosezeitraums (von seinerzeit noch drei Jahren) nicht beendet würde. Mit Beschluss vom 12.10.1988 hat der BFH die Revision in einem Fall nicht zugelassen, in dem die Gesellschaft g...mehr