Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Begriff

Rz. 74 Eine Bewertung von Kapitalforderungen und Schulden abweichend vom Nennwert ist zulässig, wenn "besondere Umstände" einen höheren oder geringeren Wert begründen (§ 12 Abs. 1 BewG). Rz. 75 Eine begriffliche Bestimmung, was als besonderer Umstand i.S. dieser Vorschrift anzusehen ist, findet sich im Bewertungsgesetz nicht. Es erscheint auch nicht möglich, eine über den E...mehr

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Vorbemerkungen zu §§ 4–8 BewG / 2. Regelung im Einzelnen

Rz. 25 Die steuerliche Behandlung der bedingten und befristeten Rechtsgeschäfte war bereits in den §§ 147–151 AO 1919 im Grundsatz in der gleichen Weise wie nach dem zur Zeit bestehenden Recht gem. §§ 4–8 BewG geregelt. Die Vorschriften der §§ 147–151 AO 1919 sind später von der AO in das BewG übernommen worden. Da sie in ihrem sachlichen Inhalt bisher nicht wesentlich geän...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Eingeschränkter Anwendungsbereich

Rz. 2 Die größte Bedeutung hat die Vorschrift derzeit im Anwendungsbereich des ErbStG . Dort verweist insbesondere § 12 ErbStG auf "den Ersten Teil des Bewertungsgesetzes" und damit auch auf § 4 BewG. Die Vorschrift hat als Bewertungsregel nicht nur für die Feststellung des steuerpflichtigen Erwerbs (§ 10 ErbStG) Bedeutung, sondern ist als allgemeiner steuerrechtlicher Grund...mehr

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Vorbemerkungen zu §§ 4–8 BewG / I. Bedingte und befristete Rechtsgeschäfte; Allgemeines

Rz. 1 Rechtsgeschäfte werden oft mit dem Vorbehalt geschlossen, dass ihre Rechtswirkung erst eintreten bzw. wieder wegfallen soll, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, von dem ungewiss ist, ob es eintritt. Soll die Rechtswirkung erst mit dem Eintritt des Ereignisses beginnen, so liegt eine aufschiebende Bedingung vor. Soll die Rechtswirkung dagegen sofort beginnen, aber m...mehr

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Vorbemerkungen zu §§ 4–8 BewG / 1. Allgemeines

Rz. 24 Grundgedanke der Regelung über die bewertungsrechtliche Behandlung der Bedingungen und Befristungen in den §§ 4–8 BewG ist, dass der am Bewertungsstichtag bestehende tatsächliche Zustand maßgebend sein soll, dagegen Verhältnisse, von denen ungewiss ist, ob sie später eintreten, zunächst nicht berücksichtigt werden. Das Maß der Aussichten, die am Bewertungsstichtag für ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Schrifttum:

Bachem, Bewertung von überverzinslichen Geldleistungsverbindlichkeiten, DStR 1999, 773; Böhm, Darlehen beim Tod des Darlehensnehmers, ZEV 2002, 337; Brosch, Das Disagio im Bewertungsrecht, DB 1984, 1696; Ebeling, Schenkung einer wertlosen Forderung mit Besserungsabrede – Gegenstand einer Schenkung, ZEV 2009, 416; Fiedler, Die Besteuerung der unentgeltlichen Übertragung von L...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Keine Berichtigung der laufend veranlagten Steuern

Rz. 17 Für die laufend veranlagten Steuern (Grundsteuer, Gewerbesteuer usw.) lässt das Bewertungsgesetz beim Eintritt der aufschiebenden Bedingung keine Berichtigung der bisherigen Veranlagungen zu. Die Vorschrift ist insoweit allerdings seit dem Wegfall der Vermögensteuer bedeutungslos geworden; bei der Grundsteuer spielen Lasten keine Rolle. Rz. 18– 20 Einstweilen frei.mehr

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Vorbemerkungen zu §§ 4–8 BewG / 3. Ausschaltung der wirtschaftlichen Betrachtungsweise

Rz. 26 Die AO 1977 enthält im Gegensatz zu § 4 AO 1919 und zu § 1 des früheren StAnpG keine Vorschrift des Inhalts, dass bei der Auslegung von Steuergesetzen die wirtschaftliche Betrachtungsweise zu berücksichtigen ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass die wirtschaftliche Betrachtungsweise im Steuerrecht nunmehr ausscheidet (vgl. hierzu § 2 BewG Anm. 7). Soweit jedoch das Be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Rechtliche Entwicklung

Rz. 8 Die Vorschrift des § 41 BewG wurde mit dem BewG 1965 in das Gesetz aufgenommen und geht auf die bisherige Regelung über Abschläge und Zuschläge am Vergleichswert gemäß § 40 BewG 1934 zurück. Terminologisch ist die Regelung insoweit § 34 Abs. 2 Nr. 1 BewG angeglichen worden, als auf die Begriffe Nutzung bzw. Nutzungsteil abgestellt wird. Rz. 9 Die Vorschrift hat in der...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Anwendungsbereich

Rz. 15 § 12 BewG als Teil der "Allgemeinen Bewertungsvorschriften" gilt nach § 17 Abs. 3 BewG für alle Vermögensarten, es sei denn, dass für die Bewertung einzelner Vermögensarten in den §§ 19 bis 150 BewG etwas Abweichendes vorgeschrieben ist. Dementsprechend ist § 12 BewG auch auf Kapitalforderungen und Geldschulden anzuwenden, die mit einem land- und forstwirtschaftliche...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Zweck und Entstehung der Vorschrift

Rz. 1 Nach § 33 Abs. 1 BewG gehören zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen alle Wirtschaftsgüter, die einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft zu dienen bestimmt sind. Hierzu rechnen nach § 34 Abs. 2 Nr. 3 BewG auch die Nebenbetriebe der Land- und Forstwirtschaft. Rz. 2 § 42 Abs. 1 BewG definiert den Begriff des Nebenbetriebes. Dabei handelt es sich um Betriebe, di...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Entstehung der Vorschrift

Rz. 1 Die Vorschrift des § 4 BewG befand sich früher in § 147 AO; sie ist durch die VO v. 1.12.1930 sachlich unverändert in das BewG 1931 (dort § 3) übernommen worden. Die Vorschrift hat dann ihren Platz, ebenfalls ohne Änderung, in § 4 BewG 1934 und 1965 gefunden, vgl. auch Vor §§ 4–8 BewG Anm. 25.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Rechtliche Entwicklung

Rz. 8 Die Vorschrift des § 40 ist mit dem BewG 1965 in das Gesetzes eingefügt worden und beschränkte sich ursprünglich auf die Absätze 1 bis 4. Abs. 5 wurde erst durch das Gesetz zur Änderung bewertungsrechtlicher Vorschriften und des Einkommensteuergesetzes vom 22.7.1970 angefügt. Damit wollte der Gesetzgeber der Tatsache Rechnung tragen, dass die Reinerträge aus den Sonde...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Wirkung des Eintritts der Zeitbestimmung

Rz. 8 Zu untersuchen bleibt, was steuerlich zu geschehen hat, wenn das Ereignis, bei dem nur der Zeitpunkt ungewiss ist, eintritt. Es sind folgende Fälle zu unterscheiden:mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Einzelertragswertverfahren (Abs. 2)

Rz. 24 In § 37 Abs. 2 BewG wird das Einzelertragswertverfahren für alle Nutzungen der Betriebe der Land- und Forstwirtschaft vorgeschrieben, für die das vergleichende Verfahren nicht durchgeführt werden kann. Ein vergleichendes Verfahren lässt sich z.B. nicht durchführen, wenn es sich um Betriebe mit einer von der üblichen Ausgestaltung stark abweichenden Wirtschaftsstruktu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Entstehung der Vorschrift

Rz. 3 Die Vorschrift des § 8 BewG geht auf ältere Gesetze, insbes. auf § 16 Abs. 3 Preuß. ErbStG, zurück. Diese Vorschrift ist seinerzeit ohne wesentliche Änderung in § 151 AO und von da durch die VO v. 1.12.1930 unverändert in das BewG 1931 (§ 7) übernommen worden. Im BewG 1934 ist die Vorschrift als § 8 aufgenommen und neu gefasst worden. Die frühere Fassung (§ 7 BewG 193...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Zweck der Vorschrift und Übersicht

Rz. 1 § 40 BewG regelt die Umrechnung der Vergleichszahlen für die landwirtschaftliche, weinbauliche und gärtnerische Nutzung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in absolute Zahlen. Die Vorschrift beschränkt sich im Wesentlichen auf die Technik der Ermittlung und ergänzt und vervollständigt damit die materiell-rechtlichen Regelungen des § 36 BewG. Rz. 2 Die Vorschr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Allgemeines

Rz. 149 § 12 Abs. 3 Satz 1 BewG wurde inhaltlich zuletzt durch das VStRG geändert. Während nach der früheren Fassung die Bewertungsvorschrift auf "unverzinsliche befristete" Forderungen und Schulden anzuwenden war, gilt sie nach der seit dem 1.1.1974 geltenden Fassung für "unverzinsliche Forderungen oder Schulden, deren Laufzeit mehr als ein Jahr beträgt und die zu einem be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Rechtliche Entwicklung

Rz. 6 Die Vorschrift ist mit dem BewG 1965 an der jetzigen Stelle des Gesetzes eingefügt worden und wurde von späteren Änderungen des BewG nicht tangiert. Sie schließt weitgehend an die Regelungen des § 32 BewG 1934 an. Rz. 7 § 35 BewG gilt unabhängig von der Art der Feststellung. Die Vorschrift ist somit im Rahmen der Hauptfeststellung zum 1.1.1964 aber auch für nachfolgen...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Rechtliche Entwicklung

Rz. 6 Die Vorschrift ist mit dem BewG 1965 in das Gesetzes eingefügt worden und wurde von späteren Änderungen des BewG nicht tangiert. Sie entspricht vom Regelungsinhalt her im Wesentlichen § 34 Abs. 1 und § 35 BewG 1934. Allerdings wurde die Terminologie bezüglich der Bewertungsstützpunkte angepasst und eine neue Begrifflichkeit eingeführt. An die Stelle von Vergleichsbetr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Rechtliche Entwicklung

Rz. 8 Die Vorschrift ist mit dem BewG 1965 an der jetzigen Stelle des Gesetzes eingefügt worden und wurde von späteren Änderungen des BewG nicht tangiert. Sie schließt weitgehend an die Regelungen des § 31 Abs. 2 BewG 1934 an. Rz. 9 Die Grundlagen des Ertragswertes ergeben sich allerdings aus den Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. So kommt insbesondere im Zusammenhan...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht - BewG/ErbStG , BEWG § 137 Bilanzposten nach dem D-Markbilanzgesetz

Schrifttum Bauer/Wartenburger, Neue Entwicklungen im Bereich des reformierten Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts – Teil 2, MittBayNot 2010, 435; Christoffel, Einheitsbewertung des Betriebsvermögens für Bilanzierende zum 1.1.1995, StWK Gruppe 9,1; Christoffel, Vermögensteuer – leicht gemacht, Vermögensteuererklärung und Vermögensaufstellung 1995/98, Rz. 876 f.; Halaczinsky ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Keine Berichtigung der laufend veranlagten Steuern

Rz. 7 Das Bewertungsgesetz lässt für die laufend veranlagten Steuern (Grundsteuer) beim Eintritt der auflösenden Bedingung keine Berichtigung bisheriger Veranlagungen zu; das ergibt sich aus § 5 Abs. 2 Satz 1 BewG. Andernfalls müssten oft viele Veranlagungen für eine weit zurückliegende Zeit berichtigt werden. Das wäre praktisch kaum durchzuführen und würde auch zu steuerli...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Zweck und Entstehung der Vorschrift

Rz. 1 § 43 BewG definiert den Begriff des Abbaulandes. Dabei greift die Vorschrift auf die ursprünglichen Regelungen des § 13 Abs. 2 Nr. 1 BewDV zurück. Allerdings wurde die Vorschrift durch das BewG 1965 deutlicher gefasst. Eine ursprünglich angedachte Formulierung des Gesetzes wurde durch den Finanzausschuss nochmals enger gefasst, indem solche Betriebsflächen als Abbaula...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Berichtigung nicht laufend veranlagter Steuern

Rz. 7 Tritt die Bedingung ein, so fällt die auflösend bedingte Last weg. In diesem Fall ist die Festsetzung der nicht laufend veranlagten Steuern (Erbschaftsteuer) entsprechend zu berichtigen (§ 7 Abs. 2 BewG). Für diese Steuern wird auch hier – entsprechend der Regelung in § 5 Abs. 2 und § 6 Abs. 2 BewG – eine Berichtigung nach dem tatsächlichen Wert des Erwerbs vorgenomme...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Beispiele einer auflösend bedingten Last (Rechtsprechung)

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Rechtliche Entwicklung

Rz. 6 Die Vorschrift ist mit dem BewG 1965 in das Gesetzes eingefügt worden und wurde von späteren Änderungen des BewG nicht tangiert. Sie entspricht im Wesentlichen der Regelung in § 31 Abs. 3 BewG 1934. Allerdings beruht die zum Gesetz gewordene Fassung des § 38 BewG auf Beschlüssen des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags und hat in diesem Zusammenhang einen gegenü...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Die Grundregel des Abs. 1

Rz. 19 Nach § 35 Abs. 1 BewG sind die Verhältnisse vom Feststellungszeitpunkt maßgebend für die Größe des Betriebs sowie für den Umfang und den Zustand der Gebäude und der stehenden Betriebsmittel. Vergrößert ein buchführender Landwirt, der das Wirtschaftsjahr seines Betriebs mit dem 30.6. abschließt, in der Zeit vom 1.7. bis zum 31.12. durch Zukauf landwirtschaftlicher Flä...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Überbestand

Rz. 80 Bei der landwirtschaftlichen Nutzung von Eigentums- und Pachtbetrieben, die nicht Stückländereien sind, kann eine Abweichung der tatsächlichen Verhältnisse hinsichtlich der in § 38 Abs. 2 Nr. 2 BewG bezeichneten wirtschaftlichen Ertragsbedingungen von den gegendüblichen Verhältnissen in der Regel nur beim Tierbestand vorkommen. Nach der in den BewRL vertretenen Auffa...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Entstehung der Vorschrift

Rz. 3 Die Vorschrift des § 7 BewG befand sich früher in § 150 AO. Sie ist durch die VO v. 1.12.1930 in das BewG 1931 (dort § 6) übernommen worden. Bei dieser Gelegenheit sind die Worte "dies gilt nicht für die Veranlagung der laufenden Steuern" neu eingefügt worden. Die Begründung hierzu bemerkte nur, dass die Vorschrift, nach der im Fall des Eintritts der Bedingung die Ver...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Befristung auf einen unbestimmten Zeitpunkt – Begriffe

Rz. 1 Sind die durch ein Rechtsgeschäft gewollten Wirkungen von einem zukünftigen ungewissen Ereignis abhängig oder sollen die Rechtswirkungen nur bis zum Eintritt eines zukünftigen ungewissen Ereignisses dauern, so steht das Rechtsgeschäft unter einer aufschiebenden bzw. auflösenden Bedingung i.S. der §§ 4–7 BewG. Ist der Erwerb von Wirtschaftsgütern oder die Entstehung ei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Vergleichendes Verfahren (Abs. 1)

Rz. 11 § 37 Abs. 1 Satz 1 BewG stellt klar, dass der Ertragswert auf der Grundlage eines vergleichenden Verfahrens zu ermitteln ist. Die Vorschrift räumt trotz der Ausnahmeregelung in § 37 Abs. 2 BewG der Finanzbehörde keine Ermessensspielräume ein, sondern ist als Muss-Vorschrift konzipiert. Das vergleichende Verfahren kommt folglich auch dann zur Anwendung, wenn die Eigen...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht - BewG/ErbStG , BEWG § 5 Auflösend bedingter Erwerb

I. Inhalt/Zweck der Vorschrift Rz. 1 § 5 BewG regelt die bewertungsrechtliche Behandlung des Erwerbs von Wirtschaftsgütern unter einer auflösenden Bedingung. Der Begriff der auflösenden Bedingung und die bewertungsrechtliche Behandlung eines Wirtschaftsguts, das unter einer auflösenden Bedingung erworben wird, entsprechen den hierfür maßgebenden Grundsätzen des bürgerlichen ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht - BewG/ErbStG , ErbStG § 24 Verrentung der Steuerschuld in den Fällen des § 1 Abs. 1 Nr. 4

I. Allgemeines 1. Verrentung der Steuerschuld nur in Fällen des § 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG Rz. 1 Die Verrentung der Steuerschuld nach § 24 ErbStG ist nur möglich in den Fällen, in denen nach § 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG (s. § 1 ErbStG Anm. 64) eine Ersatzerbschaftsteuer für Familienstiftungen und -vereine nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG alle 30 Jahre seit dem Zeitpunkt des ersten Überga...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht - BewG/ErbStG , ErbStG § 13 Steuerbefreiungen

A. Grundaussagen und historische Daten der Vorschrift Rz. 1 Jede aus einem steuerbaren Erwerbsvorgang resultierende Bereicherung ist erbschaft-/schenkungsteuerpflichtig, soweit sie nicht ausdrücklich nach §§ 5, 13, 13a, 13c, 13d, 16–18 ErbStG steuerfrei ist (§ 10 Abs. 1 Satz 1 ErbStG). Mit der Regelung des als Wertermittlungsnorm kodifizierten § 13 ErbStG zählt der Gesetzgeb...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht - BewG/ErbStG , ErbStG § 4 Fortgesetzte Gütergemeinschaft

I. Grundaussagen und historische Daten der Vorschrift 1. Inhalt/Zweck der Vorschrift Rz. 1 § 4 ErbStG bezweckt, Erwerbe, die zwar tatsächlich von Todes wegen anfallen, zivilrechtlich aber keinen Erbanfall darstellen, zur Sicherung der Gleichmäßigkeit der Besteuerung wie einen Erwerb von Todes wegen zu erfassen. Die praktische Bedeutung der Vorschrift ist gering, weil die Güte...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht - BewG/ErbStG , ErbStG § 26 Ermäßigung der Steuer bei Aufhebung einer Familienstiftung oder Auflösung eines Vereins

I. Anwendungsbereich und Zweck der Vorschrift Rz. 1 § 26 ErbStG bezieht sich ausschließlich auf eine Vorschrift: § 7 Abs. 1 Nr. 9 ErbStG . Nach Satz 1 dieser Vorschrift gilt als Schenkung unter Lebenden, was bei Aufhebung einer Stiftung oder bei Auflösung eines Vereins, dessen Zweck auf die Bindung von Vermögen gerichtet ist, erworben wird. Dem stehen nach Satz 2 gleich der E...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Allgemeines

Rz. 173 Für die Bewertung der unter § 12 Abs. 4 BewG fallenden Ansprüche galten bisher zwei verschiedene Maßstäbe: Rz. 174 Ab dem 1.1.2009 ist die 2/3-Variante nicht mehr zulässig, da sie nicht zum verfassungsrechtlich geforderten "gemeinen Wert" führte.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Schulden

Rz. 36 Unter Schulden i.S. von § 12 BewG sind – entsprechend den Forderungen – nur Geldschulden zu verstehen. Deshalb fallen Sachleistungsverbindlichkeiten nicht unter § 12 BewG (s. Anm. 28 ff.). Auch Verpflichtungen zu wiederkehrenden Leistungen i.S. des § 13 BewG gehören nicht hierher; für ihre Bewertung gelten die Vorschriften der §§ 13–16 BewG. Obwohl die Schuld in Wech...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / f) Unverzinsliche Kapitalforderungen und Kapitalschulden

Rz. 139 § 12 Abs. 1 Satz 2 BewG sieht neben den Fällen einer hohen oder niedrigen Verzinsung auch für den Fall der fehlenden Verzinsung eine Abweichung des Wertes der Kapitalforderung oder Kapitalschuld vom Nennwert vor. § 12 Abs. 3 BewG dagegen regelt ebenfalls die Bewertung unverzinslicher Forderungen oder Schulden. § 12 Abs. 3 BewG schränkt seine Anwendung allerdings auf...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Allgemeines

Rz. 11 In § 37 Abs. 1 BewG ist der Grundsatz der Bewertung im vergleichenden Verfahren festgelegt. Ergänzend dazu ergibt sich aus § 38 Abs. 1 BewG, dass das vergleichende Verfahren grundsätzlich unter Anwendung von Vergleichszahlen durchzuführen ist. Die Vergleichszahlen sind Zahlen, die die Unterschiede der Ertragsfähigkeit der gleichen Nutzung in Bezug auf die Reinerträge...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Allgemeines

Rz. 40 Die Ertragsfähigkeit der land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen wird durch zahlreiche Umstände beeinflusst. Diese Umstände bezeichnet das BewG als Ertragsbedingungen. Dabei wird nach natürlichen und nach wirtschaftlichen Ertragsbedingungen unterschieden. Während bei den natürlichen Ertragsbedingungen die tatsächlichen Verhältnisse am Bewertungsstichtag maßgebend s...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Berichtigung nicht laufend veranlagter Steuern

Rz. 16 Tritt die aufschiebende Bedingung ein, kommt also die aufschiebend bedingte Last voll zur Entstehung, so ist nach § 6 Abs. 2 BewG i.V.m. § 5 Abs. 2 BewG (bei Bestandkraft: i.V.m. § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO, s. § 5 Anm. 6) die Festsetzung der nicht laufend veranlagten Steuern (Erbschaftsteuer, Grunderwerbsteuer) nach dem tatsächlichen Wert der entstandenen Last zu b...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 9. Pensionsverpflichtungen

Rz. 99 Auch Pensionslasten können Abschläge nach § 41 BewG rechtfertigen. Während die Belastung mit laufenden Pensionen und Pensionsanwartschaften in den Normalwerten für die forstwirtschaftlichen Nutzungen (vgl. § 55 Abs. 3 BewG) berücksichtigt sind, sind sie in den Ertragswerten landwirtschaftlicher Nutzungen nicht enthalten, da Pensionslasten nicht als gegendüblich einzu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Zweck der Vorschrift und Überblick

Rz. 1 § 36 BewG regelt allgemeingültig die Frage der anzuwendenden Bewertungsgrundsätze. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Ermittlung des Ertragswertes. Dieser wird aus einer im Wesentlichen pauschalierten Ertragsfähigkeit des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes abgeleitet. Rz. 2 Als Ertragsfähigkeit eines Betriebes gilt der bei ordnungsmäßiger und schuldenfreier Be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Bewertung des Wirtschaftsteils (Abs. 1)

Rz. 14 Die Grundsätze über die Bewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens weichen wesentlich von denen für das Grundvermögen ab. Hier wird zwar ebenfalls unter der Bezeichnung "Ertragswertverfahren" über den marktüblichen Ertrag der typisierte marktübliche Wert ermittelt (vgl. § 78 BewG). Dieser Wert nähert sich jedoch deutlicher dem gemeinen Wert der Liegensch...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Rechtslage bis zum Eintritt der Bedingung

Rz. 4 Lasten, deren Fortdauer auflösend bedingt ist, werden grundsätzlich wie unbedingte abgezogen (§ 7 Abs. 1 BewG). In dem in Anm. 1 genannten Beispiel kann somit A seine Verpflichtung bei der Besteuerung Bereicherungsmindernd abziehen. Da die Rente von der Lebenszeit der B abhängt, ist die Rente für Bewertungszwecke nach § 14 BewG zu kapitalisieren. Sind die auflösend be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Anwendungsbereich der Vergleichszahlen

Rz. 17 Die Bewertung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes erfordert es, für jede zu bewertende Nutzung Vergleichszahlen zu bestimmen. Daher muss auch für die Masse der Nutzungen, die nicht über einen Bewertungsstützpunkt abgebildet sind, jeweils eine Vergleichszahl gebildet werden. Besteht die dem Betriebsinhaber gehörende genutzte Flächeausschließlich aus einer ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Entstehung der Vorschrift

Rz. 8 Die Vorschrift des § 6 BewG befand sich früher in § 149 AO. Sie ist durch die VO v. 1.12.1930 unverändert in das BewG 1931 (dort § 5) übernommen worden und lautete damals: "Lasten, die vom Eintritt einer aufschiebenden Bedingung abhängen, werden nicht berücksichtigt. Tritt die Bedingung ein, so ist die Veranlagung auf Antrag entsprechend zu berücksichtigen." Diese Vorsc...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Zweck und Regelungsinhalt der Vorschrift

Rz. 1 § 41 BewG eröffnet die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen den nach § 40 BewG ermittelten Vergleichswert für die landwirtschaftliche, weinbauliche und gärtnerische Nutzung durch Abschläge oder Zuschläge an solche Umstände anzupassen, die bei der pauschalen Ermittlung der Vergleichswerte nicht berücksichtigt werden konnten. Dabei wird die Möglichkeiten von Ab...mehr