Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Verfassungsrechtliche Überlegungen

Rz. 38 Nach einer Entscheidung des BFH v. 13.6.1974 sind die Bestimmungen des § 36 BewG sachlich gerechtfertigt und damit verfassungsrechtlich unbedenklich. Die Abweichungen von der Grundregel der §§ 9 und 10 BewG, die die Bewertung mit dem gemeinen Wert vorschreiben, durften also für die Bewertung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe durch einen anderen Bewertungsm...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Sachlicher, persönlicher und zeitlicher Anwendungsbereich der Vorschrift

Rz. 10 § 137 BewG bezieht sich auf Unternehmen mit Hauptniederlassung im Beitrittsgebiet (= neue Bundesländer), die auf den 1.7.1990 eine DM-Eröffnungsbilanz zu errichten hatten. Die bei der Erstellung der DM-Eröffnungsbilanz zu beachtenden (Sonder-)Vorschriften enthält das Gesetz über die Eröffnungsbilanz in Deutscher Mark und die Kapitalneufestsetzung (DMBilG). Rz. 11 Bei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Umrechnung der Vergleichszahlen in Ertragswerte (Abs. 2)

Rz. 22 § 40 Abs. 2 BewG geht von der objektiven Ertragsfähigkeit eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes auf der Grundlage der Wertverhältnisse zum 1.1.1964 aus. Die tatsächlich erzielten Erträge spielen ebenso wenig eine Rolle, wie die konkreten Anbaumethoden oder die botanische Einordnung der angebauten Kulturpflanzen oder eine gemeinschaftsrechtliche Zuordnung, d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Die wirtschaftlichen Ertragsbedingungen

Rz. 59 Bei den wirtschaftlichen Ertragsbedingungen wird zwischen solchen unterschieden, die entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen der jeweiligen Nutzung berücksichtigt werden, und solchen, bei denen die in der Gegend als regelmäßig anzusehenden Verhältnisse unterstellt werden. Rz. 60 Wirtschaftliche Ertragsbedingungen, die mit den tatsächlichen Verhältnissen der einz...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Beispiele für aufschiebend bedingte Lasten (Rechtsprechung)

Rz. 21 Durch §§ 98a Satz 2, 109 BewG a.F. und § 109 BewG (ab 1.1.2009), der auf § 11 Abs. 2 BewG verweist, ist die Rechtsprechung zum Abzug aufschiebend bedingter Lasten im Betriebsvermögen an sich überholt, s. Anm. 3. Die Entscheidungen enthalten indes zumeist allgemeine Erwägungen zur Rechtsnatur und Bedeutung von Bedingungen, die über den Bereich des Betriebsvermögens hi...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Rechtslage bis zum Eintritt der Bedingung

Rz. 3 Der auflösend bedingte Erwerb wird steuerlich zunächst wie ein unbedingter Erwerb behandelt und dem Erwerber voll zugerechnet (§ 5 Abs. 1 Satz 1 BewG). Hieraus ergibt sich, dass im obigen Beispiel Anm. 1 der Witwe A zunächst der ganze Vermögensanfall zugerechnet werden muss. Rz. 4 Besteht der Vermögenserwerb in dem Recht auf wiederkehrende Nutzungen von unbestimmter D...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Berechnung bei Tilgung in Raten

Rz. 163 Wenn eine unverzinsliche Kapitalforderung oder Kapitalschuld, die unter § 12 Abs. 3 BewG fällt, in Raten getilgt wird, ist vom Mittelwert einer jährlich vorschüssigen und jährlich nachschüssigen Zahlungsweise auszugehen (§ 12 Abs. 1 Satz 2 BewG). Die Jahresleistungen sind daher stets in der Jahresmitte anzusetzen und unterjährig ist eine lineare Abzinsung zu berücks...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Laufzeit mehr als ein Jahr

Rz. 155 Bei der Voraussetzung der Laufzeit einer unverzinslichen Forderung von mehr als einem Jahr ergibt sich die Frage, ob die Gesamtlaufzeit der Forderung oder die am Bewertungsstichtag bzw. Veranlagungszeitpunkt noch bestehende Restlaufzeit, maßgebend ist. Für das Bewertungssteuerrecht gilt das sog. Stichtagsprinzip. Danach sind für die Erfüllung des Gesetzestatbestande...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Zweck der Vorschrift und Übersicht

Rz. 1 § 38 BewG enthält die Grundsätze, nach denen die Vergleichszahlen für die einzelnen Nutzungen und Nutzungsteile zu ermitteln sind. Dabei sind die Vorschriften ausschließlich für das vergleichende Verfahren anzuwenden, gelten dort jedoch sowohl für die Ermittlung der Vergleichszahlungen der Bewertungsstützpunkte (vgl. dazu § 39 BewG und die entsprechenden Erläuterungen...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Zweck der Vorschrift

Rz. 1 Für die Ermittlung der Einheitswerte ist es erforderlich, einen bestimmten Stichtag zu bestimmen. Auf diesen Stichtag wird die Wertermittlung durchgeführt. Um diese Folge sicherzustellen, ist über § 35 BewG geregelt, dass die für die Bewertung maßgebenden Parameter zum Feststellungszeitpunkt ermittelt werden müssen. Umstände, die am Bewertungsstichtag nicht vorliegen,...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Schulden

Rz. 47 Schulden sind ebenso wie Forderungen grundsätzlich mit dem Nennwert zu bewerten; der Nennwert bildet die Regel. Ein Abgehen von dieser Regel kommt nur in Betracht, wenn "besondere Umstände" i.S. des § 12 Abs. 1 BewG zu einer höheren oder geringeren Bewertung Anlass geben. Rz. 48 Kapitalschulden in fremder Währung sind mit dem Umrechnungskurs in EURo vom Bewertungssti...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Zweck der Vorschrift und Übersicht

Rz. 1 § 39 BewG dient dazu, das Verfahren zur Ermittlung der Vergleichszahlen transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Der Gesetzgeber setzt dabei auf fachkundige Gremien, die die entsprechenden Werte für die einzelnen räumlichen Bereiche ermitteln. Die über die Vorschrift installierten Bewertungsstützpunkte ersetzen die nach dem BewG 1934 noch notwendigen Vergleichsbe...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Berechnung des Unter- oder Überbestandes

Rz. 88 Abschn. 2.20 Abs. 3 BewRL gibt die Berechnungsschritte für die Ermittlung des Unter- oder Überbestandes an Vieh und die daraus resultierenden Zu- oder Abschläge detailliert vor. Danach istmehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Rechtsverordnung für die weinbauliche Nutzung

Rz. 42 Die zweite Verordnung zur Durchführung des § 39 Abs. 1 BewG enthält die Vergleichszahlen der Hauptbewertungsstützpunkte für die weinbauliche Nutzung (WZV). Sie führt in einer Zusammenstellung die Lagenvergleichszahlen je Ar auf und ist nach Ländern und innerhalb der Länder nach Oberfinanzdirektionen geordnet. Die Hauptbewertungsstützpunkte und das jeweilige Finanzamt...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Berücksichtigung der Ertragsbedingungen (Abs. 3)

Rz. 34 Die Vorschrift des § 36 Abs. 3 BewG stellt aus Gründen der Systematik schon bei den Bewertungsgrundsätzen heraus, dass bei Beurteilung der Ertragsfähigkeit die Ertragsbedingungen zu berücksichtigen sind. Unwesentliche Ertragsbedingungen bleiben unberücksichtigt, damit das vergleichende Verfahren nicht zu sehr erschwert wird. Welche Ertragsbedingungen bei Beurteilung ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Ermittlung des Vergleichswerts (Abs. 1)

Rz. 15 Zur Umrechnung der Vergleichszahlen in Werte muss zunächst der den Vergleichszahlen zukommende Ertragswert festgelegt werden. Für die Hauptfeststellung 1964 ist dies in § 40 Abs. 2 BewG geschehen. Die dort genannten Werte für 100 Vergleichszahlen beziehen sich auf die aus Abschn. 1.17 Abs. 4 BewRL übernommenen Flächen. Bei landwirtschaftlichen Nutzungen beträgt diese...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Unterscheidung zwischen laufend und nicht laufend veranlagten Steuern

Rz. 15 Tritt die Bedingung ein, d.h. entsteht die bisher aufschiebend bedingte Last unbedingt, so stellt sich die Frage nach den steuerlichen Folgen. Die Regelung hierüber (§ 6 Abs. 2 BewG) entspricht aufgrund des Verweises derjenigen, die für den auflösend bedingten Erwerb (§ 5 Abs. 2 BewG) getroffen ist. Auch hier muss zwischen laufend veranlagten Steuern und nicht laufend...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Versicherungsansprüche, für die der Versicherungsfall eingetreten ist

Rz. 179 Bei allen Versicherungsarten entsteht mit dem Eintritt des Versicherungsfalls der Anspruch des Versicherten auf die Versicherungsleistung. Dieser Anspruch unterlag bis einschließlich 1996 auch der Vermögensbesteuerung. Das gilt sowohl für die Schadensversicherungen als auch für die Personenversicherungen. Derartige Versicherungsansprüche (d.h. also Ansprüche, die am...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Sonstige Ausnahmen vom Stichtagsprinzip

Rz. 36 Das Stichtagsprinzip wird allerdings auch außerhalb der Regelungen für umlaufende Betriebsmittel nicht immer folgerichtig durchgehalten. Auch die Rechtsprechung verhält sich hier nicht konsequent. So hat der BFH die in Abschn. 2.16 BewRL getroffene Regelung, bei der Ermittlung des Wirtschaftswertes eines Betriebes der Land- und Forstwirtschaft mit landwirtschaftliche...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Abweichendes Bodennutzungssystem

Rz. 109 Ein von der jeweiligen Norm abweichendes Bodennutzungssystem kann in besonders gelagerten Fällen einen Abschlag nach § 41 BewG rechtfertigen, wenn die entsprechenden prozentualen und betragsmäßigen Grenzen eingehalten werden. Allerdings sind dafür die Hürden recht hoch angelegt. Rz. 110 Grundsätzlich gehört das Bodennutzungssystem und das Kulturartenverhältnis zu de...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / hh) Umstände, die keine Wertminderung begründen

Rz. 109 Die Bewertung einer dinglich nicht gesicherten Schuldscheinforderung gegen eine Stadt unter dem Nennwert kann nicht schon deshalb in Frage kommen, weil sich die Schuldnerin – die Stadt – in vorübergehenden Zahlungsschwierigkeiten befindet. Rz. 110 Bei Forderungen, deren dingliche Sicherheit zur Befriedigung des Gläubigers ausreicht, haben Schwierigkeiten des Schuldn...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Halbierung der Zuschläge für verstärkte Tierhaltung

Rz. 130 Mit Wirkung vom 19.7.1989 wurde durch das Gesetz zur Förderung der bäuerlichen Landwirtschaft § 41 BewG um einen Absatz 2a erweitert. Obwohl diese Vorschrift im Gesetzentwurf der Bundesregierung noch nicht enthalten war, wurde sie trotz bestehender Bedenken auf Empfehlung des Bundestags-Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in das Gesetz aufgenommen....mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Vergleichende Bewertung der landwirtschaftlichen Nutzung

Rz. 100 Abschn. 2.19 Abs. 2 BewRL lässt für die Bewertung der Masse der landwirtschaftlichen Nutzungen Vereinfachungen zu. Durch solche Vereinfachungen werden die Grundsätze der vergleichenden Bewertung nicht verletzt, insbesondere kann nicht geltend gemacht werden, dass in der Anwendung von Vereinfachungsregeln ein Verstoß gegen die Ermittlung des Ertragswertes i.S. des § ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. § 137 Nr. 2 BewG: Kapitalentwertungskonto

Rz. 67 Nach § 26 Abs. 1 DMBilG haben Unternehmen i.S. des § 24 Abs. 1 Satz 1 DMBilG (vgl. dazu Anm. 49) als Eigenkapital den Betrag auszuweisen, um den der Gesamtbetrag der auf der Aktivseite der Eröffnungsbilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände einschließlich der nach dem DMBilG einzustellenden Sonderposten und der Rechnungsabgrenzungsposten höher ist als der Gesamtbetra...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Entstehung der Vorschrift

Rz. 2 Die Vorschrift des § 5 BewG befand sich früher in § 148 RAO. Sie ist durch die VO v. 1.12.1930 in das BewG 1931 (dort § 4) übernommen worden. Bei dieser Gelegenheit sind die Worte "dies gilt nicht für die Veranlagung der laufenden Steuern" (neu) eingefügt worden. Die Begründung hierzu bemerkt nur, dass die Vorschrift, nach der im Fall des Eintritts der Bedingung die V...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Besondere Umstände

aa) Begriff Rz. 74 Eine Bewertung von Kapitalforderungen und Schulden abweichend vom Nennwert ist zulässig, wenn "besondere Umstände" einen höheren oder geringeren Wert begründen (§ 12 Abs. 1 BewG). Rz. 75 Eine begriffliche Bestimmung, was als besonderer Umstand i.S. dieser Vorschrift anzusehen ist, findet sich im Bewertungsgesetz nicht. Es erscheint auch nicht möglich, eine...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Begriffsbestimmung

a) Allgemeines Rz. 149 § 12 Abs. 3 Satz 1 BewG wurde inhaltlich zuletzt durch das VStRG geändert. Während nach der früheren Fassung die Bewertungsvorschrift auf "unverzinsliche befristete" Forderungen und Schulden anzuwenden war, gilt sie nach der seit dem 1.1.1974 geltenden Fassung für "unverzinsliche Forderungen oder Schulden, deren Laufzeit mehr als ein Jahr beträgt und d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Sonderfall 1: Uneinbringliche Forderung (Abs. 2)

1. Begriffsbestimmung Rz. 143 Die unterste Grenze von zweifelhaften Forderungen ist die Uneinbringlichkeit. Forderungen, die uneinbringlich sind, bleiben außer Ansatz, da sie wertlos sind (§ 12 Abs. 2 BewG). Zu beachten ist, dass § 12 Abs. 2 BewG nicht Kapitalforderungen, sondern ganz allgemein „Forderungen“ nennt. Deshalb fallen unter § 12 Abs. 2 BewG nicht nur Kapitalforde...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Berechnung des Wertes

Rz. 161 Auch für die Bewertung unverzinslicher Kapitalforderungen oder Kapitalschulden gilt der gleich lautende Ländererlass vom 10.10.2010. aa) Berechnung bei Tilgung in einem Betrag Rz. 162 Unverzinsliche Kapitalforderungen oder Kapitalschulden, die in einem Betrag fällig werden Beispiel 1:mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Sonderfall 3: Noch nicht fällige Ansprüche aus Lebens-, Kapital- oder Rentenversicherungen (Abs. 4)

1. Zweck des § 12 Abs. 4 BewG Rz. 168 § 12 Abs. 4 BewG bestimmt, wie noch nicht fällige Ansprüche aus Lebens-, Kapital- oder Rentenversicherungen zu bewerten sind. Die Vorschrift des § 12 Abs. 4 BewG stammt aus dem preußischen Ergänzungs-Steuergesetz (§ 15) und ist von dort aus über die AO 1919 (§ 143 Abs. 4) in das BewG übernommen worden (RBewG 1931 = § 16 Abs. 4; BewG 1934...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Bewertungsrechtliche Behandlung

1. Entstehung der Vorschrift Rz. 3 Die Vorschrift des § 7 BewG befand sich früher in § 150 AO. Sie ist durch die VO v. 1.12.1930 in das BewG 1931 (dort § 6) übernommen worden. Bei dieser Gelegenheit sind die Worte "dies gilt nicht für die Veranlagung der laufenden Steuern" neu eingefügt worden. Die Begründung hierzu bemerkte nur, dass die Vorschrift, nach der im Fall des Ein...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Grundaussagen und historische Daten der Vorschrift

1. Inhalt/Zweck der Vorschrift Rz. 1 § 12 BewG ist eine reine Bewertungsvorschrift. Er regelt dementsprechend nur, wie Kapitalforderungen und Schulden sowie noch nicht fällige Ansprüche aus Lebens-, Kapital- und Rentenversicherungen zu bewerten sind, wenn feststeht, dass sie steuerlich zu erfassen bzw. abzusetzen sind. Rz. 2 Die Frage, ob und ggf. unter welchen Voraussetzung...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Grundaussagen und historische Daten der Vorschrift

1. Inhalt/Zweck der Vorschrift a) Begriff der aufschiebend bedingten Last Rz. 1 Die aufschiebend bedingte Last bildet das Gegenstück zu dem aufschiebend bedingten Erwerb, § 4 BewG. Unter Lasten fallen Verpflichtungen jeder Art, also nicht nur Schulden, sondern auch wiederkehrende Leistungen wie Rentenverpflichtungen und andere wiederkehrende Leistungen. Erfasst werden nur rec...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Begriffsbestimmung

a) Kapitalforderungen aa) Allgemeines Rz. 27 Der Begriff: "Kapitalforderungen" ist weder im bürgerlichen Recht noch im Steuerrecht gesetzlich definiert. Unter "Kapitalforderungen" i.S. des § 12 BewG sind solche Forderungen zu verstehen, die auf Geld oder Geldeswert gerichtet sind. Rz. 28 Zu den Kapitalforderungen gehören die folgenden Gegenstände: Darlehensforderungen, Spar- un...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Bewertung

a) Allgemeines Rz. 38 Die Bewertung von Kapitalforderungen und Kapitalschulden sowie von Ansprüchen/Lasten bei wiederkehrenden Nutzungen und Leistungen ab dem 31.12.2009 für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer haben die obersten Finanzbehörden der Länder durch gleich lautende Erlasse v. 10.10.2010 geregelt. Rz. 39 Einstweilen frei. b) Maßgeblicher Zeitpunkt Rz. 40 Bei d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Hauptbewertungsstützpunkte (Abs. 1)

1. Allgemeines Rz. 18 Der Hektarwert eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes wird mit Hilfe der für die einzelne Nutzung im vergleichenden Verfahren ermittelten Vergleichszahl aus dem für 100 Vergleichszahlen rechtsverbindlich festgesetzten Ertragswert abgeleitet. Zur Sicherung der Gleichmäßigkeit der Bewertung werden vorweg in einzelnen Betrieben mit Gegend üblichen...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Wirkung des Eintritts der Bedingung

1. Unterscheidung zwischen laufend und nicht laufend veranlagten Steuern Rz. 15 Tritt die Bedingung ein, d.h. entsteht die bisher aufschiebend bedingte Last unbedingt, so stellt sich die Frage nach den steuerlichen Folgen. Die Regelung hierüber (§ 6 Abs. 2 BewG) entspricht aufgrund des Verweises derjenigen, die für den auflösend bedingten Erwerb (§ 5 Abs. 2 BewG) getroffen is...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Landes- und Ortsbewertungsstützpunkte (Abs. 2)

1. Landwirtschaftliche Vergleichszahlen Rz. 57 § 39 Abs. 2 BewG ermöglicht es, neben den Hauptbewertungsstützpunkten weitere Bewertungsstützpunkte als Landesbewertungsstützpunkte und Ortsbewertungsstützpunkte zu bilden und für sie Vergleichszahlen zu ermitteln. So wird ein dichtes Netz von Bewertungsstützpunkten im gesamten Bundesgebiet geschaffen, das eine gleichmäßige Ermi...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Schrifttum:

Günther, Abbauflächen als landwirtschaftliches Vermögen, ErbStB 2008, 276; Hutmacher, Abbau von Bodenschätzen auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen, ZNotP 2008, 443; Kilches, Grundstücke als land- und forstwirtschaftliches Vermögen trotz Überlassung zum Braunkohleabbau, BFH-PR 2008, 441; Walter, Grundbesitzbewertung bei Abbau- und Substanzbetrieben, INF 2005, 457.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Die Ertragsbedingungen (Abs. 2)

1. Allgemeines Rz. 40 Die Ertragsfähigkeit der land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen wird durch zahlreiche Umstände beeinflusst. Diese Umstände bezeichnet das BewG als Ertragsbedingungen. Dabei wird nach natürlichen und nach wirtschaftlichen Ertragsbedingungen unterschieden. Während bei den natürlichen Ertragsbedingungen die tatsächlichen Verhältnisse am Bewertungssticht...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Begriff und Umfang des Nebenbetriebs

1. Grundsätze zum land- und fortwirtschaftlichen Betrieb Rz. 10 Land- und Forstwirtschaft ist die planmäßige Nutzung der natürlichen Kräfte des Bodens zur Erzeugung von Pflanzen und Tieren sowie die Verwertung der dadurch selbstgewonnenen Erzeugnisse. Als Boden i.S. des Satzes 1 gelten auch Substrate und Wasser. Ob eine land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit vorliegt, ist ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Be- und Verarbeitungsbetriebe

a) Allgemeines Rz. 56 Be- und Verarbeitungsbetriebe als Nebenbetriebe der Land- und Forstwirtschaft sind Betriebe, in denen die im Hauptbetrieb gewonnenen Erzeugnisse be- oder verarbeitet und verwertet werden. Als Beispiele sind zu nennen: Molkereien, Käsereien, Betriebe zur Einlegung und Konservierung von Kraut, Gurken, Spargel, Gemüse, zur Herstellung von Kartoffelflocken,...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Anwendungsbereich

Rz. 2 Seit dem Wegfall der Vermögensteuer spielen auflösend bedingte Lasten nur noch bei der Erbschaftsteuer eine Rolle (§ 12 Abs. 1 ErbStG).mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Einzelfälle

1. Wohnteil Rz. 28 Ein Abschlag oder Zuschlag wegen eines Unterbestandes oder Überbestandes an Gebäuden kommt nur für solche Gebäude in Betracht, die zum Wirtschaftsteil gehören. Dabei handelt es sich um Gebäude, die nicht besonders bewertet werden, sondern im Vergleichswert der einzelnen Nutzung mit erfasst sind. Hierzu gehören im Wesentlichen die Wirtschaftsgebäude einschl...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Verhältnisse zum Feststellungszeitpunkt

1. Allgemeines Rz. 11 Die Einheitswerte für die Betriebe der Land- und Forstwirtschaft werden auf einen bestimmten Zeitpunkt festgestellt. Hierbei handelt es sich um den so genannten Feststellungszeitpunkt. Dieser ist, gleichgültig ob es sich um eine Hauptfeststellung, Fortschreibung oder Nachfeststellung handelt, stets der Beginn eines Kalenderjahres. Die Feststellung des E...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Kapitalforderungen

aa) Allgemeines Rz. 27 Der Begriff: "Kapitalforderungen" ist weder im bürgerlichen Recht noch im Steuerrecht gesetzlich definiert. Unter "Kapitalforderungen" i.S. des § 12 BewG sind solche Forderungen zu verstehen, die auf Geld oder Geldeswert gerichtet sind. Rz. 28 Zu den Kapitalforderungen gehören die folgenden Gegenstände: Darlehensforderungen, Spar- und Bankguthaben, Lohn- ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Bewertungsgrundsatz, Ansatz des Nennwertes

aa) Kapitalforderungen Rz. 44 Kapitalforderungen sind grundsätzlich mit dem Nennwert zu bewerten (§ 12 Abs. 1 BewG). Nennwert ist der Betrag, den nach dem Inhalt des Schuldverhältnisses der Gläubiger fordern kann und demgemäß der Schuldner entrichten muss. Rz. 45 Diese Vorschrift findet ihre Begründung darin, dass Kapitalforderungen nicht wie andere Wirtschaftsgüter (z.B. Wa...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 10. Sonstige Umstände

a) Grundsteuerbelastung Rz. 104 Die nachhaltige Belastung mit Grundsteuer gehört zu den Belastungen, die bei der Ermittlung des Ertragswerts zu berücksichtigen sind. Weicht die tatsächliche Belastung durch Grundsteuer wesentlich von der Belastung ab, die beim Vergleich der Ertragsbedingungen, also bei der Ermittlung der Vergleichszahl berücksichtigt worden ist, so ist dem Gr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Sonderfall 2: Unverzinsliche Forderungen und Schulden (Abs. 3)

1. Begriffsbestimmung a) Allgemeines Rz. 149 § 12 Abs. 3 Satz 1 BewG wurde inhaltlich zuletzt durch das VStRG geändert. Während nach der früheren Fassung die Bewertungsvorschrift auf "unverzinsliche befristete" Forderungen und Schulden anzuwenden war, gilt sie nach der seit dem 1.1.1974 geltenden Fassung für "unverzinsliche Forderungen oder Schulden, deren Laufzeit mehr als e...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / e) Berechnung des Wertes bei hoher oder niedriger Verzinsung

aa) Allgemeines Rz. 121 Bei der Ermittlung des Zu- oder Abschlags auf den Nennwert einer Kapitalforderung oder Kapitalschuld ist die sich ergebende Zinsdifferenz für die gesamte Laufzeit des Darlehens zu errechnen. Nach dem gleich lautenden Ländererlass vom 10.10.2010 werden je nachdem, ob die Tilgung in einem Betrag, in gleichen Raten oder in Annuitäten erfolgt, Vervielfält...mehr