Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin Charta der Vielfalt e. V.

Bilderserie 02.06.2014 Statements zum 2. Deutscher Diversity-Tag
Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin Charta der Vielfalt e. V.
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Die Entwicklung von Diversity Management in Unternehmen und Institutionen ist erfreulich positiv. Schon allein an den Zahlen der Initiative Charta der Vielfalt ist ablesbar, dass das Thema seit Gründung der Initiative an großer Relevanz gewonnen hat: Bis heute haben 1800 Organisationen aus allen Segmenten und in allen Größen mit insgesamt 6,9 Millionen Beschäftigten die Selbstverpflichtung unterzeichnet und es finden dieses Jahr mehr als 500 Aktionen zum 2. Deutschen Diversity-Tag statt. Allerdings drehen sich Diskussion und Maßnahmen aus meiner Sicht zu sehr um einzelne Dimensionen, wie zum Beispiel Frauen und Integration, anstatt Diversity als ein Kultur-Thema in der Organisation ganzheitlich zu betrachten. Da die Herangehensweise an das Thema sowie die Dynamik und Qualität der Umsetzung von Organisation zu Organisation sehr unterschiedlich sind, lässt sich kaum eine Gesamtbewertung abgeben. Einige sind noch ganz am Anfang, andere verfolgen die Strategie bereits seit Jahren und manche haben von dem Thema noch nichts gehört. Diversity Management ist ein Prozess und kein Projekt, es sollte in der Unternehmensstrategie, wie bei allen Change-Projekten, immer mit beachtet werden. Ich würde mir wünschen, dass Diversity Management Teil jeder Organisationsstrategie ist, und nicht nur als reines HR-Thema gesehen wird. Diversity Management betrifft das Kundengeschäft und die Produktentwicklung ebenso wie die Personalentscheidungen.


Schlagworte zum Thema:  Diversity, Recruiting, Fachkräftemangel