Kurzbeschreibung
Muster aus: AnwaltFormulare, Heidel/Pauly, 11. Aufl. 2026 (Deutscher Anwaltverlag)
Muster 41.17: Einstellung wegen geringer Schuld (§ 153 Abs. 1 StPO)
Staatsanwaltschaft _________________________
Az. _________________________
In dem Ermittlungsverfahren gegen _________________________ wegen _________________________
wird angeregt, das Verfahren vor Anklageerhebung nach § 153 Abs. 1 StPO einzustellen.
Begründung:
Herr A räumt ein, Herrn B mit dem Staubwedel geschlagen zu haben. Zu bedenken ist aber, dass das Verschulden des Herrn A aufgrund des nicht zu vernachlässigenden Mitverschuldens des Herrn B als derart gering einzustufen ist, dass die Voraussetzungen für eine Einstellung nach § 153 Abs. 1 StPO vorliegen.
Sowohl die Sachbeschädigung als auch die gefährliche Körperverletzung sind Vergehen.
Ein allgemeines öffentliches Verfolgungsinteresse erübrigt sich hier aufgrund des höchstpersönlichen Charakters der Auseinandersetzung. Es kann weder ein Interesse der Allgemeinheit an diesem speziellen Fall bejaht werden, noch sind außergewöhnliche Tatfolgen zu verzeichnen. Die eingetretenen Schäden sind überwiegend auf der Seite von Herrn A zu verzeichnen, dessen Hausfrieden, Ehe und Familienleben durch das Handeln von Herrn B beeinträchtigt wurden.
_________________________ (Darlegen des näheren Sachverhalts, Denkzettel, keine blinde Rache, Staubwedel kein gefährliches Werkzeug, …)
Das Fahrrad hatte nur einen leichten Sachschaden, der unterdessen im Auftrag und auf Kosten des Herrn A repariert wurde. Für eine vollumfängliche Schadenswiedergutmachung hat Herr A mithin Sorge getragen.
Eine Gesamtbetrachtung aller für Herrn A sprechenden Umstände ergibt, dass sein Tatmotiv Ausdruck von Verzweiflung und einer emotionalen Krise war, zu der Herr B maßgeblich beigetragen h...