Leitsatz
Die in § 36 Abs. 4 KStG 2002 i.d.F. des § 34 Abs. 13f KStG 2002 i.d.F. des JStG 2010 getroffene Regelung zur Umgliederung der Teilbeträge des vEK in ein KSt-Guthaben ist mit dem Grundgesetz vereinbar (Bestätigung des Senatsurteils vom 20.4.2011, I R 65/05, BStBl II 2011, 983, BFH/NV 2012, 130; BFH/PR 2012, 543).
Normenkette
§ 36 Abs. 4, § 34 Abs. 13f KStG 2002 i.d.F. des JStG 2010, Art. 3 Abs. 1 GG
Sachverhalt
Die Klägerin ist eine Bank in der Rechtsform einer eG. Das FA erließ ihr gegenüber auf den 31.12.2001 Bescheide über die gesonderte Feststellung der Endbestände gemäß § 36 Abs. 7 KStG 1999 i.d.F. StSenkG vom 23.10.2000 (BGBl I 2000, 1433, BStBl I 2000, 1428) – KStG 1999 n.F. – und die gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen gemäß § 27 Abs. 2, § 28 Abs. 1 Satz 3 und § 38 Abs. 1 KStG 1999 n.F. In diesen Bescheiden wurden die Teilbeträge des vEK zum Ende des Wirtschaftsjahres, für welches das KStG 1999 letztmalig anwendbar war, wie folgt festgestellt: Mit 45 % KSt belastetes vEK (EK 45) = 20.806.782 DM; mit 40 % KSt belastetes vEK (EK 40) = 596.329 DM; mit 30 % KSt ermäßigt belastetes vEK (EK 30) = 1.012.788 DM; nicht mit KSt belastetes vEK (EK 02) = ./. 5.786.531 DM; nicht mit KSt belastetes vEK (EK 03) = 4.581.351 DM; nicht mit KSt belastetes vEK (EK 04) = 2.028.800 DM.
Auf dieser Basis wurden sodann das EK 45 in EK 40 einerseits und negatives EK 02 andererseits umgegliedert, das daraufhin bestehende negative EK 02 mit dem positiven EK 03, dem EK 30 und schließlich dem EK 40 verrechnet und das danach verbleibende EK 40 in ein KSt-Guthaben umgerechnet.
Nachdem das BVerfG die Regelungen zum Übergang vom Anrechnungsverfahren in das sog. Halbeinkünfteverfahren für zumindest teilweise verfassungswidrig befunden hatte (s. dazu in den Praxis-Hinweisen sub ...