Ewald Dötsch
, Helmut Krämer
Tz. 29
Stand: EL 62 – ET: 02/2008
Durch den Ausschluss der anderen Ausschüttungen (vGA) und sonstigen Leistungen von der KSt-Minderung wirkt § 37 Abs 2 KStG im Ergebnis wie eine Reihenfolgevorschrift für die Verwendung (s Tz 14). Sie verdrängt die Finanzierung dieser Auskehrungen auf die anderen "Finanzierungstöpfe", nämlich (in dieser Reihenfolge) auf das neutrale Vermögen, auf das EK 02 und auf das stliche Einlagekonto.
Die nachstehenden Beispiele zeigen anhand von vGA die Folgewirkungen auf, die sich aus der Sperrung des KSt-Guthabens für diese Leistungen ergeben.
Beispiel:
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KSt-Guthaben |
Neutrales Vermögen |
EK 02 |
| Bestände |
20 (entspr einem EK 40 von 120) |
0 |
180 |
Treffen in einem Wj GA, die auf einem den gesellschaftsrechtlichen Vorschriften entspr Gewinnverteilungsbeschl beruhen und andere Ausschüttungen (vGA) zusammen, die mit dem VEK zum gleichen Stichtag zu verrechnen sind, gilt hinsichtlich ihrer Verrechnung das zu dem nachstehenden Beispiel Gesagte. Da die §§ 37 und 38 KStG jeweils eigenständige, nicht mathematisch miteinander verbundene Regelungen iSd § 28 Abs 3 KStG 1999 enthalten, ergibt sich grds kein Reihenfolgeproblem hinsichtlich der Verrechnung (dazu auch s Lang, DB 2001, 2110, 2114).
Tz. 30
Stand: EL 62 – ET: 02/2008
Beispiel:
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KSt-Guthaben |
Neutrales Vermögen |
EK 02 |
| Bestände |
20 (entspr einem EK 40 von 120) |
0 |
180 |
Die Kap-Ges leistet eine oGA iHv 60 und eine vGA iHv 40. UE ergibt sich die folgende KSt-Ausschüttungsbelastung:
- KSt-Minderung: 1/6 von 60 = 10,
- KSt-Erhöhung lt Differenzrechnung gem § 38 Abs 1 S 4 KStG.
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Tz. 31
Stand: EL 62 – ET: 02/2008
Während der 18-jährigen Übergangszeit kann eine GA gleichzeitig eine KSt-Minderung (nur bei oGA möglich), eine KSt-Erhöhung und eine Einlageverwendung auslösen (s Schr des BMF v 06.11.2003, BStBl I 2003, 575 Rn 48; da...