Entscheidungsstichwort (Thema)
Ermittlung der monatlichen regelmäßigen tariflichen Arbeitszeit eines Werksfeuerwehrmanns. Überschreitung der regelmäßigen Arbeitszeit nach § 16 Nr. 1.7. MRTV
Leitsatz (amtlich)
Aus § 6 Nr. 1.7. Mantelrahmentarifvertrag vom 23. August 2018 für Sicherheitsdienstleistungen in der Bundesrepublik Deutschland (MRTV) ergibt sich, dass die regelmäßige monatliche Arbeitszeit des Klägers als Werksfeuerwehrmann, der in 24-Stundenschichten eingesetzt ist, 288 Stunden beträgt. Dabei handelt es sich um die Regelarbeitszeit im Sinne des § 6 Nr. 1.1. MRTV. Mehrarbeitszuschläge sind erst ab der 289. Stunde zu zahlen.
Leitsatz (redaktionell)
Für eine Überschreitung der regelmäßigen tariflichen Arbeitszeit genügt es, dass der Arbeitnehmer die Mehrarbeit durch eine der möglichen Formen von Arbeit i.S.d. § 3 ArbZG, also Arbeit, Arbeitsbereitschaft oder Bereitschaftsdienst, geleistet hat.
Normenkette
MRTV v. 23.08.2018 für Sicherheitsdienstleistungen in der Bundesrepublik Deutschland § 6; METV v. 09.02.2006 für Wach- und Sicherheitsunternehmen § 2; ArbZG § 2 Abs. 1 S. 1; ArbZG § 3 Abs. 1; ArbZG § 7 Abs. 1 Nr. 1a; FwG BW § 19 Abs. 2 S. 3; MRTV v. 23.08.2018 für Sicherheitsdienstleistungen in der Bundesrepublik Deutschland § 6 Nr. 1.1; MRTV v. 23.08.2018 für Sicherheitsdienstleistungen in der Bundesrepublik Deutschland § 6 Nr. 1.7
Verfahrensgang
ArbG Villingen-Schwenningen (Entscheidung vom 26.01.2021; Aktenzeichen 2 Ca 236/20)
Nachgehend
BAG (Urteil vom 29.03.2023; Aktenzeichen 5 AZR 446/21)
Tenor