Entscheidungsstichwort (Thema)
Vorlage zur Vorabentscheidung. Begriff ‚Gericht’. Strukturelle und funktionelle Kriterien. Ausübung von Gerichts- oder Verwaltungsfunktionen. Einzige nationale Regulierungsstelle für den Eisenbahnsektor. Unabhängige sektorspezifische Kontrollstelle. Befugnis zum Handeln von Amts wegen. Sanktionsbefugnis. Entscheidungen, die Gegenstand eines gerichtlichen Rechtsbehelfs sein können. Unzulässigkeit des Vorabentscheidungsersuchens
Normenkette
AEUV Art. 267; Richtlinie 2012/34/EU Art. 55; Richtlinie 2012/34/EU Art. 56
Beteiligte
CityRail
CityRail, a.s
Správa železnic
Tenor
Das Vorabentscheidungsersuchen des Úřad pro přístup k dopravní infrastruktuře (Regulierungsstelle für den Zugang zur Verkehrsinfrastruktur, Tschechische Republik) ist unzulässig.
Tatbestand
In der Rechtssache
betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Art. 267 AEUV, eingereicht vom Úřad pro přístup k dopravní infrastruktuře (Regulierungsstelle für den Zugang zur Verkehrsinfrastruktur, Tschechische Republik) mit Entscheidung vom 23. September 2020, beim Gerichtshof am selben Tag eingegangen, in dem Verfahren
CityRail, a.s.
gegen
Správa železnic, státní organizace,
Beteiligte:
ČD Cargo, a.s.,
erlässt
DER GERICHTSHOF (Große Kammer)
unter Mitwirkung des Präsidenten K. Lenaerts, des Vizepräsidenten L. Bay Larsen, des Kammerpräsidenten A. Arabadjiev, der Kammerpräsidentinnen A. Prechal und K. Jürimäe sowie des Kammerpräsidenten S. Rodin, der Richter M. Ilešič, J.-C. Bonichot (Berichterstatter), T. von Danwitz, M. Safjan und D. Gratsias, der Richterin M. L. Arastey Sahún, der Richter M. Gavalec und Z. Csehi sowie der Richterin O. Spineanu-Matei,
Generalanwalt: M. Campos Sánchez-Bordona,
Kanzler: A. Calot Escobar,
aufgrund des schriftlichen Verfahrens,
unter Berücksichtigung der Erk...