Entscheidungsstichwort (Thema)
Rechtsmittel. Kartelle. Markt für die Montage und Wartung von Aufzügen und Fahrtreppen. Haftung der Muttergesellschaft für die Kartellvergehen ihrer Tochtergesellschaft. Holdinggesellschaft. Unternehmensinternes Befolgungsprogramm (‚Compliance-Programm’). Grundrechte. Rechtsstaatliche Grundsätze bei der Festsetzung von Geldbußen. Gewaltenteilung, Gesetzmäßigkeitsgrundsatz, Rückwirkungsverbot, Vertrauensschutz und Verschuldenshaftung. Gültigkeit. Rechtmäßigkeit der Leitlinien der Kommission von 1998
Normenkette
Verordnung (EG) Nr. 1/2003 Art. 23 Abs. 2
Beteiligte
Schindler Holding u.a. / Kommission
Europäische Kommission
Schindler Sàrl
Schindler Holding Ltd
Schindler Management AG
Schindler SA
Schindler Liften BV
Schindler Deutschland Holding GmbH
Tenor
1. Das Rechtsmittel wird zurückgewiesen.
2. Die Schindler Holding Ltd, die Schindler Management AG, die Schindler SA, die Schindler Sàrl, die Schindler Liften BV und die Schindler Deutschland Holding GmbH tragen neben ihren eigenen Kosten die Kosten der Europäischen Kommission.
3. Der Rat der Europäischen Union trägt seine eigenen Kosten.
Tatbestand
In der Rechtssache
betreffend ein Rechtsmittel nach Art. 56 der Satzung des Gerichtshofs der Europäischen Union, eingelegt am 27. September 2011,
Schindler Holding Ltd mit Sitz in Hergiswil (Schweiz),
Schindler Management AG mit Sitz in Ebikon (Schweiz),
Schindler SA mit Sitz in Brüssel (Belgien),
Schindler Sàrl mit Sitz in Luxemburg (Luxemburg),
Schindler Liften BV mit Sitz in Den Haag (Niederlande),
Schindler Deutschland Holding GmbH mit Sitz in Berlin (Deutschland),
Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte R. Bechtold und W. Bosch sowie J. Schwarze,
Rechtsmittelführerinnen,
andere Parteien des Verfahrens:
Europäische Kommission, vertreten durch R. Sau...