Die Effektivität der SWOT beruht auf der Ableitung der Handlungsstrategien
In vielen Fällen wird die SWOT-Analyse als Managementmethode im Prozess der Strategiefindung nach der SWOT-Aggregation beendet. Das Ergebnis beschränkt sich dann auf eine Auflistung von als relevant erachteten Entwicklungen in der externen Unternehmensumwelt und einigen wettbewerbsrelevanten Stärken und Schwächen des Unternehmens.
Doch damit ist erst der kleinere Teil der erzielbaren Ergebnisse realisiert. So, wie z. B. messorientierte Managementkonzepte in der Realität nur einen geringen Teil der erhofften oder versprochenen Wirkung realisieren, kann auch die SWOT nur dann ihre volle Effektivität entfalten, wenn der Analyse die Handlung folgt. Frei nach dem Motto "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" müssen die erarbeiteten Erkenntnisse in konkrete Handlungsempfehlungen überführt werden. Entgegen der in der Praxis verkürzten Anwendung der SWOT nur bis zu der Auflistung der Quadranten stellt die Identifikation der Handlungsoptionen das eigentliche Sollergebnis einer SWOT-Erstellung dar.
Abb. 5: Kombinatorische Bewertung der Einzelfaktoren
Dazu werden die einzelnen SWOTs gegeneinander verglichen und daraufhin analysiert, ob sich die einzelnen Faktoren gegenseitig verstärken, kompensieren oder in Summe andere Konsequenzen mit sich bringen. Die kombinatorische Bewertung der einzelnen Faktoren untereinander, also der Vergleich z. B. der identifizierten Stärken mit den identifizierten Chancen und Risiken, ist ein kritischer Schritt in der Ableitung von Handlungsoptionen. Denn nur durch die vergleichende Betrachtung der einzelnen Faktoren kann festgestellt werden, welche Stärken gezielt einzusetzen bzw. welche Schwächen unbedingt zu kompensieren sind, damit die identifizierten Chancen überhaupt erst ...