3.1 "What-If"-Simulation
Die "klassische" Controllersimulation dürfte die einfache Parameterveränderung sein. Diese wird häufig als "What-If"-Analyse bezeichnet. Eine simple "What-If"-Analyse ist quasi die Basisausprägung der Simulation und lässt sich mit den meisten Werkzeugen gut realisieren. Man verändert einen oder mehrere Parameter, rechnet die Modellgleichungen neu durch und kann das Ergebnis anhand der gewählten Zielgrößen betrachten. Ein Durchrechnen erfolgt idealerweise in Echtzeit. Bei größeren Modellen werden auch längere Berechnungsläufe akzeptiert.
Eine interessante Erweiterung von "What If" ist die Verwendung eines Maßnahmenschalters. Entscheidungen in Form von Parameteränderungen werden zu Bündeln zusammengefasst. Eine Produktentscheidung kann bspw. ein Entwicklungsprojekt und weitere Infrastrukturmaßnahmen nach sich ziehen. Im Rahmen des Entwicklungsprojekts sind weitere Entscheidungen zu treffen. Steht die Produktentscheidung nun zur Disposition und wird aus der aktuellen Simulation herausgenommen, sind alle Folgeentscheidungen ebenfalls zu deaktivieren. Dies wird in Simulationsmodellen mit einem Maßnahmenschalter gelöst. Formal gesehen, stellt der Maßnahmenschalter einen einfachen Parameter dar, der nur 2 Zustände (an/aus -> 0/1) annehmen kann.
3.2 Einbezug von Strukturvariationen
Es stellt sich bei der Simulation zwangsläufig die Frage nach dem Umfang der Änderung der Parameter von Simulationsmodellen. Die übliche "What-If"-Analyse bezieht die Veränderung von Parametern in Form von Absatz-, Kostenänderungen etc. mit ein. Eine Simulation kann solche Wertänderungen umfassen, allerdings auch die Veränderung der Modellgleichungen bzw. das Hinzufügen oder Weglassen ganzer Gleichungen. Aus Datenmodellsicht kann auch die Veränderung von Strukturdaten einbezogen werden. Welche Konsequenzen ergeben sich bspw. aus dem Verka...