Ist das Unternehmen in der Situation, dass die Nachfrage groß genug ist, um kostengünstige Abläufe zu installieren, bringt dies erhebliche Vorteile. Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen haben in der Regel nachgewiesen, dass effiziente Abläufe Nachteile wie z. B. höhere Lagerbestände kompensieren. Große Mengen werden produziert, um die lästigen Rüstkosten zu minimieren. Auch hier werden Lagerbestände in Kauf genommen, da sie sich schnell wieder abbauen.
Leerkosten bauen sich durch die Beibehaltung dieser Abläufe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf. Hier gilt es, alle vorhandenen Abläufe zu untersuchen und Gemeinkosten, die von großen Mengen abhängig sind, zu finden. Die Abläufe im Unternehmen müssen so verändert werden, dass sie zu den neuen Kapazitätsanforderungen passen. Optimal ist es, wenn sie sich den Veränderungen, die zu erwarten sind, von allein anpassen.
Flexible Disposition
Ein weit verbreitetes Beispiel für solche Veränderungen ist die Disposition, mit deren Hilfe der Einkauf seine Materialien und Handelswaren bestellt oder die Fertigung ihre Losgrößen plant. Im Normalfall werden Bestellungen ausgelöst, wenn bestimmte Lagerbestände unterschritten sind. Die Meldebestände, also die Bestände, die eine Bestellung auslösen, sind fix. Sie wurden einmalig berechnet und sind so konzipiert, dass sie die Nachfrage nach den Materialien und Produkten über die zu erwartende Lieferzeit decken können. Meist wird noch ein Sicherheitsbestand dazugerechnet.
Der Einfachheit halber berechnet man diese Werte einmalig und hinterlegt sie beispielsweise im IT-System. Die Praxis zeigt, dass eine Anpassung nur dann erfolgt, wenn es Lieferprobleme gegeben hat, also die Mengen zu gering waren. Sinkt nun die Nachfrage, lösen die Meldebestände Bestellungen aus, obwohl noch genügend Bestand a...