Der Bedarf an Daten für die Kundendeckungsbeitragsrechnung ist enorm. Einige der Daten werden durch die üblichen Kostenrechnungsinstrumente im täglichen Geschäft ermittelt. Andere müssen durch eigene Anstrengungen und der Verwendung moderner digitaler Unterstützung festgestellt werden.
2.1 Erlöse
Ein Kunde bezahlt i. d. R. für die Leistung des Lieferanten, das Geschäft führt zu Einnahmen. Diese müssen nicht unbedingt den vereinbarten Verkaufspreisen entsprechen. Vielmehr werden allgemeine und kundenspezifische Erlösminderungen berücksichtigt. Rabatte, Skonti und andere Minderungen sind separat zu betrachten, wenn sie vom Kundenverhalten abhängen. Im ersten Schritt werden nur solche Abzüge vom Verkaufspreis berücksichtigt, die generell für alle Kunden gelten.
2.2 Kosten der vom Kunden bezogenen Produkte
Nicht die Umsätze eines Kunden bilden die Grundlage für die Kundendeckungsbeitragsrechnung, sondern der Rohgewinn aller von diesem bezogenen Produkte. Um den Wert zu ermitteln, zieht man von den allgemeinen, artikelbezogenen Erlösen die Herstell- oder die Beschaffungskosten ab. Dies muss für jedes Produkt getrennt geschehen, damit der vom Kunden bevorzugte Mix seinen Einfluss auf die Beurteilung des Kundenerfolgs nicht durch die Verwendung von Durchschnittswerten verliert.
Beschaffungskosten
Bei Handelswaren kommen zu den gezahlten Einkaufspreisen die Kosten für Beschaffung, Transport und Lagerung hinzu. Boni und Rabatte werden abgezogen.
Herstellkosten
Werden die Produkte vom Unternehmen hergestellt, werden die Herstellkosten verwendet. Diese umfassen ebenfalls alle Kosten, die direkt mit dem Produkt zu tun haben. Das sind vor allem die Materialkosten und die Fertigungslöhne sowie die Material- und die Fertigungsgemeinkosten, die durch das Produkt verursacht wurden. Hinzu kommen noch die Sondereinzelkosten der Fertigung und andere, d...