Prof. Dr. Ronald Gleich
, Prof. Dr. Heimo Losbichler
Sofern betroffene Unternehmen ihre Strategie (zumindest teilweise) neu ausgerichtet und möglicherweise Anpassungen in ihrem Geschäftsmodell vorgenommen haben, kann man vom Beginn des Neustarts des Unternehmens sprechen, den wir nachfolgend als Phase 4 bezeichnen. Maßgeblich entscheidend dafür sind die zugrunde gelegten Überlegungen und Veränderungen aus Phase 3. Der Neustart ist nicht nur ein fließender Übergang aus Phase 3; vielmehr müssen die Strukturen für den Neustart schnellstmöglich nach der Stabilisierung erfolgen.
Während man noch an der Stabilisierung arbeitet, muss man sich bereits mit der Erneuerungsstrategie des Unternehmens auseinander setzen. Auch wenn das möglicherweise sehr herausfordernd ist, hilft es als Führungskraft hier nicht auf sich allein gestellt zu sein, sondern seine Möglichkeiten und den Gedankenhorizont möglichst weit aufzuspannen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Form der agilen Entscheidungsfindung und Strategieentwicklung zu einer deutlichen Leistungssteigerung führen kann, die schlussendlich ein entscheidender Vorsprung gegenüber der Konkurrenz sein kann.
Führungskräften sollte bewusst sein, dass sich die Spielregeln in der Branche und damit auch fast alle Gegebenheiten geändert haben können. Die schnelle Anpassung sowie der Wille, das Maximale aus der Anpassung herauszuholen, werden sehr entscheidend sein. Gerade die Schnelligkeit der einzelnen Akteure und damit verbunden auch die Reaktionsfähigkeit werden maßgeblich zum Aufschwung einzelner Wettbewerbsteilnehmer beitragen, die sich dann als potenzielle Sieger der Krise charakterisieren lassen können. Die damit einhergehende potenzielle Pionierrolle im neuen Markt wird dementsprechend auch mit der Schnelligkeit von Lösungsansätzen und ihrer Umsetzung einhergehen. Man sollte eine abwar...