Erfolgsfaktor Risikoidentifikation
Die Risikoidentifikation bildet die Grundlage des operativen Risikomanagement (RM)-Prozesses und bestimmt dessen Effektivität und Effizienz. Das Ziel ist die aktuelle, systematische, vollständige und wirtschaftliche Erfassung aller Gefahrenquellen, Schadensursachen, Störpotenziale und Chancen eines Unternehmens sowie deren Abhängigkeiten und wechselseitigen Beziehungen. Im Gegensatz zur jährlichen Risikoinventur ist die Risikoidentifikation eine permanente Aufgabe. Voraussetzung für eine erfolgreiche Risikoidentifikation ist die Existenz eines Risikokatalogs, der die Risikofelder und Risikokategorien eines Unternehmens systematisch abbildet. Aufgrund der Risikovielfalt sollen vor allem Einzelrisiken dezentral in den Unternehmensbereichen identifiziert werden, die über die notwendigen Fachkenntnisse in Bezug auf das spezifische Risiko verfügen. So sollen bspw. Marktrisiken durch den Vertrieb oder Compliance-Risiken durch die Rechtsabteilung identifiziert werden.
Risikoidentifikation als Controllingaufgabe
Das Erreichen der geplanten Unternehmensziele kann durch schlagend werdende Risiken oder nicht wahrgenommene Chancen gefährdet werden. Daher ist es die Aufgabe des Controllings, insbesondere Risiken mit direktem Bezug zu den geplanten Unternehmenszielen zu identifizieren und zu bewerten und das Management mit entsprechenden Informationen zu versorgen. Ausgangspunkte sind dabei i. d. R. die Planbilanz, die Plan-Erfolgsrechnung sowie die geplanten Key Performance Indicators (KPIs) eines Unternehmens, die auf mögliche Gefährdungen und Soll-Ist-Abweichungen untersucht werden.
Business Analytics und Controlling
Im Zeitalter von immer umfangreicheren strukturierten und unstrukturierten Datenbeständen (Big Data) gewinnt eine zielgerichtete ...