Dr. Peter Schentler
, Prof. Dr. Martin Tschandl
Nachfolgend werden die Aufgaben des Beschaffungscontrollings den Handlungsfeldern zugeordnet (s. Abb. 3):
Abb. 3: Übersicht Handlungsfelder im Beschaffungscontrolling
Unabhängig von der analytisch deduzierten Darstellung und Reihenfolge in diesem Beitrag wird in der Unternehmenspraxis speziell die Einkaufserfolgsmessung, die dem Handlungsfeld "5. Beschaffungsbereich" zugeordnet ist, mit Beschaffungscontrolling verbunden bzw. darunter subsummiert.
5.1 Optimierung der Preise und Bestände
Im Handlungsfeld Material- und Güterflüsse liegt das Hauptaugenmerk des Beschaffungscontrollings auf der Unterstützung des Managements bei der Optimierung der Preise und Bestände bei gleichzeitiger Sicherstellung der Lieferbereitschaft, Lieferflexibilität, Materialqualität und Preisstabilität.
- Das Beschaffungscontrolling muss die Beschaffungsleitung bei der Entwicklung der Beschaffungsstrategie methodisch unterstützen, insbesondere bei der Bewertung und Auswahl von Strategiealternativen.
- Im Rahmen der operativen Beschaffungsplanung muss das Beschaffungscontrolling sicherstellen, dass die Beschaffungsplanung mit der Unternehmensplanung abgestimmt ist und sich die Beschaffungspotenziale in der Unternehmensplanung wiederfinden.
- Mit der Steuerung der Bestände im Beschaffungsbereich muss das Beschaffungscontrolling, vor allem durch Kosteninformationen und entsprechende Kennzahlen, zur Optimierung der Lagerkosten beitragen.
5.2 Koordination der Zusammenarbeit mit Lieferanten
Das zweite Handlungsfeld umfasst die Lieferanten. Das Controlling muss das Management dabei unterstützen, ‹Konzepte und Instrumente für eine effektive Koordination der Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und seinen Lieferanten ein- und um[zu]setzen›. Transparenz über die Auswirkungen von Entscheidungen auf finanzielle und nicht finanzielle Kennzahlen ist insbesondere bei folgenden Themen zu schaffen: