Dr. Walter Schmidt
, Dr. Herwig R. Friedag
Die Variante des Strategischen Hauses (Führungs-Scorecard) bemüht eher eine bildliche Sprache. Die Menschen können sich die Zusammenhänge intuitiv erschließen und daher ihren jeweiligen Alltags-Erlebnissen anpassen.
- Sie können die "Wohnungen" des Hauses entdecken, in denen sie "zu Hause" sind.
- Sie können für "ihre" Wohnungen nach Aktionen suchen, die ihren eigenen Beitrag zur Strategie darstellen.
- Und sie finden auch die Ziele und Kennzahlen im Strategischen Haus wieder – das Leitziel und die Leitkennzahl, die Ziele und Kennzahlen für die strategischen Themen sowie die Ziele und Kennzahlen für die Perspektiven der Interessengruppen (Entwicklungsgebiete für gemeinsame Interessen zur Umsetzung der Strategie)
Die Verbindung zur Strategie bleibt somit gewahrt (s. Abb. 5).
Abb. 5: Beispiel für ein Strategisches Haus
Das Strategische Haus wirkt eher bildlich; es stützt Eigeninitiative
Jedes Unternehmen hat sein ganz eigenes Haus, mit dem sich die Menschen identifizieren können – sofern sie sich darin wiederfinden. Das alles stützt die Eigeninitiative. Deshalb muss in Abhängigkeit von der internen Kultur während der Verbreitung im Unternehmen darauf geachtet werden, welche "Bausteine" des Hauses flexibel behandelt werden dürfen und welche als Vorgabe gesetzt sind.
Die Struktur des Strategischen Hauses begrenzt die Anzahl der Ziele und Kennzahlen. Das führt in seiner Konsequenz zu einer starken Konzentration auf wenige Schwerpunkte. Die Menschen können alle bisherigen und neuen Aktivitäten und Projekte dahingehend prüfen, ob sie einen Platz haben im Strategischen Haus. Das kann auch ein Nachteil werden, wenn – aus welchen Gründen auch immer – bestimmte Projekte durchgeführt werden müssen, die wir nicht in unserem Haus unterbringen. Solche Situationen erfordern dann besonderen Ko...