Mit der Zeit erarbeitet sich die interne Fachkraft für Arbeitssicherheit die intimen Kenntnisse des Betriebes, des Geschäftes, der Risiken und der Menschen, die in ihrem Betrieb arbeiten. Hier wachsen die Profis in die Tiefe. Das kann sehr befriedigend sein, sofern der Funktion die gebotene fachliche und menschliche Wertschätzung entgegengebracht wird. Aber an den Grenzen des Betriebes ist Schluss – mehr ist einfach nicht drin. Ist es deswegen ein falscher Karriereentwurf? Keineswegs! Das entscheiden die Bedürfnisse der Menschen, die in dieser Funktion arbeiten.
Die selbstständige Fachkraft für Arbeitssicherheit braucht wahrscheinlich etwas länger, um sich das vergleichbare interne Knowhow der internen Kollegen anzueignen. Dafür locken aber neue Erfahrungen und Kenntnisse anderer Betriebe, Branchen und Risiken, die den fachlichen und menschlichen Horizont erweitern. Darüber hinaus bietet die Selbstständigkeit ein weites Feld an Lernchancen – Vertrieb, Marketing, Rechnungswesen, Wettbewerb. Damit wachsen das Selbstbewusstsein und das Hochgefühl derjenigen, die ihren Traum verwirklichen und sich unternehmerischen Erfolg erobern. Diese Freude ist nicht zu unterschätzen. Und wer einmal eine erfolgreiche Existenzgründung gestaltet hat, dem stehen auch neue Geschäftsfelder offen. Dann werden die Risikofreudigen mit mehr Sicherheit belohnt.