Prof. Dr.-Ing. Martin Schmauder
Die Altersstruktur im eigenen Unternehmen zu analysieren hilft dabei, eine unternehmensspezifische Aussage über die Entwicklung der Belegschaft machen zu können. Folgende Fragen sind zu beantworten:
- Wie sind wir demografisch aufgestellt?
- Wie verlaufen unsere Altersstrukturen in den jeweiligen Bereichen, Abteilungen usw.?
- Gibt es bei uns Besonderheiten, Auffälligkeiten oder besonders relevante Sachverhalte?
- Mit welchen Entwicklungsverläufen (Prognosen) müssen wir planen?
Das zentrale Instrument ist hier die Altersstrukturanalyse. Ausgehend vom IST-Zustand wird der zukünftige Zustand errechnet. Abb. 8 und 9 zeigen ein Beispiel für eine Altersstrukturanalyse.
Abb. 8: Beispiel Altersstrukturanalyse: Ausgangspunkt Altersstruktur im Jahr 2024
Die Diagramme und Tabellen der Altersstruktur des Beispielunternehmens in Abb. 8 zeigen, wie sich die Beschäftigten auf die entsprechenden Altersstufen im Jahr 2024 verteilen. Bei den 464 Beschäftigten ist die jüngste Person 17, die älteste 64 Jahre alt. Das betriebliche Durchschnittsalter liegt bei 44,3 Jahren. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer der Beschäftigten beträgt 16,1 Jahre.
Die 464 Beschäftigten teilen sich in 413 männliche und 51 weibliche Mitarbeiter auf. In der rechten oberen Tabelle ist die Aufschlüsselung der Beschäftigten in Anzahl und prozentual je Alterszuordnung dargestellt.
Die Darstellung ist derzeit typisch für viele Unternehmen. Es gibt nur relativ wenige Beschäftigte, die unter 25 Jahre alt sind. Den größten Anteil bildet die mittlere Altersgruppe zwischen 36 und 45 Jahren. Der Anteil der über 50-Jährigen ist im Moment noch geringer, aber immerhin schon größer als der Anteil der unter 35-Jährigen.
In Abb. 9 wird nun die prognostizierte Altersstruktur für das Jahr 2029 dargestellt.
Abb. 9: Beispiel Altersstrukt...