Marion Kellner-Lewandowsky
Instrumentarium der Vorbereitung weiter nutzen
In der Phase der Umsetzung empfiehlt es sich, die Instrumente Differenzierter Akzeptanzgrad, Stakeholder-Interessen-Analyse und Ziel-Erwartungs-Abgleich weiter zu verwenden sowie ihre Inhalte regelmäßig zu überprüfen und zu aktualisieren. Um sich der dauerhaften Unterstützung des Topmanagements zu versichern, sind regelmäßig Statusinformationsgespräche oder die Einbindung in den Lenkungskreis des Projekts sinnvoll.
Akzeptanz über Interaktion und Kommunikation
Darüber hinaus gilt es, auf interaktiv-kommunikativem Weg die Akzeptanz der Beteiligten stetig zu sichern. Dies gelingt durch regelmäßige Feedbackgespräche, verbindliche Projektschritte, sprachlich-kommunikative Mittel und die Einbindung von Widerständen in die Projektverantwortung.
3.3.1 Feedbackgespräche nutzen
Einzelgespräche führen
Auf der Basis der identifizierten Stakeholder sollten im Projektverlauf regelmäßig Einzelgespräche mit den beteiligten bzw. betroffenen Personen geführt werden. Dies erscheint Projektleitern vielleicht aufwendig. Es sichert aber das frühzeitige Wahrnehmen von Signalen, die auf Akzeptanzprobleme und Widerstand hinweisen. Basis solcher Gespräche kann die Struktur des Ziel-Erwartungs-Abgleichs sein, welcher sowohl für das Gesamtprojekt als auch auf Einzelaspekte anwendbar ist. Der Projektleiter sollte mit einer offen-aufmerksamen Haltung in die Gespräche gehen und sich hauptsächlich auf das Fragenstellen und Zuhören konzentrieren. Viele reizt der Versuch, für mehr Akzeptanz die eigenen Argumente dem Gegenüber darzulegen und so auf einem sehr rationalen Weg Überzeugung und Akzeptanz zu schaffen. Auf diesem Weg wird es jedoch weder gelingen, die Frühwarnsignale zu erkennen noch Akzeptanz zu schaffen. Sachargumente werden in der Regel nur akzeptiert, wenn eine emotionale Grundla...