Marion Kellner-Lewandowsky
Bereits im Vorfeld von Projekten lassen sich Maßnahmen ergreifen, um die Akzeptanz und den Umgang mit Widerständen zu stärken.
3.2.1 Unterstützung durch das Topmanagement
Auftrag vom Topmanagement einholen
Wichtigste Grundvoraussetzung ist die uneingeschränkte Unterstützung von Projekten durch das Topmanagement. Sollte das Topmanagement nicht der direkte Auftraggeber eines Projekts mit konkreten Erwartungen an Nutzen und Ergebnisse sein, so ist es unbedingt notwendig, eine offizielle Beauftragung durch das Topmanagement nach vollendeter Projektplanung einzuholen. Diese Beauftragung erhöhen Priorität und Bedeutung des Projekts, was sich positiv auf die allgemeine Akzeptanz auswirkt. Es kann nicht mehr das "Ob" des Projekts diskutiert werden, sondern lediglich das "Wie". Im Umgang mit Widerständen, insbesondere den verdeckten, ist es erforderlich, sich der Unterstützung des Topmanagements gewiss zu sein.
Dabei müssen – wie auf allen anderen Ebenen der Unternehmenshierarchie auch – die Anforderungen, Erwartungen und Zielstellungen des Topmanagements erhoben und mit den konkret leistbaren Zielen und Ergebnissen des Projekts abgeglichen werden.
3.2.2 Stakeholder-Interessen-Analyse
Erwartungen durch Interviews klären
Zu einem frühen Zeitpunkt sollten erste Interviews mit Betroffenen durchgeführt werden, um individuelle Problemwahrnehmungen und Erwartungen mit den Projektzielen abzugleichen. Eine genaue Analyse der Auswirkungen für einzelne Personen und Bereiche im Sinne einer Stakeholder-Interessen-Analyse schafft Klarheit über
- positive und negative Aspekte des aktuellen Zustands,
- Erwartungen und Ziele an ein solches Projekt und
- zu erwartende positive und negative Auswirkungen nach Umsetzung der geplanten Veränderungen (s. Abb. 4).
Abb. 4: Stakeholder-Interessen-Analyse
Solche gedanklichen Vorbereitungen helfen, in der konkreten Diskussion
- die Berücksichtigung in...