Fachbeiträge & Kommentare zu Steuerrecht

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Lexikonbeitrag aus Haufe Finance Office Premium
Gemeiner Wert / 3.3.1 Gemeiner Wert mit / ohne Umsatzsteuer

Die Frage, ob der gemeine Wert die Umsatzsteuer beinhaltet, oder der "Nettowert" – Wert ohne Umsatzsteuer – als gemeiner Wert gilt, wird in der Literatur unterschiedlich beschrieben. Nach Definition in § 9 BewG wird der gemeine Wert durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wär...mehr

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Personengesellschaft / Zusammenfassung

Begriff Das Gesellschaftsrecht weist eine Dualität auf. Danach gliedern sich die Gesellschaftsformen in 2 Gruppen auf – die Personengesellschaften und die Kapitalgesellschaften. Zu den Personengesellschaften gehören insbesondere: die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Offene Handelsgesellschaft (OHG), die Kommanditgesellschaft (KG bzw. GmbH & Co. KG), die Partnerschaftsg...mehr

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Gesellschaft bürgerlichen R... / 8 Ermittlung der Einkünfte

Das Steuerrecht sieht für die Art der Einkünfte bzw. deren Ermittlung keine rechtsformspezifischen Besonderheiten vor. Damit gelten für eine GbR die Besteuerungsgrundsätze, die auch für alle anderen Personengesellschaften maßgebend sind. Auf die dort dargestellten Besteuerungsregeln wird verwiesen. Nachfolgend werden deshalb nur die Punkte aufgeführt, die explizit bei einer ...mehr

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Frotscher/Drüen, KStG § 12 ... / 2.2.1.1 Allgemeines

Rz. 89 Für die Sitzverlegung einer Körperschaft vom Inland in einen anderen Staat der EU oder des EWR enthält das KStG keine besondere Regelung. Vielmehr gilt § 12 Abs. 1 KStG. Das bedeutet, dass eine Sitzverlegung insoweit zur Versteuerung der stillen Reserven durch Ansatz des gemeinen Werts führt, als das Besteuerungsrecht der Bundesrepublik hinsichtlich des Gewinns aus de...mehr

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Frotscher/Drüen, KStG § 12 ... / 1 Systematik und Rechtsentwicklung

Rz. 1 Die Vorschrift ist durch Gesetz v. 7.12.2006[1] mit Wirkung für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2005 enden, eingeführt worden und ersetzt § 12 KStG a. F. Die bisherige Fassung der Vorschrift enthielt nur einige punktuelle Regelungen, deren systematische Einordnung unklar war. Gegenstand von Abs. 1 war die Regelung der Sitzverlegung, die jetzt in umfassenderer Form...mehr

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Frotscher/Drüen, KStG § 12 ... / 2.1.2 Persönlicher und sachlicher Regelungsbereich

Rz. 14 § 12 Abs. 1 S. 1 KStG enthält mit der Steuerentstrickung für Körperschaften einen Tatbestand, der dem des § 4 Abs. 1 S. 3 EStG für natürliche Personen entspricht. § 4 Abs. 1 S. 3 EStG kann auf Körperschaften auch über § 8 Abs. 1 KStG nicht angewendet werden, da es bei diesen keine "Entnahme" gibt. § 12 Abs. 1 S. 1 KStG setzt daher an die Stelle einer fiktiven Entnahme...mehr

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Frotscher/Drüen, KStG § 12 ... / 2.1.5 Rechtsfolgen

Rz. 47 Rechtsfolge des Ausschlusses oder der Beschränkung des Besteuerungsrechts der Bundesrepublik hinsichtlich des Gewinns bei der Veräußerung eines Wirtschaftsguts ist, dass eine fiktive Veräußerung des Wirtschaftsguts angenommen wird. Als (fiktiven) Veräußerungspreis bestimmt das Gesetz den gemeinen Wert. Der Ansatz mit dem gemeinen Wert, also nach § 9 Abs. 2 BewG mit de...mehr

Lexikonbeitrag aus Haufe Personal Office Platin
Berufsausbildung / 5.2.2 Beispiele für einheitliche mehraktige Erstausbildung

Bachelor und anschließender Master Ein nachfolgender Studiengang ist dann Teil der Erstausbildung, wenn das Masterstudium zeitlich und inhaltlich auf den vorangegangenen Bachelorstudiengang abgestimmt ist.[1] Eine mehraktige Berufsausbildung liegt auch vor, wenn das Kind schon bei Aufnahme eines Bachelorstudiums das Berufsziel gehabt hat, später eine gehobene Position in der W...mehr

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Reform des internationalen Steuerrechts 2021 – ein erster Überblick auf der Grundlage der Regierungsentwürfe

Zusammenfassung Überblick Am 10.12.2019 hatte das BMF auf seiner Homepage den ersten Referentenentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Anti-Steuervermeidungsrichtlinie (ATAD-Umsetzungsgesetz – ATADUmsG) veröffentlicht. Danach wurde am 20.03.2020 eine Überarbeitung bekannt gegeben, die jedoch zunächst nicht zur einer Kabinettsfassung führte. Verschiedene Bundesländer hatten a...mehr

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Reform des internationalen ... / 4.3 Bereits erfolgte Umsetzungen

Bereits in der Vergangenheit wurden bestimmte Regelungen gegen hybride Strukturen eingeführt. Diese betreffen z. B. § 4i EStG, § 50d Abs. 9 EStG, § 8 Abs. 3 Sätze 3-5 KStG, § 8b Abs. 1 Sätze 2-4 KStG, § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 KStG. Gleichwohl besteht darüber hinaus aus Sicht der deutschen Finanzverwaltung, des Gesetzgebers – und auch aus Sicht der ATAD 2 – zusätzlicher z. T. weitg...mehr

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Reform des internationalen ... / 6.1 Allgemeines

Mit dem vorliegenden, vom Bundeskabinett am 20.1.2021 beschlossenen Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Entlastung von Abzugsteuern und der Bescheinigung der Kapitalertragsteuer (Abzugsteuerentlastungsmodernisierungsgesetz – AbzStEntModG) werden die Vorschriften zum Verfahren der Entlastung ausländischer Steuerpflichtiger von Abzugsteuern (vor allem Kapitalertragst...mehr

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Reform des internationalen ... / 1 Verrechnungspreise (§ 1 AStG-E)

1.1 Einführung und Überblick Der Gesetzentwurf beschränkt sich nicht nur auf eine "wörtliche" Umsetzung des BEPS-Projekts der OECD (insbesondere zur Behandlung immaterieller Wirtschaftsgüter), sondern enthält weitere umfassende Regelungen zur Sicherstellung einer fairen Aufteilung der Besteuerungsrechte bei multinationalen Unternehmen. Im Bereich der Verrechnungspreise erfolgt...mehr

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Reform des internationalen ... / 6 Reform der Abzugsteuerentlastung

6.1 Allgemeines Mit dem vorliegenden, vom Bundeskabinett am 20.1.2021 beschlossenen Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Entlastung von Abzugsteuern und der Bescheinigung der Kapitalertragsteuer (Abzugsteuerentlastungsmodernisierungsgesetz – AbzStEntModG) werden die Vorschriften zum Verfahren der Entlastung ausländischer Steuerpflichtiger von Abzugsteuern (vor allem ...mehr

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Reform des internationalen ... / 3.1 Konzeption und Entwicklung

Zum 1.1.1972 trat mit den §§ 7-14 AStG die Hinzurechnungsbesteuerung als spezifisches Instrument gegen als missbräuchlich oder zumindest unerwünscht eingestufte Gestaltungen unter Nutzung ausländischer Kapitalgesellschaften in Kraft. Zu beachten ist, dass bei der Einführung dieser Abwehrgesetzgebung die kombinierten Ertragsteuersätze aus Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer un...mehr

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Reform des internationalen ... / 3.7.4 Ermittlung des Hinzurechnungsbetrags

Der Hinzurechnungsbetrag wird weiterhin in entsprechender Anwendung der Vorschriften des deutschen Steuerrechts ermittelt. Bei der Zwischengesellschaft sind alle Einkünfte als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu behandeln. Dies bedeutet insbesondere, dass die Einkünfte durch Bilanzierung zu ermitteln sind. Eine Ermittlung durch Einnahmenüberschussrechnung ist damit nicht länger ...mehr

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Reform des internationalen ... / 1.7 Preisanpassungsklausel (§ 1a AStG-E)

1.7.1 Die aktuelle Preisanpassungsklausel in § 1 Abs. 3 Satz 11 und 12 AStG Der Gesetzgeber unterstellt nur für den Bereich der Funktionsverlagerungen in § 1 Abs. 3 Satz 11 und 12 AStG widerlegbar, dass unter nachstehend genannten Tatbestandsvoraussetzungen zum Zeitpunkt der Vereinbarung Unsicherheiten im Hinblick auf die Preisvereinbarung bestanden und unabhängige Dritte ein...mehr

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Reform des internationalen ... / 7.6.4 Beschränkung des nationalen Schachtelprivilegs nach § 8b KStG

Keine Freistellung für Dividenden und Veräußerungsgewinne aus bzw. von Beteiligungen an Gesellschaften in nicht kooperativen Steuerhoheitsgebieten. Nach der Kabinettsfassung greift auch hier ein Stufenmodell: Die Steuerpflicht greift erst ab dem Beginn des vierten Jahres nach dem Inkrafttreten der Rechtsverordnung.mehr

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Reform des internationalen ... / 3.2.1 Aktuelles Recht: Grundsatz – Tatbestandsmerkmal der Inländerbeherrschung

§ 7 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 AStG setzt derzeit lediglich eine Inländerbeherrschung ohne Nahestehen oder dem Vorliegen verbundener Unternehmen voraus. Daneben gibt es Sonderfälle für Kapitalanlagegesellschaften.mehr

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Reform des internationalen ... / 3.3 Betroffene passive Einkünfte

3.3.1 Aktiv- oder Passivkatalog – aktuelles Recht und Anwendungsprobleme Eine ausländische Gesellschaft ist gem. § 8 Abs. 1 AStG Zwischengesellschaft für Einkünfte, die einer niedrigen Besteuerung unterliegen und nicht stammen aus der Land- und Forstwirtschaft, der Herstellung, Bearbeitung, Verarbeitung oder Montage von Sachen, … dem Betrieb von Kreditinstituten oder Versicherun...mehr

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Reform des internationalen ... / 7.3 Sachlicher Anwendungsbereich

Die Regelungen sollen für alle durch Bundesrecht und EU-Recht geregelten Steuern – mit Ausnahme Umsatzsteuer, einschließlich der Einfuhrumsatzsteuer, Einfuhr- und Ausfuhrabgaben und Verbrauchsteuern – gelten. Die DBA (und andere Vorschriften) sollen insbesondere im Hinblick auf die Diskriminierungsverbote nur nachrangig gelten.mehr

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Reform des internationalen ... / 1.2 Änderung des § 1 Abs. 1 AStG-E

Die Änderungen in § 1 Abs. 1 sind rein redaktioneller Natur. Dies verdeutlicht auch die Gesetzesbegründung.mehr

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Reform des internationalen ... / 7.5 Betroffene Geschäftsvorfälle

Betroffen sind Steuerpflichtige, die originäre Geschäftsbeziehungen (auch angenommene schuldrechtliche Beziehungen zu Betriebsstätten bzw. gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen) oder Beteiligungsverhältnisse in oder mit Bezug zu einem nicht kooperativen Steuerhoheitsgebiet unterhalten.mehr

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Reform des internationalen ... / 3.7.2 Qualifikation des Hinzurechnungsbetrags beim beherrschenden Gesellschafter

Nach § 10 Abs. 2 AStG-E gehört der Hinzurechnungsbetrag weiterhin zu den Einkünften i. S. d. § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG.mehr

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Reform des internationalen ... / 3.7 Rechtsfolgen

3.7.1 Freigrenzen Die Freigrenzen bleiben auf den ersten Blick unverändert. Es wird allerdings für die relative Freigrenze von 10 % nicht mehr auf die Bruttoerträge, sondern die Einkünfte abgestellt. Die absolute, gesellschafterbezogene Freigrenze von 80.000 EUR bleibt bestehen. Die weitere gesellschaftsbezogene Freigrenze von 80.000 EUR entfällt hingegen. 3.7.2 Qualifikation ...mehr

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Reform des internationalen ... / 4 Regelungen zu hybriden Gestaltungen und Strukturen

4.1 Überblick Im Rahmen des sog. "BEPS-Projekts" der OECD/G 20-Staaten betraf der größte Einzelbericht – BEPS 2 – die sog. "hybriden Strukturen". Diese häufig sehr komplexen Gestaltungen wurden zwischenzeitlich auch durch die Europäische Union aufgegriffen und zum Gegenstand verbindlicher Richtlinien-Regelungen gemacht, die fast ausschließlich auf die Bekämpfung konzernintern...mehr

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Reform des internationalen ... / 7.6.5 Erhöhte Mitwirkungspflichten

Insbesondere sind spätestens ein Jahr nach Ablauf des Kalender- oder Wirtschaftsjahres Aufzeichnungen zu erstellen zu Art und Umfang der Geschäftsbeziehung, den der Geschäftsbeziehung zugrunde liegenden Verträgen, den Vereinbarungen mit Bezug zu immateriellen Werten, eingesetzten wesentlichen Vermögenswerten, der gewählten Geschäftsstrategie, zu den Gesellschaftern.mehr

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Reform des internationalen ... / 4.4 Überblick der Umsetzung im Entwurf

4.4.1 § 4k Abs. 1 EStG-E: Hybride Finanzinstrumente und Übertragungen Es handelt sich um eine Erweiterung des Korrespondenzprinzips in § 8b KStG/§ 3 Nr. 40 EStG. Betroffen sind Aufwendungen für die Nutzung von Kapitalvermögen oder im Zusammenhang mit der Übertragung von Kapitalvermögen. Die den Aufwendungen entsprechenden Erträge werden aufgrund einer vom deutschen Recht abwe...mehr

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Reform des internationalen ... / 7.6.7 Inkrafttreten

Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung soll zwar das Gesetz am 1.7.2021 in Kraft treten (Artikel 8), die Abschnitte 3 und 4 des Artikel 1 (Abwehrmaßnahmen und besondere Anforderungen an das Steuerverwaltungsverfahren) sind jedoch erst ab dem 1.1.2022 anzuwenden. Für Steuerhoheitsgebiete, die am 1.1.2021 noch nicht auf der "schwarzen Liste" der EU waren, verschiebt sich d...mehr

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Reform des internationalen ... / 3.2.2 Richtlinie

Gemäß der Richtlinie gilt der Beherrschungstatbestand (nur) dann als erfüllt, wenn der Steuerpflichtige selbst oder zusammen mit seinen verbundenen Unternehmen unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Stimmrechte des Kapitals hält oder Anspruch auf mehr als 50 % der Gewinne besitzt.mehr

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Reform des internationalen ... / 3.2 Inländerbeherrschung oder Beteiligungsbeherrschung

3.2.1 Aktuelles Recht: Grundsatz – Tatbestandsmerkmal der Inländerbeherrschung § 7 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 AStG setzt derzeit lediglich eine Inländerbeherrschung ohne Nahestehen oder dem Vorliegen verbundener Unternehmen voraus. Daneben gibt es Sonderfälle für Kapitalanlagegesellschaften. 3.2.2 Richtlinie Gemäß der Richtlinie gilt der Beherrschungstatbestand (nur) dann als erfül...mehr

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Reform des internationalen ... / 3.2.4 Beherrschungskriterien im Detail

Der Entwurf stellt hierbei die Beherrschungskriterien Stimmrecht, Nennkapital, Gewinnbeteiligung oder Recht auf den Liquidationserlös gleichberechtigt nebeneinander. Disquotale Gewinnverteilungsabreden (etwa zur Kompensation von Einlagen außerhalb des Nennkapitals) stehen einer Beherrschung künftig also nicht entgegen.mehr

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Reform des internationalen ... / 5 Neuregelung der Entstrickung und Verstrickung

5.1 Allgemeines und Begriffsbestimmung Der Begriff der Entstrickung ist nicht umfassend im EStG oder AStG geregelt. Sie bezieht sich grundsätzlich vorrangig auf Vorgänge, in denen in Wirtschaftsgütern ruhende stille Reserven – trotz fehlender Realisation am Markt – besteuert werden, da sie einer inländischen Besteuerung entzogen werden. Im Rahmen einer Steuerentstrickung wird...mehr

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Reform des internationalen ... / 3.2.8 Beteiligung über inländische Betriebsstätten

Nach § 7 Abs. 1 Satz 4 AStG-E kann die Hinzurechnungsbesteuerung erstmals auch beschränkt Steuerpflichtige treffen, soweit die Beteiligung an der ausländischen Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar einer inländischen gewerblichen Betriebsstätte des Steuerpflichtigen zuzuordnen ist.mehr

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Reform des internationalen ... / 7.2 Persönlicher Anwendungsbereich

Betroffen sind alle Steuerpflichtigen, seien es natürliche Personen, Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen.mehr

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Reform des internationalen ... / 7 Entwurf eines Gesetzes zur Abwehr von Steuervermeidung und unfairem Steuerwettbewerb und zur Änderung weiterer Gesetze

7.1 Allgemeines Das sog. Steueroasen-Abwehrgesetz – hier kommentiert auf der Grundlage des Kabinettsentwurfs vom 31.3.2021 – soll die Schlussfolgerungen des Rates der Europäischen Union zur EU-Liste nicht kooperativer Länder und Gebiete für Steuerzwecke (sog. "schwarze Liste") sowie die seitdem in diesem Zusammenhang durch die Gruppe Verhaltenskodex (Unternehmensbesteuerung –...mehr

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Reform des internationalen ... / 3.6 Einkünfte mit Kapitalanlagecharakter und Verhältnis zum Investmentsteuergesetz

3.6.1 Einkünfte mit Kapitalanlagecharakter Die Regelungen zu Zwischeneinkünften mit Kapitalanlagecharakter (§ 7 Abs. 6, 6a AStG) sind in einer überarbeiteten Form in § 13 AStG-E – allerdings als eigenständige Zurechnungsvorschrift – enthalten. Grundfall des § 13 Abs. 1 AStG-E ist jede unmittelbare oder mittelbare Beteiligung an einer ausländischen Gesellschaft unabhängig von d...mehr

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Reform des internationalen ... / 3.7.1 Freigrenzen

Die Freigrenzen bleiben auf den ersten Blick unverändert. Es wird allerdings für die relative Freigrenze von 10 % nicht mehr auf die Bruttoerträge, sondern die Einkünfte abgestellt. Die absolute, gesellschafterbezogene Freigrenze von 80.000 EUR bleibt bestehen. Die weitere gesellschaftsbezogene Freigrenze von 80.000 EUR entfällt hingegen.mehr

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Reform des internationalen ... / 7.6 Geplante Abwehrmaßnahmen

Der Gesetzentwurf enthält kumulativ alle nach der EU-Direktive bestehenden Möglichkeiten: 7.6.1 Verbot Betriebsausgaben- und Werbungskostenabzug Aufwendungen aus entsprechenden Geschäftsvorfällen/Beziehungen mit/zu natürlichen Personen, Körperschaften, Personenvereinigungen oder Vermögensmassen, die in einem nicht kooperativen Steuerhoheitsgebiet ansässig sind, dürfen nur abge...mehr

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Reform des internationalen ... / 3.6.2 Verhältnis zum Investmentsteuergesetz

Der Entwurf hebt die Vorrangwirkung des Investmentsteuergesetzes vor der Hinzurechnungsbesteuerung auf (Wegfall des § 7 Abs. 7 AStG).mehr

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Reform des internationalen ... / Zusammenfassung

Überblick Am 10.12.2019 hatte das BMF auf seiner Homepage den ersten Referentenentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Anti-Steuervermeidungsrichtlinie (ATAD-Umsetzungsgesetz – ATADUmsG) veröffentlicht. Danach wurde am 20.03.2020 eine Überarbeitung bekannt gegeben, die jedoch zunächst nicht zur einer Kabinettsfassung führte. Verschiedene Bundesländer hatten anlässlich des J...mehr

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Reform des internationalen ... / 1.1 Einführung und Überblick

Der Gesetzentwurf beschränkt sich nicht nur auf eine "wörtliche" Umsetzung des BEPS-Projekts der OECD (insbesondere zur Behandlung immaterieller Wirtschaftsgüter), sondern enthält weitere umfassende Regelungen zur Sicherstellung einer fairen Aufteilung der Besteuerungsrechte bei multinationalen Unternehmen. Im Bereich der Verrechnungspreise erfolgt insoweit nicht die erwartet...mehr

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Reform des internationalen ... / 4.1 Überblick

Im Rahmen des sog. "BEPS-Projekts" der OECD/G 20-Staaten betraf der größte Einzelbericht – BEPS 2 – die sog. "hybriden Strukturen". Diese häufig sehr komplexen Gestaltungen wurden zwischenzeitlich auch durch die Europäische Union aufgegriffen und zum Gegenstand verbindlicher Richtlinien-Regelungen gemacht, die fast ausschließlich auf die Bekämpfung konzerninterner Fälle abzi...mehr

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Reform des internationalen ... / 1.5 Funktionsverlagerung (§ 1 Abs. 3b AStG-E)

Die Vorschriften zur Funktionsverlagerung werden in einem separaten Absatz (§ 1 Abs. 3b AStG-E) normiert, in dem neben dem bisherigen Inhalt des § 1 Abs. 3 Satz 9 AStG das Transferpaket nunmehr legal als "Verlagerung der Funktion als Ganzes" definiert wird. Laut Gesetzesbegründung soll damit insoweit keine Änderung der bisherigen Regelungen verbunden sein. Allerdings sollte z...mehr

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Reform des internationalen ... / 1.10 Vorweggenommene Verständigungsverfahren – APA (§ 89a AO-E)

Mit dem Vorschlag soll erstmalig eine eigenständige nationale Rechtsgrundlage für bi- und multilaterale Vorabverständigungsverfahren (APA-Verfahren) geschaffen werden. Bislang erfolgte die Beantragung und Durchführung auf Basis des jeweiligen DBA sowie des BMF-Merkblatts vom 5.10.2006.[1] Bislang war lediglich die Gebühr gesetzlich fixiert gewesen. Insoweit soll auch die "Gru...mehr

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Reform des internationalen ... / 4.4.2 § 4k Abs. 2 EStG-E: Zahlungen eines hybriden Unternehmens oder fiktive Zahlungsvorgänge bei Betriebsstätten

Die den Aufwendungen entsprechenden Erträge unterliegen aufgrund der vom deutschen Recht abweichenden steuerlichen Behandlung der Erträge des Steuerpflichtigen im Staat des Gläubigers oder aufgrund einer vom deutschen Recht abweichenden steuerlichen Beurteilung von anzunehmenden schuldrechtlichen Beziehungen i. S. d. § 1 Abs. 4 und 5 des AStG bei Betriebsstätten in keinem St...mehr

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Reform des internationalen ... / 4.4.4 § 4k Abs. 4 EStG-E: Doppelter Betriebsausgabenabzug und Inkongruenzen bei der steuerlichen Ansässigkeit

Die Regelung des Satzes 1 greift, wenn Aufwendungen auch in einem anderen Staat berücksichtigt werden; ein schädlicher doppelter Betriebsausgabenabzug liegt hierbei auch vor, wenn es sich nicht um eine originäre hybride Gestaltung handelt. Praxis-Beispiel Deutsche Tochtergesellschaft Die Gesetzesbegründung enthält ein Beispiel einer deutschen Tochtergesellschaft, die aus Sicht...mehr

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Reform des internationalen ... / 3.2.3 Überblick über den Entwurf – Wechsel zur Beherrschensbetrachtung

Der Entwurf gibt in § 7 AStG-E das Konzept der reinen Inländerbeherrschung auch bei nicht verbundenen Gesellschaftern/nahestehenden Personen auf und ersetzt es durch eine gesellschafterbezogene Betrachtungsweise unter Berücksichtigung nahestehender Personen. Maßgeblich ist nun, ob ein unbeschränkt Steuerpflichtiger (ggf. zusammen mit ihm nahestehenden Personen) die ausländis...mehr

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Reform des internationalen ... / 4.4.6 § 4k Abs. 6 EStG-E: Allgemeine Definitionen (nahestehende Personen, Personen, die durch abgestimmtes Verhalten zusammenwirken und strukturierte Gestaltungen)

Satz 1 beschränkt den Anwendungsbereich der Regelungen zu hybriden Gestaltungen auf Leistungsbeziehungen zwischen nahestehenden Personen, Vereinbarungen zwischen dem Unternehmen und seiner Betriebsstätte oder bei einer strukturierten Gestaltung. Basierend auf der Definition der nahestehenden Personen i. S. d. § 1 Abs. 2 AStG wird eine Beteiligungsschwelle von 25 % für die Anw...mehr

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Reform des internationalen ... / 3.2.5 Gesellschafterbezogene Betrachtungsweise unter Berücksichtigung nahestehender Personen

Eine Beherrschung i. S. v. § 7 Abs. 2 AStG-E setzt voraus, dass der Steuerpflichtige allein oder zusammen mit nahestehenden Personen (wenigstens) ein Beherrschungskriterium erfüllt. Ob unverbundene unbeschränkt Steuerpflichtige an der ausländischen Gesellschaft beteiligt sind, ist nach dem Entwurf nicht weiter maßgeblich. Damit verlangt die Hinzurechnungsbesteuerung künftig ...mehr