Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Besteuerungszeitpunkte vor dem 1.1.2007

Rz. 239 In den Fällen, die in § 146 Abs. 3 Satz 1 BewG genannt sind, tritt an die Stelle der Jahresmiete die übliche Miete. Die Gesetzesformulierung dürfte – für Besteuerungszeitpunkte vor dem 1.1.2007 – so zu verstehen sein, dass die Zeiten, in denen für ein Gebäude oder ein Gebäudeteil innerhalb des dreijährigen Mietermittlungszeitraums keine Jahresmiete oder keine geeign...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / D. Ermittlung des Ertragswerts

Rz. 71 § 146 Abs. 2 Satz 1 BewG enthält die Umschreibung des vereinfachten Ertragswertverfahrens. Danach ist die durchschnittliche Jahresmiete mit 12,5 zu multiplizieren und um die Alterswertminderung zu kürzen. Die Wertermittlung orientiert sich an folgendem Schema: Rz. 72 Die Berechnungsgrößen "Vervielfältiger" und "Alterswertminderung" sind vom Gesetzgeber festgelegt; var...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Inhalt der Erläuterugen

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Ausgangsgröße "Jahresmiete"

Rz. 80 § 146 Abs. 2 Satz 2 BewG definiert die Jahresmiete als Gesamtentgelt, das für die Nutzung des bebauten Grundstücks von dem Mieter oder Pächter aufgrund vertraglicher Vereinbarungen für den Zeitraum von zwölf Monaten zu zahlen ist. 1. Gesamtentgelt a) Entgelt nur für die Grundstücksnutzung Rz. 81 Zum Gesamtentgelt rechnet alles das, was der Mieter oder Pächter für die Grunds...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Begriff der üblichen Miete

Rz. 216 Bei der üblichen Miete handelt es sich um die Miete, die für nach Art, Lage, Größe, Ausstattung und Alter vergleichbare, nicht preisgebundene Grundstücke von fremden Mietern bezahlt wird (§ 146 Abs. 3 Satz 2 BewG).Betriebskosten sind hierbei nicht einzubeziehen. a) Vergleichsmerkmal "Art des Grundstücks" Rz. 217 Die Grundstücke, aus denen die übliche Miete abgeleitet...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / H. Bewertung des Wohnungs- und Teileigentums

Rz. 423 Wohnungs- und Teileigentum ist nach den Grundsätzen des Ertragswertverfahrens unter Berücksichtigung der Mindestbewertung und der Nachweismöglichkeit eines niedrigeren Verkehrswerts zu bewerten (§ 146 Abs. 7 BewG). Voraussetzung für diese Bewertung ist, dass die wirtschaftliche Einheit "Wohnungs- oder Teileigentum" im Besteuerungszeitpunkt bereits entstanden ist. Rz....mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Schrifttum:

Adel/Thummert/Wenzl, Probleme bei der Bedarfsbewertung von Grundvermögen im ländlichen Raum am Beispiel ehemaliger landwirtschaftlicher Hofstellen, INF 1997, 609; Ammenwerth, Vorweggenommene Erbfolge in ein vermietetes Einfamilienhaus, ErbBstg 2007, 16–19; Brüggemann, Bewertung von Mietgrundstücken im Jahr 2007, ErbBstg 2007, 185–189; Christoffel, Änderungen des Bewertungsge...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Vorzeitige Erteilung von Feststellungsbescheiden

Rz. 23 Erteilen von Bescheiden bedeutet nicht nur die bloße abschließende Zeichnung der FeststeIlungsbescheide durch den zuständigen Beamten, sondern die tatsächliche Bekanntgabe der Bescheide an den oder die Steuerpflichtigen nach den Vorschriften der §§ 122, 124 AO. § 24a Satz 1 BewG ermächtigt somit das Finanzamt dazu, die in dieser Vorschrift aufgezählten Feststellungsb...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Jahresmiete bei Betriebsverpachtung und Leasingverträgen

Rz. 158 Eine vergleichbare Problematik ergibt sich in den Fällen der Betriebsverpachtung und bei Leasingverträgen, die eine Grundstücksüberlassung zum Gegenstand haben. Bei Leasingverträgen wird in der Literatur die Auffassung vertreten, dass es kaum möglich sein dürfte, aus der vereinbarten Leasingrate eine Miete abzuleiten, indem nur der Finanzierungskostenanteil ausgesch...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Nutzungsüberlassung zu gewerblichen, freiberuflichen oder öffentlichen Zwecken

Rz. 137 Obwohl der Gesetzgeber die Umschreibung der Jahresmiete, insbesondere hinsichtlich der Berücksichtigung der Betriebskosten, weitestgehend auf Wohngrundstücke zugeschnitten hat, gilt § 146 Abs. 2 BewG für alle Grundstücke und Grundstücksteile, die vermietet sind, also auch bei einer Vermietung zu gewerblichen, freiberuflichen oder öffentlichen Zwecken. Selbst bei der...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IX. Wertminderung wegen Alters

Rz. 333 Bei der Maklermethode "Miete × Vervielfältiger" fließt die Wertminderung wegen Alters in den Vervielfältiger ein. Bei der Einheitsbewertung 1964 wurde aus der Sicht des Jahres 1964 zwischen Altbauten, unterteilt in Gebäude mit einem Baujahr vor 1895, einem Baujahr von 1895 bis 1899, einem Baujahr von 1900 bis 1904, einem Baujahr von 1905 bis 1915 und einem Baujahr v...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Vergleichsmerkmal "Art des Grundstücks"

Rz. 217 Die Grundstücke, aus denen die übliche Miete abgeleitet wird, müssen ihrer Art nach mit dem zu bewertenden Grundstück vergleichbar sein. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Nutzung und der baulichen Gestaltung. Demnach ist zwischen der Nutzung zu Wohnzwecken einerseits und der Nutzung zu gewerblichen Zwecken und zu freiberuflichen Zwecken andererseits zu untersc...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Vermietung an Angehörige oder an Arbeitnehmer des Grundstückseigentümers

Rz. 205 Bei einer Nutzungsüberlassung an Angehörige des Grundstückseigentümers ist stets die übliche Miete anzusetzen. Es muss also nicht – wie bei der Einheitsbewertung 1964 – geprüft werden, ob die tatsächlich vereinbarte Miete um mehr als 20 % von der üblichen Miete abweicht. Demzufolge werden Grundstücke oder Grundstücksteile, die aus ertragsteuerlicher Sicht an Angehör...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Bewertung

Rz. 431 Das Wohnungseigentum ist stets nach dem Ertragswertverfahren unter Ansatz der durchschnittlichen Jahresmiete, bei Eigennutzung und bei vergleichbarer Nutzung iS des § 146 Abs. 3 Satz 1 BewG unter Ansatz der üblichen Miete, vervielfacht mit 12,5, zu bewerten. Bei Teileigentum, das vermietet ist, ist der Grundstückswert ebenfalls nach dem Ertragswertverfahren zu ermit...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Zusätzliche Leistungen des Vermieters

Rz. 89 Leistungen, die nicht die Grundstücksnutzung betreffen, sind aus einem vereinbarten Gesamtentgelt herauszurechnen. Dies gilt zB für die Überlassung einer möblierten Wohnung mit gleichzeitiger Verpflichtung, die Wohnung zu reinigen, die Wäsche zu waschen und das Frühstück vorzubereiten. All diese Zusatzleistungen sind ggf. im Schätzungswege aus dem vereinbarten Gesamt...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Verhältnisse im Besteuerungszeitpunkt

Rz. 363 Maßgebend für die Frage, ob ein Grundstück mit nicht mehr als zwei Wohnungen vorliegt, sind die Verhältnisse im Besteuerungszeitpunkt. Verfügt ein Wohngrundstück über drei Wohneinheiten, von denen nur zwei abgeschlossen sind und wird die dritte Wohneinheit erst nach dem Besteuerungszeitpunkt von dem Erwerber zu einer abgeschlossenen Wohnung umgebaut, handelt es sich...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Übliche Miete ab 2007

Rz. 213 Die Voraussetzungen für den Ansatz der üblichen Miete haben sich durch die Änderungen des § 146 Abs. 3 BewG idF des Jahressteuergesetzes 2007 für Besteuerungszeitpunkte nach dem 31.12.2006 geändert. Als wesentliche Änderung ist hervorzuheben, dass die übliche Miete auch dann anzusetzen ist, wenn Grundstücke oder Grundstücksteile zu einer um mehr als 20 % von der übl...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Keine Berücksichtigung von ungewöhnlichen oder persönlichen Verhältnissen

Rz. 237 Bei der Mietableitung bleiben Mieten, die auf ungewöhnlichen oder persönlichen Verhältnissen beruhen, außer Betracht (§ 146 Abs. 3 Satz 3 BewG). Diese Vorschrift entspricht dem allgemeinen Grundsatz bei der Ermittlung des gemeinen Werts in § 9 Abs. 2 Satz 3 BewG. Dadurch werden zB Mieten, die wegen einer Notlage wesentlich über oder unter der ortsüblichen Marktmiete...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Triple-Net-Vereinbarungen

Rz. 132 Werden Instandsetzungs- und Instandhaltungskosten jedoch im Rahmen von sog. Triple-Net-Vereinbarungen vom Mieter getragen, sind diese Kosten – ggf. mit einem pauschalen Zuschlag – in die Jahresmiete einzurechnen. Dies gilt nicht für die üblichen Schönheitsreparaturen bei Wohnraum. Schleswig-Holstein führt mit Erlass v. 14.11.2005 Folgendes aus: „Ermittlung der Jahresm...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Mietpreisbindung

Rz. 142 Zur Mietpreisbindung wurde in R 167 Satz 6 ErbStR ausgeführt: "Maßgebend ist die Miete, die vertraglich vereinbart worden ist, unabhängig davon, ob Mietpreisbindungen bestehen." Bei der Ermittlung des Grundstückswerts ist somit auch dann von der tatsächlich vereinbarten Miete auszugehen, wenn Mietpreisbindungen öffentlich-rechtlicher oder privat-rechtlicher Art besteh...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Pflicht des Finanzamtes zur Änderung

Rz. 39 Unter den Voraussetzungen des § 24a Satz 2 BewG ist die Änderung vorzeitig erteilter Feststellungsbescheide obligatorisch. Das Finanzamt hat nicht die Möglichkeit, auf eine entsprechende Korrektur oder Aufhebung der vorzeitig erlassenen Bescheide zu verzichten. Dies folgt bereits zwingend aus dem Wortlaut des Gesetzes "sind zu ändern" und entspricht dem Sinn und dem ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Begriff des bebauten Grundstücks

Rz. 47 § 146 Abs. 1 BewG definiert die bebauten Grundstücke als Grundstücke, auf die die in § 145 Abs. 1 BewG genannten Merkmale nicht zutreffen. Die bebauten Grundstücke bilden somit eine "Restgröße" aus der Ausgangsgröße "sämtliche Grundstücke" abzüglich der Grundstücke, auf denen sich keine benutzbaren Gebäude befinden. Versucht man, aus dieser Negativabgrenzung eine posi...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Nichtnutzung des Gebäudes oder Gebäudeteils

Rz. 193 Bei Gebäuden oder Gebäudeteilen, die innerhalb des dreijährigen Mietermittlungszeitraums zeitweise nicht genutzt wurden, fehlt es für diesen Zeitraum an einer vereinbarten Jahresmiete. In diesen Fällen tritt an die Stelle der Jahresmiete die übliche Miete, so auch die Auffassung der Finanzverwaltung. Eine "Nichtnutzung" dürfte insbesondere vorliegen, wenn ein Grundst...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Sollmiete

Rz. 110 Der Gesetzgeber stellt in § 146 Abs. 2 Satz 2 BewG auf die vertraglich vereinbarte Miete ab. Bei der Jahresmiete handelt es sich somit um eine Sollmiete. Auf das, was tatsächlich in dem dreijährigen Mietermittlungszeitraum an Miete gezahlt wurde, kommt es nicht an; Mietausfälle bleiben daher bei der Ermittlung der Jahresmiete außer Ansatz. Rz. 111 Die Definition der...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Aufhebung oder Änderung eines Nachfeststellungsbescheides

Rz. 42 Hier sind die Fälle, in denen sich bis zum maßgebenden Feststellungszeitpunkt eine Veränderung im Wert oder eine Änderung der Grundstücksart für die wirtschaftliche Einheit ergibt, von den Fällen zu unterscheiden, in denen sich Änderungen in der Zurechnung ergeben. Rz. 43 Zwischenzeitliche Änderungen bezüglich der Wert- oder Artfeststellung führen, da es bei der Nach...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Änderung bis zum maßgebenden Feststellungszeitpunkt

Rz. 32 Die Änderungen müssen sich bis zum maßgebenden Feststellungszeitpunkt ergeben. Sie müssen folglich zu Beginn des maßgebenden Kalenderjahres vorliegen. Das setzt voraus, dass die entsprechende Änderung spätestens bis zum 31.12. um 24.00 Uhr des vor dem Feststellungszeitpunkt liegenden Jahres eingetreten ist. Änderungen, die sich im Laufe des ersten Tages eines Kalende...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / J. Erläuterungen aufgrund neuer Rechtsprechung

I. Bedarfsbewertung ehemaliger Hofstellen (zu Anm. 364 ff.) Rz. 438 Die Erblasserin erklärte im Jahr 1991 gegenüber dem Finanzamt, dass sie keine Landwirtschaft mehr betreibe. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen habe sie vollständig verpachtet. Vieh halte sie nicht mehr. Die Hofstelle des landwirtschaftlichen Betriebes nutze sie ausschließlich zu Wohnzwecken. Daraufhin nahm...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Sonderfälle

1. Mietpreisbindung Rz. 142 Zur Mietpreisbindung wurde in R 167 Satz 6 ErbStR ausgeführt: "Maßgebend ist die Miete, die vertraglich vereinbart worden ist, unabhängig davon, ob Mietpreisbindungen bestehen." Bei der Ermittlung des Grundstückswerts ist somit auch dann von der tatsächlich vereinbarten Miete auszugehen, wenn Mietpreisbindungen öffentlich-rechtlicher oder privat-rec...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Jahresmiete im Besteuerungszeitpunkt – ab 2007

1. Vereinfachung der Mietermittlung Rz. 180 Die Maßgeblichkeit der im Besteuerungszeitpunkt vereinbarten Miete führt gegenüber der bisher maßgeblichen durchschnittlichen Jahresmiete zu Vereinfachungen. Künftig ist es nicht mehr erforderlich, einen dreijährigen Mietermittlungszeitraum zu beurteilen. Vielmehr sind ausschließlich die vertraglichen Vereinbarungen im Besteuerungs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Ansatz der üblichen Miete vor 2007

Rz. 185 Wurde ein bebautes Grundstück oder ein Teil hiervon nicht oder vom Eigentümer oder dessen Familie selbst genutzt, anderen unentgeltlich zur Nutzung überlassen oder an Angehörige (§ 15 AO) oder Arbeitnehmer des Eigentümers vermietet, tritt an die Stelle der Jahresmiete die übliche Miete (§ 146 Abs. 3 Satz 1 BewG). Bei der üblichen Miete handelt es sich um die Miete, die f...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / f) Umsatzsteuer

Rz. 96 In Rz. 20 der gleich lautenden Ländererlasse v. 28.5.1997 vertrat die Finanzverwaltung noch die Auffassung, dass die Umsatzsteuer bei einer insgesamt oder teilweisen steuerpflichtigen Vermietung zur Jahresmiete gehört. Dabei schien sie den Begriff des Gesamtentgelts als Summe der Zahlungen zu interpretieren, die der Mieter aufgrund des Mietvertrags zivilrechtlich zu ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VIII. Vervielfältiger

Rz. 327 Aus der Miete, multipliziert mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Vervielfältiger von 12,5 (§ 146 Abs. 2 Satz 1 BewG), ergibt sich der Ausgangswert. Abweichend von der Einheitsbewertung 1964 ist der Vervielfältiger nicht nach der Nutzung, der regionalen Lage, dem Baualter und der Bauart unterteilt. Vielmehr gilt für alle Grundstücksnutzungen, ob in Ballungsräumen, im...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Wirtschaftliche Einheit beim Wohnungs- und Teileigentum

Rz. 64 Jedes Wohnungseigentum und jedes Teileigentum bildet eine wirtschaftliche Einheit, und zwar ein Grundstück iS des BewG (§ 68 Abs. 1 Nr. 3 und § 138 Abs. 3 Satz 1 BewG). Die wirtschaftliche Einheit des Wohnungs- bzw. Teileigentums setzt sich aus dem Sondereigentum und dem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum zusammen, zu dem es gehört. Wohnungseigentu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Jährliche Alterswertminderung von 0,5 %

Rz. 335 Nach § 146 Abs. 4 Satz 1 BewG beträgt die Alterswertminderung des Gebäudes für jedes Jahr, das seit Bezugsfertigkeit des Gebäudes bis zum Besteuerungszeitpunkt vollendet worden ist, 0,5 % des Werts "Miete × Vervielfältiger". Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages hatte als Wertminderung wegen Alters noch 1 % vorgesehen. In seinem Bericht wird hierzu Folgendes...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Entgelt nur für die Grundstücksnutzung

Rz. 81 Zum Gesamtentgelt rechnet alles das, was der Mieter oder Pächter für die Grundstücksnutzung aufgrund des Miet- oder Pachtvertrags zu zahlen hat. Den Begriff des "Gesamtentgelts" verwendet der Gesetzgeber auch in § 79 Abs. 1 Satz 1 BewG als Umschreibung der Jahresrohmiete. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass es sich in beiden Fällen um das Entgelt für die Nutzung...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Vergleich zwischen Ertragswertverfahren und Einheitsbewertung 1964

Rz. 24 Das in § 146 BewG geregelte Ertragswertverfahren entspricht von seiner Grundkonzeption dem Ertragswertverfahren bei der Einheitsbewertung 1964 (§§ 78 bis 82 BewG). Es wird eine Miete für ein Jahr mit einem Vervielfältiger multipliziert, wobei das Ergebnis den Grundstückswert darstellt, der neben dem Bodenwert den Gebäudewert, den Wert der Außenanlagen, die sonstigen ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 11. Besonderheiten bei der Ermittlung der üblichen Miete

Rz. 320 Schwierigkeiten bereitet die Ermittlung der üblichen Miete bei aufwendig gestalteten oder ausgestatteten Ein- und Zweifamilienhäusern, die von dem Grundstückseigentümer zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden. Hier hat sich die Finanzverwaltung für die Bewertung nach dem Ertragswertverfahren entschieden, so dass zumindest aus Verwaltungssicht die Frage zu klären ist, ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / X. Zuschlag bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen

Rz. 358 § 146 Abs. 5 BewG sieht vor, dass der um die Alterswertminderung gekürzte Ausgangswert um einen Zuschlag von 20 % zu erhöhen ist, wenn es sich bei dem zu bewertenden Grundstück um ein Ein- oder Zweifamilienhaus handelt, das ausschließlich Wohnzwecken dient. Nach Auffassung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags sollte der Zuschlag 10 % betragen. In dem Antra...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / l) Schönheitsreparaturen

Rz. 104 Bei der Einheitsbewertung 1964 ist die Übernahme der Schönheitsreparaturen durch den Mieter als eine sonstige Leistung anzusehen, die in die Jahresrohmiete einzubeziehen ist (Abschn. 22 BewRGr). Für diese Zwecke wurde die vereinbarte Miete um Zuschläge erhöht, die von der Grundstücksart abhängig waren; sie betrugen 3 % bei Geschäftsgrundstücken und bis zu 5 % bei Ei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Kein Ansatz von umlagefähigen Betriebskosten

Rz. 122 Bei der Einheitsbewertung auf den 1.1.1964 wird für die Ertragsbewertung eine Jahresrohmiete zugrunde gelegt, bei der nur die Kosten des Betriebs der zentralen Heizungs-, Warmwasserversorgungs- und Brennstoffversorgungsanlage sowie des Fahrstuhls als Betriebskosten außer Ansatz bleiben. Für die Ertragsbewertung ab dem 1.1.1996 hat sich der Gesetzgeber dafür ausgespr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Jahresmiete bei mehrstöckigen Mietverhältnissen

Rz. 181 Bei der Ermittlung der Jahresmiete ist darauf abzustellen, was der Mieter dem Eigentümer für die Nutzung des Grundstücks zu zahlen hat. Das gilt auch bei mehrstöckigen Mietverhältnissen. Somit kommt es stets darauf an, welche Jahresmiete der Eigentümer mit dem Hauptmieter vereinbart hat. Auf das Untermietverhältnis kommt es nur insoweit an, wie der Eigentümer an der...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Verkürzung der gewöhnlichen Nutzungsdauer

Rz. 355 Kommt es aufgrund von nicht behebbaren Baumängeln oder Bauschäden sowie aufgrund einer Abbruchverpflichtung zu einer Verkürzung der gewöhnlichen Nutzungsdauer, kann dies nicht über die Berücksichtigung eines fiktiven Baujahres in die Berechnung der Alterswertminderung einfließen. Denn es fehlt an einer Parallelvorschrift zu § 146 Abs. 4 Satz 2 BewG. Dem Steuerpflich...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Gestaffelte Mietänderung

Rz. 183 Sofern der Eigentümer mit dem Mieter eine so genannte Staffelmiete vereinbart, ist als Jahresmiete nur die Miete anzusetzen, die im Besteuerungszeitpunkt unter Berücksichtigung der Mietsteigerungen nach der vorgesehenen Staffelung vertraglich vereinbart ist. Die in der Zukunft weiter zu erwartenden Mietesteigerungen aufgrund der vorgesehenen Staffelung sind nicht zu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / g) Baukostenzuschüsse

Rz. 99 Bei den Baukostenzuschüssen ist zwischen den auf die Miete anrechenbaren Zuschüssen und den verlorenen Baukostenzuschüssen zu unterscheiden (vgl. § 79 BewG Anm. 12 f.). Werden die Baukostenzuschüsse auf die Miete angerechnet, so haben sie den Charakter einer Mietvorauszahlung; sie rechnen daher zur Jahresmiete. Bei den verlorenen Baukostenzuschüssen handelt es sich u...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Zeitlicher Anwendungsbereich

Rz. 14 Nach Art. 5 Abs. 1 Nr. 2 BewÄndG 1971 gilt § 24a BewG erstmals für Einheitswertfeststellungen auf den 1.1.1974. An diesem Feststellungszeitpunkt, bestand im Hinblick auf die große Zahl der zu erledigenden Fortschreibungs- und Nachfeststellungsfälle für eine vorzeitige Erteilung ein besonderes Bedürfnis. Der zeitliche Geltungsbereich ist jedoch nicht auf Feststellunge...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 9. Ermittlung der üblichen Miete

Rz. 242 § 146 Abs. 3 BewG gibt keine Auskunft darüber, wie die übliche Miete in der Praxis zu ermitteln ist. Hier helfen die Bestimmungen des BGB bzw. in "älteren" Fällen das Miethöhengesetz weiter. Danach kann die übliche Miete durch Heranziehung von Vergleichsmieten, durch Rückgriff auf einen Mietspiegel, mit Hilfe einer Mietdatenbank oder durch ein Mietgutachten ermittel...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Mietvorauszahlungen

Rz. 182 Vereinbaren Grundstückseigentümer und Mieter im Rahmen der Nutzungsüberlassung Mietvorauszahlungen, stellt sich die Frage, wie die Mietvorauszahlungen bei der Ermittlung der im Besteuerungszeitpunkt maßgebenden Miete zu berücksichtigen sind. Die Hinweise 167 zu Tz. 46 der gleich lautenden Erlasse v. 2.4.2007 enthalten folgendes Beispiel zur Ermittlung der Jahresmiet...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Begriff der umlagefähigen Betriebskosten

Rz. 124 Der Gesetzgeber bezieht sich zur Umschreibung der umlagefähigen Betriebskosten in § 146 Abs. 2 Satz 3 BewG auf § 27 Abs. 1 II. Berechnungsverordnung. Nach dieser Vorschrift in der bis zum 31.12.2003 geltenden Fassung war bei der Ermittlung der Betriebskosten die Anlage 3 "Aufstellung der Betriebskosten" zur II. Berechnungsverordnung zugrunde zu legen. Ab dem 1.1.200...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Ableitung der üblichen Miete aus Mietspiegeln

Rz. 248 Liegen keine oder keine geeigneten Vergleichsmieten für eine Ableitung der üblichen Miete vor, wird das Finanzamt idR auf einen vorliegenden Mietspiegel zurückgreifen. Nach § 558c Abs. 4 BGB sollen die Gemeinden, soweit hierfür ein Bedürfnis besteht und dies mit einem für sie vertretbaren Aufwand möglich ist, Mietspiegel erstellen, die möglichst im Abstand von zwei ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Unentgeltliche Nutzungsüberlassung

Rz. 200 Bebaute Grundstücke oder Teile davon, die an andere unentgeltlich zur Nutzung überlassen werden, sind wegen der fehlenden Miete ebenfalls unter Ansatz der üblichen Miete zu bewerten. Dies gilt unabhängig davon, wer Nutzer ist; hierbei kann es sich um einen Angehörigen des Grundstückseigentümers, aber auch um einen fremden Dritten handeln. Auf die Art der Nutzung kom...mehr