Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Allgemeine Beschreibung der Nutzungseinheit

Rz. 44 Nach der Definition des § 125 Abs. 2 BewG sind in die für die Bildung des Ersatzwirtschaftswertes zu bildende Nutzungseinheit alle von derselben Person regelmäßig selbstgenutzten Wirtschaftsgüter des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens einzubeziehen. Durch diese Definition ist gleichzeitig sichergestellt, dass der Kernbereich eines land- und forstwirtschaftlich...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Allgemeines

Rz. 25 Der Wirtschaftsteil umfasst die in § 34 Abs. 2 BewG aufgeführten land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen und Wirtschaftsgüter sowie die hierzu gehörigen Nebenbetriebe. Diese Aufzählung ist abschließend. Der Begriff der Nutzung i.S. der Vorschriften zur Bewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens, der durch das BewG 1965 neu eingeführt und nicht definier...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / f) Geringe Grundstücksgröße

Rz. 236 Die Charakterisierung geringe Grundstücksgröße kann sich sowohl auf das zu bewertende Grundstück insgesamt als aber auch auf die Größe der nicht bebauten Fläche eines bebauten Grundstücks beziehen. In beiden Fällen kann es zu einer Beeinflussung des Grundstückswerts kommen. Ob das Merkmal geringe Grundstücksgröße einen Abschlag i.S. des § 82 Abs. 1 BewG begründen ka...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 7. Flächen geringer Ertragskraft

Rz. 113 Nach § 34 Abs. 2 Nr. 2 BewG gehören auch Flächen minderer Qualität zum Wirtschaftsteil des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes. Hierbei handelt es sich um Abbauland, Geringstland und Unland. Während beim Abbauland eine bestimmte Nutzung zugunsten des Betriebes vorausgesetzt wird, bezeichnen Geringstland und Unland Flächen, die nur sehr eingeschränkt einer Bewi...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Kulturartenverhältnis

Rz. 17 Das Kulturartenverhältnis einer Nutzung ist das Verhältnis von Ackerland zu Grünland (vgl. § 2 Abs. 1 BodSchätzG). Es gehört zu den wirtschaftlichen Ertragsbedingungen. Entsprechend dem in § 38 Abs. 2 Nr. 2 BewG aufgestellten Grundsatz für die Berücksichtigung wirtschaftlicher Ertragsbedingungen wird das Kulturartenverhältnis bei der vergleichenden Bewertung mit den ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Zweck und Entstehung

Rz. 1 § 50 BewG ist durch das BewÄndG 1965 in das Regelwerk eingefügt worden. Die Vorschrift enthält die notwendigen Ergänzungen zu § 38 Abs. 2 BewG. Während dort nur die allgemeinen Vorgaben für die Bewertung der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke aufgeführt werden, konkretisiert § 50 Abs. 1 BewG die entsprechenden Vorgaben durch die Bezugnahme auf die Bodenschätzung...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Einheitswert und Zuschlag

Rz. 9 Der Einheitswert selbst wird durch den Zuschlag nicht berührt. Daraus folgt z.B., dass bei Prüfung, ob die Wertgrenze des § 22 Abs. 1 Nr. 1 BewG für eine Fortschreibung überschritten bzw. erreicht ist, von den Werten ohne den Zuschlag auszugehen ist. Rz. 10 Im Rahmen der Begrenzung des Jahreswertes von Nutzungen nach § 16 BewG ist für den dort "anzusetzenden Wert" nic...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Allgemeine Voraussetzungen für die Erhöhung wegen besonders großer Grundstücksflächen

Rz. 276 Grund für die Vornahme von Zuschlägen bei Grundstücken mit übergroßen Flächen ist, dass der Boden in den auf die Jahresrohmiete abgestellten Vervielfältigern nur mit einer durchschnittlichen Größe enthalten ist (vgl. § 78 BewG Anm. 22 ff.). Grundsätzlich sind Abweichungen von der zugrunde gelegten durchschnittlichen Grundstücksgröße bewertungsrechtlich ohne Bedeutun...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Allgemeines

Rz. 181 Die Vorschrift des § 34 Abs. 6 BewG ist vom Finanzausschuss des Bundestages auf Vorschlag des Ernährungsausschusses in das Gesetz eingefügt worden. Sie soll einer neueren Entwicklung in der Landwirtschaft Rechnung tragen und die Bildung der wirtschaftlichen Einheit erleichtern, wenn der Betrieb der Land- und Forstwirtschaft von einer Gesellschaft oder Gemeinschaft d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Allgemeines

Rz. 41 Bei den in § 82 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BewG aufgeführten Beeinträchtigungen – Lärm, Rauch, Gerüche –, die zu einer Ermäßigung des Werts des Grundstücks führen können, handelt es sich um solche Umstände, die von außen auf das Grundstück einwirken. Nach dem ausdrücklichen Gesetzeswortlaut führen derartige Einwirkungen zu einem Abschlag, wenn es sich um ungewöhnlich starke...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Allgemeines

Rz. 341 § 82 Abs. 3 BewG enthält keine ausdrückliche allgemeine Regelung darüber, nach welchen Gesichtspunkten der Umfang eines zulässigen Ab- bzw. Zuschlags im Einzelnen zu ermitteln ist. Durch die gesetzliche Regelung wird lediglich vorgeschrieben, dass in bestimmten Fällen die Ermäßigung oder Erhöhung 30 % des nach §§ 78–81 BewG ermittelten Werts insgesamt nicht überstei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Anzuwendende Vorschriften

Rz. 101 In § 125 Abs. 4 Satz 1 BewG wird eine Auswahl einzelner Verfahrensvorschriften angesprochen, die auch bei der Hauptfeststellung der Einheitswerte auf den 1.1.1964 anzuwenden waren. Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass es sich bei der Ermittlung der Ersatzwirtschaftswerte um ein vereinfachtes Bewertungsverfahren handelt. Danach kommen die folgenden Vorschriften ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Inhalt der Erläuterungen

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Übrige Grundstücksarten

Rz. 291 Bei den übrigen Grundstücksarten (Mietwohngrundstücke, gemischt genutzte Grundstücke, Geschäftsgrundstücke) ist ein Zuschlag nach § 82 Abs. 2 Nr. 1 BewG erst dann zu machen, wenn die gesamt Grundstücksfläche mehr als das Fünffache der bebauten Fläche beträgt. Zur bebauten Fläche i.S. von § 82 Abs. 2 Nr. 1 BewG gehört die gesamte vom Gebäude bedeckte Fläche. Einzubez...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / h) Besamungsstation

Rz. 275 Gegenstand der Bewertung ist die Besamungsstation. Ihre Aufgabe ist die Vatertierhaltung zur Gewinnung von Sperma für die künstliche Besamung. Zum Bewertungsgegenstand Besamungsstation gehört auch der Embryotransfer bei landwirtschaftlichen Nutztieren, soweit damit eine landwirtschaftliche Tierhaltung verbunden ist. Rz. 276 Eine Besamungsstation bildet nur dann eine...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / G. Zuordnung der Wohngebäude zum Grundvermögen

Rz. 93 § 125 Abs. 3 BewG beinhaltet eine allgemeine Bezugnahme auf § 33 BewG. Mit dieser Bezugnahme wird sichergestellt, dass die Definition des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens bei der Ermittlung der Ersatzwirtschaftswerte mit Ausnahme der Wohngebäude identisch ist mit der Definition, die bei der Einheitsbewertung zum Hauptfeststellungszeitpunkt 1.1.1964 gilt. Die...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Besonderheiten bei gemeinschaftlichen Tierhaltungen

Rz. 115 Nach § 125 Abs. 4 Satz 3 BewG a.F. kam es bei der steuerlichen Anerkennung einer gemeinschaftlichen Tierhaltung gemäß § 51a BewG im Beitrittsgebiet nicht darauf an, dass die einzelnen Gesellschafter oder Mitglieder der Tierhaltergemein schaft landwirtschaftliche Unternehmer i.S. des § 1 Abs. 3 des Gesetzes über eine Altershilfe für Landwirte sind. Insofern bestand e...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Wertermittlung bei den übrigen Nutzungen

Rz. 147 Bei den übrigen Nutzungen und Nutzungsteilen, wie z.B. der weinbaulichen Nutzung, sind die gegendüblichen Verhältnisse durch § 125 Abs. 6 und 7 BewG bereits in den dort ausgewiesenen Vergleichszahlen bzw. Ersatzvergleichswerten je Einheit berücksichtigt. Ab- und Zurechnungen wegen gegendüblich abweichender Ertragsbedingungen sind bei den einzelnen Nutzungen und Nutz...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Wertermittlung beim Abbauland, Geringstland und bei den Nebenbetrieben

Rz. 284 Die Ermittlung der Einzelertragswerte für das Abbauland und die Nebenbetriebe ist durch § 125 BewG nicht näher definiert. Grundsätzlich gilt für die Ermittlung der Einzelertragswerte jedoch § 36 BewG. Danach ist der nachhaltig erzielbare Reinertrag nach den Wertverhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland zum 1.1.1964 heranzuziehen. Die Einzelertragswerte entspre...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / e) Berechnung der Höhe des Zuschlags

Rz. 301 Das BewG enthält für einen Zuschlag nach § 82 Abs. 2 Nr. 1 BewG im Hinblick auf die Übergröße des nicht bebauten Grundstücks keine ausdrückliche Regelung hinsichtlich der Berechnung der Höhe des Zuschlags. Sachgerecht erscheint es in diesem Zusammenhang entsprechend den BewRGr vorzugehen: 1. Schritt: Zunächst ist der Bodenwert des Grundstücks nach den Abschnitten 7 b...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / C. Anwendung bei anderen Steuern

Rz. 16 Bis zum Wegfall der Vermögensteuer ab dem 1.1.1997 und bis zur Neuregelung der Erbschaft- und Schenkungsteuer ab dem 1.1.1996 (vgl. §§ 138 ff. BewG) hat die Vorschrift des § 126 Abs. 2 BewG insbesondere für die vorgenannten Steuerarten große Bedeutung gehabt. Rz. 17 Bis zu den vorgenannten Zeitpunkten konnte der Ersatzwirtschaftswert insbesondere bei der Vermögensteu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Allgemeines

Rz. 157 Der baldige Abbruch eines Gebäudes kann aus städtebaulichen Gründen (z.B. Erweiterung der städtischen Infrastruktur), aus vertraglichen Gründen (z.B. Abbruchsverpflichtung nach Ablauf des Erbbaurechtes) oder aus anderen Gründen (z.B. veraltete Gestaltung des Gebäudes) veranlasst sein. Ein Abschlag wegen der Notwendigkeit baldigen Abbruchs ist nur dann begründet, wen...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Reihenfolge der Anwendung der Abschläge und Zuschläge auf den Grundstückswert

Rz. 381 Die Reihenfolge der Anwendung der Ab- und Zuschläge auf den Grundstückswert ist von besonderer Bedeutung. Im Hinblick auf das Höchstmaß von 30 % sind zunächst die begrenzten Abschläge und Zuschläge zu ermitteln und anschließend erst die weiteren nicht begrenzten Abschläge nach dem Gebäudewert zu berechnen. Im Falle eines unbegrenzten Abschlags auf Boden- sowie Gebäu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Sonderkultur Hopfen

Rz. 152 Die Sonderkultur Hopfen ist als Nutzungsteil der landwirtschaftlichen Nutzung zu bewerten (§ 52 BewG). Zum diesem Nutzungsteil gehören alle Wirtschaftsgüter, die der Erzeugung von Hopfen dienen. Dazu gehören insbesondere die Hopfenanbauflächen sowie die Gebäude für Pflückmaschinen, Hopfendarren und Hopfenkonditionierungsanlagen. Die Fläche des Nutzungsteils Hopfen u...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Nutzungsteil Obstbau

Rz. 198 Die Fläche des Nutzungsteils Obstbau umfasst die intensiv obstbaulich genutzten Flächen einschließlich derjenigen Flächenanteile, die den Pflanzenbeständen nicht unmittelbar als Standraum dienen, wie Zwischenflächen, Vorgewende und dergleichen. Zum intensiven Obstbau zählen alle Obstbaumbestände marktgängiger Obstsorten, die nach einem System angepflanzt sind. Ebens...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Sonstige land- und forstwirtschaftliche Nutzung

Rz. 217 In § 62 BewG ist eine Aufzählung von Arten der sonstigen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung enthalten. Diese Aufzählung ist nicht erschöpfend. Im Einzelnen handelt es sich ummehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Wanderschäferei

Rz. 249 Bei der Wanderschäferei handelt es sich um eine extensive Form der Schafhaltung, die durch die Haltungsform der Großherde und ständigen Standortwechsel gekennzeichnet ist. Im Gegensatz zu intensiven Formen der Schafhaltung (wie z.B. Koppelschafhaltung, Gutsschäferei) werden von Wanderschäfereien überwiegend fremde Flächen zur vorübergehenden Beweidung genutzt. Wenn ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / C. Anwendung in sonstigen Rechtsgebieten

Rz. 34 Allerdings wird auch noch in anderen Steuergesetzen und auch im außersteuerlichen Bereich auf § 125 BewG Bezug genommen. Herauszuheben ist hier nur die Vorschriften des § 7g EStG, bei der die Höhe des Ersatzwirtschaftswertes eine wesentliche Rolle für die Einstufung eines Betriebes in eine noch förderfähige Größenordnung spielt. Wegen der Einzelheiten wird auch hier ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Allgemeines

Rz. 191 Bereits aus dem Wortlaut der Regelung des § 82 Abs. 1 Satz 2 "kommen z.B. in Betracht" ergibt sich, dass die wertmindernden Gründe in § 82 Abs. 1 BewG nicht abschließend aufgeführt worden sind. Andere als die bereits dargestellten Gründe für eine Wertminderung werden zwar nur verhältnismäßig selten vorkommen, sind jedoch nicht ausgeschlossen. Entsprechend den ausdrü...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Ermittlung des Abschlags in Fortschreibungsfällen

Rz. 182 (1) Beispiel 1 Das Gebäude eines Mietwohngrundstücks in einer Gemeinde mit mehr als 500 000 Einwohnern ist im Jahre 1895 errichtet worden. Es handelt sich um einen Massivbau. Die Jahresrohmiete beträgt 10 000 EUR. Das Gebäude musste im Jahre 1988 abgerissen werden, d.h. die Höhe des Abschlags bemisst sich nach der Zeit vom 1.1.1964 bis zum Zeitpunkt des Abbruchs im ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Sonderkultur Spargel

Rz. 157 Die Sonderkultur Spargel ist als Nutzungsteil der landwirtschaftlichen Nutzung zu bewerten (§ 52 BewG). Zum Nutzungsteil Spargel gehören alle Wirtschaftsgüter, die der Erzeugung von Spargel dienen. Rz. 158 Die Fläche des Nutzungsteils Spargel umfasst die Flächen, die dem Spargelanbau dienen, das sind im Wesentlichen Ertragsanlagen und Junganlagen. Soweit diese Fläch...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Einfamilien- und Zweifamilienhaus

Rz. 286 Bei Ein- und Zweifamilienhäusern (vgl. hierzu § 75 BewG Anm. 27 ff.) kommt ein Zuschlag erst dann in Betracht, wenn die gesamt Grundstücksfläche mehr als 1 500 qm beträgt. Die ursprüngliche Regierungsvorlage sah bei diesen Grundstücken zunächst das Zehnfache der bebauten Fläche als normale Fläche an. Dem ist jedoch der Finanzausschuss des Bundestages nicht gefolgt, ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) Gerüche

Rz. 126 Unter Gerüchen sind alle Ablüfte zu verstehen, die wahrnehmbare Geruchsstoffe beinhalten. Für § 82 Abs. 1 Nr. 1 BewG relevante Beeinträchtigungen können von Müllkippen, Produktionsanlagen der chemischen Industrie, sonstigen Industrieanlagen und Fabriken etc. ausgehen. Aber auch Betriebe der Intensivtierhaltung können zu einer ungewöhnlich starken Beeinträchtigung de...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Abgrenzungsvorschriften

Rz. 76 Zur Ermittlung dessen, was letztlich zur Nutzungseinheit i.S. des § 125 Abs. 2 BewG gehört, sind auch die entsprechenden Abgrenzungsvorschriften zwischen dem land- und forstwirtschaftlichen Vermögen und dem Grundvermögen, zwischen dem land- und forstwirtschaftlichen Vermögen und dem Betriebsvermögen sowie zwischen dem land- und forstwirtschaftlichen Vermögen und dem ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / F. Grundsteuerbefreiung für kirchliche Dienstgrundstücke

Rz. 86 Nach § 125 Abs. 2 Satz 4 BewG ist Grundbesitz i.S. des § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 GrStG bei der Bildung der Ersatzwirtschaftswerte nicht zu berücksichtigten. Damit bleibt der Grundbesitz von Religionsgemeinschaften, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, und der Grundbesitz von jüdischen Kultusgemeinden, der am 1.1.1987 und im Veranlagungszeitpunkt ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Berücksichtigung der Verkehrswerte

Rz. 14 Der Prozentsatz des Zuschlags (40 %) ist durch den Gesetzgeber festgelegt worden. Es ergibt sich die Frage, ob der Zuschlag im Einzelfall auch geändert werden kann, wenn der Verkehrswert des Grundstücks unter dem Einheitswert einschließlich des Zuschlags liegt. In der in Anm. 1 wiedergegebenen Begründung zu § 121a BewG ist ausgeführt, dass nach den von mehrere Finanz...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Bergschadensgefahr

Rz. 198 Eine Ermäßigung wegen Bergschadensgefahren kommt bei Grundstücken in Gebieten in Betracht, in denen Bergbau bis zum Feststellungszeitpunkt stattgefunden hat oder im Feststellungszeitpunkt noch stattfindet oder zumindest kurz bevorstand. Der Abschlag begrenzt sich nicht auf das Höchstmaß von 30 % gemäß § 82 Abs. 3 BewG, weil es sich nicht um eine Ermäßigung nach § 82 ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Bodenartenverhältnis

Rz. 5 Für die Ertragsfähigkeit einer landwirtschaftlichen Nutzung ist von besonderer Bedeutung, aus welchen Bodenarten sich das dazu gehörende Kulturland zusammensetzt. Besitzt eine Nutzung Böden unterschiedlicher Art, z.B. Sandböden und Lehmböden, so werden ungünstige Witterungsverhältnisse wie Trockenheit oder überdurchschnittliche Regenfälle nicht so leicht völlige Misse...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Gärtnerische Nutzung

Rz. 94 Die gärtnerische Nutzung umfasst nach Abschn. 1.11 Abs. 1 der BewRL "die Nutzungsteile Gemüse-, Blumen- und Zierpflanzenbau, den Obstbau und die Baumschulen sowie die selbständigen Kleingärten (Schrebergärten, Laubenkolonien)". Die Abgrenzung von der landwirtschaftlichen Nutzung ergibt sich aus § 40 Abs. 2 und § 59 Abs. 2 BewG. Das entscheidende Merkmal für die Abgre...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Geltung für die Grundsteuer

Rz. 7 Anders als bei der derzeit nicht mehr erhobenen Vermögensteuer sowie bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer muss bei der Erhebung von Grundsteuer nicht das bürgerlich-rechtliche Eigentum die eigentliche Grundlage für die Besteuerung bilden. Deshalb ist es möglich, bei einer Bewertung, die in erster Linie der Grundsteuer dient, die Eigentumsverhältnisse unberücksichtig...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Bemessung des Zuschlags

Rz. 326 Nach der ursprünglich Auffassung der Finanzverwaltung sollte für die Höhe des Zuschlags im Allgemeinen das Neunfache des jährlichen Reinertrags zugrunde gelegt werden. Diese Art der Wertermittlung stellt eine sinngemäße Anwendung des § 1 3 Abs. 2 BewG – Bewertung von Nutzungen und Leistungen von unbestimmter Dauer – auf den Zuschlag wegen nachhaltiger entgeltlicher ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Obstbaugemeinschaften

Rz. 198 Grundlage der Bewertung bei Obstbaugemeinschaften sind die Absätze 5 und 6 des § 34 BewG. Daher ist zu untersuchen, ob die Wirtschaftsgüter der Gemeinschaft (Bruchteilseigentum) wirtschaftlich mit den Betrieben der an dieser Gemeinschaft Beteiligten verbunden sind, d.h. ob sie zusammen mit ihnen genutzt werden oder ob es sich um einen von einer Gesellschaft oder Gem...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Landwirtschaftliche Nutzung

Rz. 35 Unter Landwirtschaft in weiterem Sinne ist die Bearbeitung und Ausnutzung des Grund und Bodens zur Gewinnung pflanzlicher Erzeugnisse, deren unmittelbare Verwertung durch den Verkauf oder Selbstverbrauch sowie ihre mittelbare Verwertung zur Zucht und Haltung von Vieh zu verstehen. Zur Landwirtschaft im engeren Sinne und damit zur landwirtschaftlichen Nutzung i.S. des...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Ungünstige Lage

Rz. 206 Der Begriff der ungünstigen Lage ist gesetzlich nicht definiert. Ungünstig ist die Lage eines Grundstücks stets dann, wenn sich verbunden mit der Nähe zu Störquellen objektiv externe Faktoren nachteilig auf das Grundstück auswirken. Rz. 207 Voraussetzung für die Gewährung eines Abschlages ist aber in jedem Fall, dass eine ungewöhnlich starke Beeinträchtigung aufgrun...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / g) Fehlende Unterkellerung

Rz. 246 Ein Keller ist ein geschlossenes Gebäudebauteil, das sich ganz oder zumindest überwiegend unterhalb der Erdoberfläche befindet. Zweck des Kellers war ursprünglich die Lagerung von Lebensmitteln in kühler Umgebung, da ein Keller eine gleichmäßigere Temperatur aufweist als eine überirdische Räumlichkeit. Im Laufe der Zeit ist diese Bedeutung des Kellers aber zunehmend...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Umfang der forstwirtschaftlichen Nutzung

Rz. 74 Zur forstwirtschaftlichen Nutzung gehören nach Abschn. 1.09 Abs. 1 BewRL alle Wirtschaftsgüter, die der Erzeugung und Gewinnung von Rohholz dienen. Dazu rechnen vor allem der forstwirtschaftlich genutzte Boden, die so genannte Holzbodenfläche einschließlich der Wirtschaftswege, Schneisen und Schutzstreifen, wenn ihre Breite 5m nicht übersteigt, sowie die vorübergehen...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Nutzungsteil Gemüse-, Blumen- und Zierpflanzenbau

Rz. 186 Die Fläche des Nutzungsteils Gemüse-, Blumen und Zierpflanzenanbau ist für die Ermittlung des Ersatzvergleichswerts zu untergliedern. Dabei sind für den Gemüsebau genutzte Flächen nach Freilandflächen (einschließlich Flächen unter Niederglas und Folie) sowie nach nicht heizbaren und heizbaren Nutzungsflächen unter Glas und Kunststoffplatten zu unterscheiden. Bei den...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Wertermittlung bei landwirtschaftlicher Nutzung

Rz. 132 Die Ermittlung des Ersatzvergleichswerts für die landwirtschaftliche Nutzung (ohne Hopfen und Spargel) weicht von den entsprechenden Wertermittlungen für die übrigen in § 125 Abs. 6 und 7 BewG genannten Nutzungen und Nutzungsteilen deutlich ab. Die landwirtschaftliche Vergleichszahl ist nämlich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ersichtlich: Sie errechnet sich vielmeh...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / (3) Fluglärm

Rz. 91 Fluglärm ist der Lärm, der von Flugzeugen und von sonstigen Luftfahrzeugen ausgeht. Fluglärm umfasst den Lärm bei An- und Abflug, den Bodenlärm des Flughafens sowie ggf. den Tieffluglärm. Der Fluglärm ist unterschiedlich u.a. nach der Entfernung und Lage des Grundstücks zur Start- und Landebahn, der Häufigkeit der Starts und Landungen, der Art der startenden und land...mehr