Qualitätsmanagement / 4.1.3 High Level Structure (HLS)

Damit die unterschiedlichen Standards (Normen) für Managementsysteme ein einheitliches Grundverständnis und einen einheitlichen Aufbau besitzen sowie gleiche Begriffe verwenden, hat ISO (International Organization for Standardization) die High Level Structure entwickelt und festgelegt, dass bei allen Managementsystemnormen (QMS, UMS, AMS etc.) diese Vorgaben zwingend anzuwenden sind. Mit der ISO 9001:2015, der ISO 14.001:2015 (Norm für das Umweltmanagement) und der ISO 45.001:2018 (Norm für das Arbeitsschutzmanagement) wurde die High Level Structure durch die ISO eingeführt. Durch die HLS lassen sich unterschiedliche betriebliche Managementsysteme (z. B. QMS, UMS und AMS) deutlich einfacher zusammenführen. Weitere Vorteile sind:

  • Nutzung von Synergien,
  • vereinfachte Administration (z. B. Nutzung gleicher Prozesse) und
  • Förderung einer ganzheitlichen Unternehmensführung.

Der Zwang, gleiche Begriffe und identische Kernaussagen zu verwenden hat zur Folge, dass teilweise umständliche Interpretationen erforderlich sind.

Die High Level Structure bewirkt identische Bezeichnungen der Kapitel, identische Kernaussagen sowie gleiche Begriffe mit identischen Begriffsdefinitionen.

Der durch die HLS vereinheitlichte Aufbau eines Managementsystems umfasst folgende Kapitel:

  1. Anwendungsbereich
  2. Normative Verweisungen
  3. Begriffe
  4. Kontext der Organisation
  5. Führung
  6. Planung
  7. Unterstützung
  8. Betrieb
  9. Leistungsbewertung
  10. Verbesserung

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