Tanja Martin
, Marita Karle
Grundsätzlich ist zwischen der funktionalen und der divisionalen Gliederung der Personalabteilung zu unterscheiden. Bei der funktionalen Gliederung werden Arbeitsaufgaben, Tätigkeitsbereiche oder Arbeitsprozesse bestimmten Mitarbeitern zugeordnet. Bei der divisionalen Gliederung wird das Unternehmen aufgeteilt in bestimmte Mitarbeitergruppen oder in Unternehmenseinheiten bzw. Sparten.
Des Weiteren ist die Frage der Zentralisation und der Dezentralisation (siehe Kapitel 4.2) hier bedeutsam.
Dezentralisation bedeutet, dass die Aufgaben direkt vor Ort erledigt werden. Dementsprechend ist auch denkbar, dass innerhalb eines Unternehmens die Personalabteilung nicht zentral an einem bestimmten Ort im Unternehmen, sondern jeweils einem zuständigen Bereich zugeordnet wird, beispielsweise Personalabteilung für die Produktion, für den kaufmännischen Bereich usw. Durch den direkten Ansprechpartner fühlen sich die Mitarbeiter besser betreut und der Fachvorgesetzte wird entlastet.
Ursprünglich war es normal, dass die Personalabteilungen zentral im Unternehmen angesiedelt waren. In den letzten Jahren zeigt sich — sicherlich auch aufgrund der vielfältigen Anforderungen, die an ein Unternehmen gestellt werden—ein Wandel hin zur Dezentralisierung. Der Trend zu mehr Dezentralisierung wird in den nächsten Jahren weiterhin anhalten, um als Unternehmen schneller agieren zu können und den Markterfordernissen zu entsprechen.
Zu beachten ist ferner, dass eine zentrale Personalabteilung immer stärker in die Umsetzung von Strategien und Grundsatzentscheidungen miteinbezogen werden kann, die dezentrale Personalabteilung hat dafür eine bedeutsame Funktion bei der Betreuung der Mitarbeiter vor Ort.
Die vorgestellten Gliederungsarten können miteinander gemischt werden, sodass auf unterschiedlichen oder au...