Birgit Frank
, Sarah Staut
Die Fähigkeit zur Transformation ist eine zentrale Grundbedingung. Damit verbunden verfügen transformative Organisationen über Instrumente, Prozesse sowie Freiräume, mit denen implizites, personengebundenes Wissen gehoben, analysiert und geteilt wird. Dabei gefordert sind v. a. emotionale Intelligenz, Urteilsvermögen und die Fähigkeit, kreatives Denken zu fördern (vgl. Tab. 1).
| Konventionelles Führungsverständnis |
Transformatives Führungsverständnis |
| Was ist typisch für heutiges Management? |
Was ist modernes Management? |
- Träge Organisation: Veränderungen nur durch Krisen
- Inspirationslose Personalführung
- Fokus auf Effizienz- und Einsparprogramme
- Wettbewerb um Beförderungen
- Top-down-Entscheidungen
- Führungssystem erhält sich selbst
- Umfassendes Regelsystem in der Organisation
- Prinzip von Aufgaben-Delegation
- Strenge Compliance-Richtlinien
- Lange Entscheidungswege
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- Mash-up zwischen Strukturen und industriellem Design (Design Thinking)
- Bürokratieabbau
- Hoher Grad an Agilität, Autonomie und Selbstorganisation
- Verantwortung aller für die Erfolge
- Talente entwickeln und halten
- Intuitive Führung, Kreativität
- "Game Changer"
- Neues Machtverständnis – sozialer Fokus
- Strategie entsteht auf Mitarbeiterebenen
- Schnelle Entscheidungen
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| = Trägheit in der Führung |
= Agilität in der Führung |
Tab. 1: Konventionelles versus transformatives Führungsverständnis
Aufgrund der mit der Digitalisierung einhergehenden Komplexitätserhöhung wird es für Führungskräfte zunehmend schwieriger, das für eine Aufgabenstellung relevante Wissen zu besitzen, um Mitarbeiter anleiten und kontrollieren zu können. Damit verbunden ist es für Führungskräfte unumgänglich, diese zum selbstständigen Arbeiten zu befähigen. Führungskräfte müssen also lernen, Macht abzugeben und Eigenverantwortung sowie Autonomie bei den Mitarbeitern ...