Rn. 66
Stand: EL 181 – ET: 06/2025
Die Sicherung einer Rente durch Vereinbarung einer Wertsicherungsklausel oder einer Währungsklausel (vgl H 22.3 EStH 2023 "Begriff der Leibrente"), dh die vertragliche Koppelung der Rente an eine bestimmte Bezugsgröße, ist für die Annahme einer Leibrente unschädlich (BFH BStBl II 2010, 24; BFH BStBl II 1997, 284; BFH BStBl II 1992, 499; BFH BFH/NV 1986, 526; BMF v 11.03.2010, BStBl I 2010, 227 Rz 72; BMF v 16.09.2004, BStBl I 2004, 922 Rz 48). Der Rentencharakter bzw die Gleichmäßigkeit der Leistungen wird dadurch nicht beeinträchtigt, da der innere Wert eher gestärkt wird und die Vorausbestimmtheit erhalten bleibt (BFH BStBl II 1973, 680; 1986, 348). Die Höhe der Rentenzahlungen kann beispielsweise vertraglich gebunden werden an die Gehaltsentwicklung einer bestimmten Berufsgruppe (BFH BStBl II 1997, 284), an die allg Lebenshaltungskosten (BFH BStBl II 1980, 501) oder an zukünftige Anpassungen der Sozialversicherungsrenten (BFH BStBl II 1981, 265; BFH BStBl II 1968, 262).
Auf der anderen Seite schließt die bloße Vereinbarung einer Wertsicherungsklausel die Abänderbarkeit wiederkehrender Leistungen nicht aus (BFH BStBl II 1992, 499).
Rn. 67
Stand: EL 181 – ET: 06/2025
vorläufig frei