0 Rechtsentwicklung
Rz. 1
§ 35 ist derzeit i. d. F. der Bekanntmachung v. 11.9.2012 (BGBl. I S. 2022) seit 1.1.2012 in Kraft.
Eingefügt wurde § 35 durch das Gesetz zur Neuordnung des Kinder- und Jugendhilferechts (Kinder- und Jugendhilfegesetz – KJHG) v. 26.6.1990 (BGBl. I S. 1163).
Einschränkungen im Bereich der intensivpädagogischen Auslandsmaßnahmen brachte zuletzt die Änderung des SGB VIII durch das Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz (KICK) v. 8.5.2005 (BGBl. I S. 2729) mit Wirkung zum 1.10.2005 mit sich.
Es erfolgten dann diverse Neubekanntmachungen, die die Vorschrift aber unverändert ließen, so durch die Neufassung des Achten Buches Sozialgesetzbuch v. 3.5.1993 ab 1.4.1993 (BGBl. I S. 637), durch die Neufassung des Achten Buches Sozialgesetzbuch v. 15.3.1996 ab 1.1.1996 (BGBl. I S. 477), durch die Neufassung des Achten Buches Sozialgesetzbuch v. 8.12.1998 ab 1.7.1998 (BGBl. I S. 3546), durch die Neufassung des Achten Buches Sozialgesetzbuch v. 14.12.2006 ab 1.1.2007 (BGBl. I S. 3134) und eben zuletzt durch die Neufassung des Achten Buches Sozialgesetzbuch v. 11.9.2012 ab 1.1.2012 (BGBl. I S. 2022).
1 Allgemeines
1.1 Historische Entwicklung
Rz. 2
Die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung hat sich aus speziellen Diensten entwickelt, welche Hilfen für besonders gefährdete Jugendliche anboten, z. B. Aufsichtshelfer, Schutzhelfer, Jugendberater oder andere offene Hilfen der öffentlichen Erziehung (vgl. BT-Drs. 11/5948 S. 72). Die Hilfe war ursprünglich vor allem auf straffällig gewordene Jugendliche konzentriert, inzwischen hat sich ein breites Anwendungsspektrum für alle besonders gefährdeten Jugendlichen entwickelt.
1.2 Inhalt der Norm
Rz. 3
Satz 1 regelt Inhalt der intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung und deren Zielsetzung. Satz 2 macht Vorgaben zur Dauer der Hilfe.
1.3 Normzweck
Rz. 4
Die Ziele der intensiven sozialpädagogischen Einzel...