Alexandra Pung
, Torsten Werner
Tz. 70
Stand: EL 119 – ET: 07/2025
Die AK der (wegfallenden) Beteiligung der Übernehmerin an der Überträgerin haben sich bei dem Verzicht auf ein Darlehen der Übernehmerin an die Überträgerin uU erhöht:
Nach dem Beschl des GrS des BFH v 09.06.1997 (BStBl II 1998, 307) erhöhen sich durch den gesellschaftsrechtlich veranlassten Verzicht beim AE die AK der Kap-Beteiligung um den Tw, den die Darlehensforderung zu diesem Zeitpunkt hatte; das BV der Überträgerin erhöht sich zum einen um die Einlage (werthaltiger Teil der Forderung) und im Übrigen durch den Wegfall der Restverbindlichkeit. Bei Anteilen im PV iSd § 17 EStG richtet sich die Höhe der nachträglichen AK nach den Grundsätzen bei Ausfall eines Darlehens. Hierzu s Schr des BMF v 08.06.1999, BStBl I 1999, 545 zur Rechtslage vor Inkrafttreten des MoMiG und s Schr des BMF v 21.10.2010, BStBl I 2010, 832 sowie Schr des BMF v 05.04.2019, BStBl I 2019, 257 zur Rechtslage nach Inkrafttreten des MoMiG. Zur Rechtslage nach Normierung eines spezialgesetzlichen AK-Begriffs in § 17 Abs 2a EStG s Schr des BMF v 07.06.2022 (BStBl I 2022, 897). Zur stlichen Behandlung eines Forderungsverzichts bei Anteilen im PV iSd § 20 Abs 2 S 1 Nr 1 EStG s Schr des BMF v 14.05.2025 (IV C 1 – S 2252/00075/016/070, Rn 61) sowie s Urt des BFH v 06.08.2019 (BStBl II 2020, 833).
Wegen eines Forderungsverzichts nach dem stlichen Übertragungsstichtag, s Tz 54.
Tz. 71
Stand: EL 119 – ET: 07/2025
Liegt ein Darlehen vor, auf das nicht verzichtet worden ist, weist die Überträgerin eine Darlehensverbindlichkeit iHd Nennwerts der Forderung aus.
Hinsichtlich der Auswirkungen auf die AK der Beteiligung ist wie folgt zu differenzieren: