Tz. 4
Stand: EL 93 – ET: 06/2018
§ 8 Abs 9 KStG ist nach S 1 der Vorschrift anzuwenden, wenn für eine Kap-Ges § 8 Abs 7 S 1 Nr 2 KStG zur Anwendung kommt. § 8 Abs 7 S 1 Nr 2 KStG kommt bei einer Kap-Ges zur Anwendung, wenn sie (bzw ihre AE) die pers Voraussetzungen des § 8 Abs 7 S 1 Nr 2 S 2 KStG erfüllen (hierzu s § 8 Abs 7 KStG Tz 55ff) und die KapGes (mindestens) ein Dauerverlustgeschäft iSd § 8 Abs 7 S 2 KStG ausübt (hierzu s § 8 Abs 7 KStG Tz 19ff). Übt die Kap-Ges zwar ein derartiges Dauerverlustgeschäft aus, auf das wegen der zeitlichen Anwendungsregelung des § 34 Abs 6 S 5 KStG idF des JStG 2009 § 8 Abs 7 KStG jedoch (noch) nicht anzuwenden ist (s § 8 Abs 7 KStG Tz 70), so folgt aus der Nichtanwendung des § 8 Abs 7 KStG, dass auch § 8 Abs 9 KStG (noch) nicht anzuwenden ist (s Urt des FG Ddf v 30.06.2017, EFG 2017, 1370; Rev-Az: I R 55/17). Zur Aufteilung eines zum 31.12.2008 festgestellten Verlustes, wenn ab 2009 kein Dauerverlustgeschäft mehr durchgeführt wird, s Tz 37.
Nach Verw-Auff (s Schr des BMF v 12.11.2009, BStBl I 2009, 1303, Rn 66) ist § 8 Abs 9 KStG dagegen nur anzuwenden, wenn für die Kap-Ges § 8 Abs 7 S 1 Nr 2 KStG zur Anwendung kommt und diese
(ebenso s Kohlhepp, in Sch/F, KStG, § 8 Rn 940).
Die Verw-Auff, die verlangt, dass die Kap-Ges mehr als eine Tätigkeit ausübt, greift uE (unter Berücksichtigung des Ges-Wortlauts) zu weit. Man kann zwar argumentieren, dass im Fall ...