Lars Leibner
, Ewald Dötsch
Tz. 9
Stand: EL 112 – ET: 12/2023
Nach § 8d Abs 1 S 1 KStG ist § 8c KStG nach einem schädlichen Beteiligungserwerb auf Antrag nicht anzuwenden, wenn die Kö seit ihrer Gründung oder zumindest seit dem Beginn des dritten VZ, der dem VZ des schädlichen Beteiligungserwerbs vorausgeht, ausschl denselben Geschäftsbetrieb unterhält und in diesem Zeitraum bis zum Schluss des VZ des schädlichen Beteiligungserwerbs kein Ereignis i. S. v. § 8d Abs 2 KStG stattgefunden hat (dazu auch s Tz 14ff).
Neben der Stellung eines entspr Antrags (s Tz 21ff) und dem Unterhalten ausschl desselben Geschäftsbetriebs seit Gründung bzw seit mind drei VZ bis zum schädlichen Beteiligungserwerb (vorgelagerter Beobachtungszeitraum; dazu s auch Tz 14; wegen des Begriffs s Bericht des BT-FinAussch, BT-Drs 18/10495; die Fin-Verw bezeichnet diesen Zeitraum als "Beobachtungszeitraum A", s Rn 13 des BMF-Schr v 18.03.2021) setzt die Anwendung des § 8d KStG zusätzlich voraus, dass in dem dem VZ des schädlichen Beteiligungserwerbs vorgelagerten Beobachtungszeitraum bis zum Ende des VZ des schädlichen Beteiligungserwerbs kein Ereignis iSd § 8d Abs 2 KStG stattgefunden hat (diesen Zeitraum bezeichnet die FinVerw als "Beobachtungszeitraum B", s Rn 13 des BMF-Schr v 18.03.2021; dazu s auch Tz 14). Zudem darf kein Ausschluss des Anwendungsbereiches iSd § 8d Abs 1 S 2 KStG vorliegen (s Tz 18ff). Ein danach eintretendes Ereignis iSd § 8d Abs 2 KStG führt grds zum Untergang eines fortführungsgebundenen Verlustvortrags (s Tz 47ff).
Der pers Anwendungsbereich des § 8d KStG entspr demjenigen des § 8c KStG (s Rn 1 des BMF-Schr v 18.03.2021, welche auf Rn 1 des BMF-Schr v 28.11.2017, BStBl I 2017, 1645 verweist), da ein schädlicher Beteiligungserwerb iSd § 8c KStG Voraussetzung für eine Anwendung von § 8d KStG ist (s Tz 10). Demna...