Dr. Martin Cordes, Dr. Alexander Geißler
Schrifttum:
Engelen/Heider, Der länderbezogene Bericht nach § 138a AO – Erste Praxiserfahrungen und ausgewählte Zweifelsfragen, DStR 2018, 1042; Engelen/Heider, Der länderbezogene Bericht nach § 138a AO – Die Positionen der Tabelle 1, DStR 2018, 2549.
A. Allgemeine Erläuterungen
I. Regelungsgegenstand
Rz. 1
§ 342i regelt den länderbezogenen Ausweis der im Ertragsteuerinformationsbericht enthaltenen Pflichtangaben aus § 342h Abs. 2 (Böcking/Korn in EBJS5, § 342i HGB Rz. 1; Merkt in Hopt44, § 342i HGB Rz. 1; Merk/Poll in BeckOK HGB45, § 342i vor Rz. 1). Die Norm setzt Art. 48c Abs. 5 RL 2013/34/EU idF der RL (EU) 2021/2101 in nationales Recht um (Böcking/Korn in EBJS5, § 342i HGB Rz. 1; Kliem/Rimmelspacher in Beck BilKomm.14, § 342i HGB Rz. 1). Während § 342i Abs. 1 regelt, ob Angaben getrennt oder zusammengefasst auszuweisen sind, regelt § 342i Abs. 2 die Zuordnung von Angaben zu den Steuerhoheitsgebieten.
II. Bedeutung und Zweck
Rz. 2
Die Vorschrift soll der Vergleichbarkeit und Übersichtlichkeit der Berichte dienen und die Transparenz fördern, da Unternehmen ihre Tätigkeiten in den einzelnen Steuerhoheitsgebieten offenlegen müssen (Kitzig in BeckOGK HGB, § 342i Rz. 1 [9/2024]).
III. Geltungsbereich
Rz. 3
Der zeitliche Anwendungsbereich ist in Art. 90 Abs. 1 Satz 2 EGHGB geregelt: Die Vorschriften des Vierten Unterabschnitts des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs sind für nach dem 21.6.2024 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden (Kitzig in BeckOGK HGB, § 342i Rz. 2 [9/2024]; Müller/Müller in BKT, Bilanzrecht, § 342i HGB Rz. 2 [1/2025]).