Entscheidungsstichwort (Thema)
Vorlage zur Vorabentscheidung. Zollunion. Gemeinsamer Zolltarif. Tarifierung. Kombinierte Nomenklatur. Auslegung der Erläuterungen zur Unterposition 1521 90 99. Geschmolzenes und vor seiner Einfuhr wieder erstarrtes Bienenwachs
Normenkette
EWGV 2658/87 Anhang I
Beteiligte
KAHL
KAHL GmbH & Co. KG
C. E. Roeper GmbH
Hauptzollamt Hannover
Hauptzollamt Hamburg
Verfahrensgang
FG Hamburg (Beschluss vom 14.04.2020; Aktenzeichen 4 K 146/17; ABl. EU 2020, Nr. C 279/29)
FG Hamburg (Beschluss vom 14.04.2020; Aktenzeichen 4 K 141/17; AW-Prax 2020, 289)
Tenor
Die Kombinierte Nomenklatur in Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2658/87 des Rates vom 23. Juli 1987 über die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen Zolltarif in ihren Fassungen aufgrund der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1101/2014 der Kommission vom 16. Oktober 2014 und der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1754 der Kommission vom 6. Oktober 2015 ist dahin auszulegen, dass Bienenwachs, das eingeschmolzen worden ist und von dem anlässlich des Einschmelzens ein Teil der Fremdkörper mechanisch abgeschieden wurde und das dann zu Blöcken oder Platten erstarrt ist, unter die Unterposition 1521 90 99 dieser Nomenklatur fällt, die sich auf „andere” Wachse bezieht, und nicht unter Unterposition 1521 90 91 dieser Nomenklatur, die sich auf „roh[e]” Wachse bezieht.
Tatbestand
In den verbundenen Rechtssachen
betreffend Vorabentscheidungsersuchen nach Art. 267 AEUV, eingereicht vom Finanzgericht Hamburg (Deutschland) mit Entscheidungen vom 14. April 2020, beim Gerichtshof eingegangen am 7. Mai 2020, in den Verfahren
KAHL GmbH & Co. KG
gegen
Hauptzollamt Hannover (C-197/20)
und
C. E. Roeper GmbH
gegen
Hauptzollamt Hamburg (C-216/20)
erlässt
DER GERICHTSHOF (Neunte Kammer)
unter Mitwirkun...