Bei den beiden gewinnorientierten Methoden wird nicht vom Preis ausgegangen, sondern vom Gewinn des jeweiligen Geschäfts. Diese beiden Methoden werden grundsätzlich nicht von der Finanzverwaltung in Deutschland anerkannt, da zwischen fremden Dritten der Gewinn regelmäßig nicht die Basis für einen angemessenen Marktpreis sein wird.
1.3.1.1 Profit-Split-Methode
Bei dieser Methode wird der Gesamtgewinn, den die verbundenen Unternehmen aus einem Geschäft mit Dritten erzielt haben, aufgeteilt. Dabei ist der Aufteilungsmaßstab der jeweilige Mehrwert, der durch das Geschäft erzielt wird. Maßgeblich für die Aufteilung des Gewinns sind dabei die jeweils ausgeführte Funktion, das Risiko sowie die eingesetzten Mittel des Konzernunternehmens. Die Aufteilung kann dabei nach dem Gesamtgewinn erfolgen oder aber es kann eine Aufteilung in mehreren Stufen erfolgen. Positiv zu sehen ist, dass letztlich der Gewinn aufgeteilt wird, der im Verhältnis zu fremden Dritten erwirtschaftet wird. Allerdings ist problematisch, nach welchem Schlüssel letztlich die Aufteilung erfolgt. Anwendbar ist diese Methode in Deutschland nur subsidiär.
1.3.1.2 Transaktionsbezogene Netto-Margen-Methode
Die zweite gewinnorientierte Methode ist die transaktionsbezogene Netto-Margen-Methode, die international als Transactional Net Margin Method oder TNMM bezeichnet wird. Bei dieser wird die Gewinnmarge eines konzerninternen Geschäfts mit der eines Fremdgeschäfts untersucht. Diese Methode ähnelt somit der Kostenaufschlag- oder der Wiederverkaufspreismethode. Sie unterscheidet sich allerdings dahin gehend, dass bei diese...