Damit Führungskräfte rasch ein tiefes Verständnis für die Unternehmensstruktur, -kultur und -ziele entwickeln, ist ein intensiver und gezielter Einführungsprozess erforderlich, um ihnen einen umfassenden Überblick über die Organisation zu verschaffen.
Führungskräfte müssen die Unternehmensstrategie und -vision verstehen und zeitnah in der Lage sein, ihre Abteilungen entsprechend auszurichten. Das Onboarding sollte darauf abzielen, ihnen diese strategischen Elemente zu vermitteln.
Von Führungskräften wird erwartet, dass sie zügig ins Handeln kommen und Entscheidungen treffen. Daher sollte das Onboarding ihnen ermöglichen, schnell in ihre Rolle hineinzuwachsen und sich mit den laufenden Projekten und Herausforderungen vertraut zu machen. Dafür eignen sich beispielsweise Strategiepapiere und Geschäftsberichte. Im Zweifelsfall ist es die Aufgabe des Vorgesetzten, diese Dokumentation vom Vorgänger rechtzeitig einzufordern und an den Neuen mit entsprechender Erläuterung zu übergeben.
Handlungsempfehlung: Jour-fixe-Termine
Regelmäßige Jour-fixe-Termine bieten die Chance, sich mit dem direkten Vorgesetzten über Inhaltliches auszutauschen (neue Projekte oder geplante Strategien) und Fragen zu klären. Die neue Führungskraft sollte dabei ihren Handlungsspielraum kennenlernen und wissen, ob der Fokus künftig eher auf Veränderung, Restrukturierung oder Fortführung des Business liegt und welche Akzente er von Anfang an setzen kann.
Durch regelmäßiges und konstruktives Feedback vom Vorgesetzten erhält der Neue Rückmeldung zum eigenen Auftreten und zu inhaltlichen Fragen. Da neue Führungskräfte meistens nur wenig direkte Rückmeldungen von ihren Mitarbeitern bekommen, ist dies besonders wichtig.
Auch Direct Reports der Mitarbeiter eignen sich in der Anfangszeit, damit sich der Neu...