Flavia Kruck
, Dipl.-Kffr. Andrea Kämmler-Burrak
Prozesse und Strukturen neu zu gestalten reicht jedoch nicht aus, um Nachhaltigkeit erfolgreich im Unternehmen zu implementieren.
Vielmehr müssen Führungskräfte und Mitarbeitende ihre Verhaltens- und Arbeitsweisen an den zukünftigen Nachhaltigkeitszielen ausrichten. Um eine erfolgreiche Umsetzung zu gewährleisten, ist jeder einzelne gefragt. Es gilt im Unternehmen eine Kultur zu fördern, die dafür sorgt, dass die Strategie verankert und gelebt wird.
Mitarbeitende müssen sich mit den Leitlinien und Zielen des Unternehmens identifizieren können und diese mittragen. Widerstände gegenüber Veränderungen erfolgen meist aufgrund von
- fehlendem Wissen (mangelndes Problembewusstsein),
- fehlenden Kompetenzen (Angst, den neuen Anforderungen nicht gewachsen zu sein) oder
- fehlenden Ressourcen (Zeit, d. h. Mehraufwand, welches das Thema generiert, aber auch finanzielle oder technische Ressourcen).
Um eine erfolgreiche Transformation sicherzustellen, müssen Mitarbeitende somit:
- das "Warum" verstehen,
- die Unterstützung des Top-Managements erhalten und
- die erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen erwerben.
Akzeptanz ist zu schaffen
Als erstes sind die Mitarbeitenden für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, um eine unternehmensweite Akzeptanz zu schaffen. Die Auswirkungen auf das Unternehmen sowie die damit verbundenen neuen Strukturen, Prozesse und Rollen müssen verstanden und akzeptiert werden. Dabei ist es wichtig, wie eingangs erwähnt, die Mitarbeitenden frühzeitig einzubinden und das Leitbild gemeinsam zu entwickeln, damit es auch von allen getragen wird. Neben einem offenen und ehrlichen Austausch mit den Mitarbeitenden ist eine regelmäßige Kommunikation zentral, um die Glaubwürdigkeit des Unternehmens sicherzustellen. So müssen beispielsweise auch Misserfolge transparent dargelegt werden...