Dipl.-Kffr. Andrea Kämmler-Burrak
Neben der Fachkompetenz ist insbesondere bei den Führungskräften soziale Kompetenz gefragt. Um den geänderten Anforderungen gerecht zu werden, müssen Führungskräfte zunächst einmal selbst ein nachhaltiges Mindset sowie die notwendigen Kompetenzen aufbauen. Nur so können sie den Mitarbeitenden als Unterstützung und als Vorbild dienen.
Dazu gehört zum einen ein ausgeprägtes Systemdenken. Dies zeigt sich in einem breiten Verständnis von Ökosystemen und vor allem der damit verbundenen Beziehungen zwischen dem Unternehmen und den beteiligten Ökosystemen. Außerdem sollten Führungskräfte dabei die unterschiedlichen Perspektiven aller beteiligter Stakeholder kennen und verstehen.
Zudem spielen die eigene Integrität sowie die eigenen ethischen und moralischen Werte wie Respekt, Aufrichtigkeit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit eine wesentliche Rolle.
Es werden weiter benötigt: Langfristiges Denken, Komplexitätsmanagement sowie eine unvoreingenommene Entscheidungskompetenz. Diese ermöglichen das Treffen von rationalen und fairen Entscheidungen. Außerdem ist es wichtig, Situationen identifizieren zu können, in denen Entscheidungen durch kognitive Verzerrungen beeinflusst werden. Entsprechende Schulungen und Debiasing-Trainings können hier Abhilfe schaffen.
3.1 Mit Authentizität führen und Vorbildfunktion einnehmen
Häufig werden Führungskräfte als Vorbild wahrgenommen, deren Verhalten von den Mitarbeitenden adaptiert wird ("Soziales Lernen" genannt). Mitarbeitende, die von ihren Vorgesetzten ein ethisches und respektvolles Verhalten erfahren, werden sich selbst entsprechend gegenüber Kollegen und Mitarbeitenden auf unteren Hierarchieebenen verhalten. In ähnlicher Weise werden Mitarbeitende, die ihre nach nachhaltigen Werten agierenden Führungskräfte als Vorbild sehen, deren nachhaltige Verhaltensweisen adaptieren. Wichtig dabei: Authentisch ble...