Viele GenAI-Ansätze erleichtern dem Anwender das Arbeiten mit dem System und unterstützen somit Self Service. Self Service heißt generell, dass der Fachanwender viele Aufgaben selbst ausführen kann, für die bislang Expertinnen und Experten notwendig waren. Beispielsweise kann die Erstellung von Abfragen direkt vom Informationsempfangenden durchgeführt werden, ohne dass beispielsweise eine Abfragesprache erlernt werden muss. Auch die Konfiguration von Informationssystemen kann wieder in die Fachabteilung übertragen werden. Ein typisches Beispiel ist die Konfiguration von Umlagen, durch die mögliche Entwicklungsstaus aufgelöst werden können.
Dieser Trend zum "Empowerment" ist bekannt und permanent sichtbar: ERP-basierte Planungen wurden schon sehr früh durch eine flexible Tabellenkalkulation ersetzt. Auch die Business Intelligence-Expertin oder der Experte oder die Berichtsredakteurin oder der -redakteur übergeben zunehmend die Verantwortung an die Endbenutzerin oder den Endbenutzer, was der Erfolg von Analyseplattformen wie Power BI, SAP Analytics Cloud oder Tableau deutlich zeigt.
Allerdings sind damit neue Probleme entstanden: Die erstellten Modelle werden bei zunehmender Größe und Komplexität komplizierter. An sich einfache Formeln werden beispielsweise in Excel auf beliebige Kombinationen von Dimensionen angewendet. Bei Änderung der Basisfolie müssen die Kopierziele angepasst werden, wobei leider häufig Fehler passieren. Auch ist strukturiertes Arbeiten nicht jedermanns Stärke. Man kennt die Probleme, die durch zu komplexe Excel-Modelle entstanden sind: sie sind kaum noch wartbar. Über Assistenten (Wizzard) wurde versucht Konfigurationen zu vereinfachen, dennoch ist ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge notwendig.
Abbildung 3 zeigt, in welche Richtung sich die Entw...