Zusammenfassung
Fast alle Unternehmen quer durch alle Branchen sind gezwungen, in immer kürzeren Abständen neue Produkte an den Markt zu bringen. Sie müssen die immer differenzierteren Kundenwünsche erfüllen und sich vom Wettbewerb absetzen können. Um dieses Ziel zu erreichen, muss heute auch in kleineren Betrieben mit vergleichsweise großen Forschungs- und Entwicklungsbudgets gearbeitet werden.
Forschung und Entwicklung (F&E) kann dabei vom und im eigenen Unternehmen betrieben werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, diese Arbeiten zumindest teilweise durch Dritte erledigen zu lassen. Die zunehmende Größe des Blocks der Forschungs- und Entwicklungskosten macht es erforderlich, diese Kosten genauer zu betrachten, zu analysieren und verursachungsgerecht zu verteilen.
1 Wann fallen Forschungs- und Entwicklungskosten an?
Forschung und Entwicklung dienen der langfristigen Existenzsicherung des Unternehmens. Die Ergebnisse aus F&E sollen helfen, Marktanteile auszubauen oder zumindest zu sichern. Allgemein wird unter Forschung die Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse mit dem Ziel der praktischen Anwendung verstanden. Innerhalb der Forschung wird zwischen Grundlagenforschung, zweckfreier oder reiner Forschung, angewandter oder Zweckforschung sowie Verfahrens- oder Erzeugnisforschung unterschieden. Forschungsergebnisse sind oft abstrakt und lassen sich nur selten unmittelbar in Produkte umsetzen.
Die Entwicklung hingegen ist konkreter gefasst als die Forschung. Sie baut auf deren wissenschaftlichen Erkenntnissen auf und setzt diese um. Die Entwicklung hat das Ziel, zu neuen oder wesentlich verbesserten Produkten, Dienstleistungen oder Verfahren für das Unternehmen zu gelangen. Am Ende der Entwicklung steht beispielsweise ein serienreifes neues Produkt oder ein praktisch anwendbares neues Verfahren.
Je nach Unternehmen und Branche werden...