Dr. Angelica M. Schwarz
, Dr. Manuel Koch
Die Frage, wem welche Rolle innerhalb eines Unternehmens zukommt und wo (bzw. durch welche Gruppengesellschaften) die jeweiligen Tätigkeiten ausgeübt werden, dürfte den Steuerberater namentlich dann interessieren, wenn es Fragen rund um die personelle Substanz sowie die Funktionsanalyse für die Zwecke des Transfer Pricings zu beurteilen gilt. Da Daten unter bestimmten Voraussetzungen aus der Verrechnungspreisperspektive als immaterielle Werte anzusehen sind, muss für die Zuordnung von Erträgen aus Daten eine Analyse der DEMPE-Funktionen entlang der Datenwertschöpfungskette erfolgen. Soweit DEMPE-Funktionen auf andere Gruppengesellschaften als den Dateninhaber ausgelagert werden (z.B. Datenbereinigung, Datenanalyse etc.), muss hierbei der Risikokontrollansatz beachtet werden.
Auch bei der Frage, ob ein steuerrechtlich relevanter Nexus (im Sinne eines Anknüpfungspunkts) begründet wird, ist ein vertieftes Verständnis über die ausgeübten Aktivitäten erforderlich – so etwa, wenn es eine Betriebsstätte oder den Ort der tatsächlichen Verwaltung (Place of Effective Management) zu prüfen gilt.
Nachfolgende Ausführungen dienen der Übersicht über die verschiedenen Rollen und Funktionen auf C-Level Ebene. Existieren solche Rollen innerhalb eines Unternehmens schon, so gilt zu berücksichtigen, dass diese in der Praxis nicht immer gleich definiert sind. So kann das jeweilige Tätigkeitsprofil von Unternehmen zu Unternehmen in der Ausgestaltung verschieden sein. Die untenstehende Tabelle ist somit im Sinne einer groben Auslegeordnung zu verstehen. Gewiss muss ein Unternehmen auch nicht zwingend für alle Aufgabenprofile eigens eine Rolle eingerichtet haben – vielmehr überschneiden sich die Zuständigkeitsbereiche in der Praxis oftmals. Soll ein Big Data Projekt erst noch aufgeglei...