Zusammenfassung
Der Arbeitsvorbereitung geht die Arbeitsplanung voraus. Die Arbeitsvorbereitung steht zu Beginn der Arbeitsdurchführung. Während in der Arbeitsplanung die Entscheidung über Arbeitsgegenstände, Arbeitsmittel und Fertigungsverfahren getroffen wird, werden in der Arbeitsvorbereitung
- Arbeitsmittel und Arbeitsstoffe (Werkbank, Werkzeug, PSA …) beschafft,
- Eingaben/Ressourcen (Arbeitsauftrag, Strom, Wasser, Arbeitskräfte, Material …) für das Fertigungsverfahren zur Verfügung gestellt,
- Arbeitskräfte (Schulung, Einweisung am Arbeitsplatz …) befähigt.
Eine gute Arbeitsvorbereitung ermöglicht eine gute Arbeitsdurchführung. Aus Sicht des Arbeitsschutzes ist eine gewissenhafte Arbeitsvorbereitung Voraussetzung für sicheres Arbeiten.
1 Beurteilung des Arbeitssystems
Die Arbeitsvorbereitung kann mit einer Abgrenzung des Arbeitssystems erarbeitet werden. Das Arbeitssystem beinhaltet laut DGUV "das Zusammenwirken und die Wechselwirkung von Mensch und Arbeitsmittel im Arbeitsablauf, um die Arbeitsaufgabe am Arbeitsplatz/der Arbeitsstätte in der Arbeitsumgebung unter den durch die Arbeitsaufgabe gesetzten Bedingungen zu erfüllen."
Eine Bewertung aller zu einem Arbeitssystem gehörenden Elemente, gewährleistet eine vollständige Bewertung aller möglichen Gefährdungen, um somit bereits in der Vorbereitung mit Schutzmaßnahmen reagieren zu können (Abb. 1).
Elemente eines Arbeitssystems
Abb. 1: Elemente eines Arbeitssystems
2 Bausteine der Arbeitsvorbereitung
2.1 Vorbereitung der Eingabe
Eingaben können sein: Material (Arbeitsgegenstände, Arbeitsstoffe, Rohstoffe …), Informationen, Ressourcen (Energie, Druckluft, Wasser …). Die Eingaben sind in der Arbeitsvorbereitung zu berücksichtigen. Denn Eingaben an sich können bereits Gefahrenpotenzial mitbringen.