Sinkende Geburtenrate und steigende Lebenserwartung
Vor allem sinkende Geburtenraten haben zur Folge, dass der Anteil der jüngeren Menschen in der Bevölkerung abnimmt, während die Gruppe der älteren ansteigt. Dazu kommt, dass die Menschen im Durchschnitt immer älter werden. So erreichen Männer heute ein durchschnittliches Lebensalter von 78,2 Jahren, während Frauen im Durchschnitt sogar 83,2 Jahre alt werden. Diese Entwicklungen verschieben die Altersstruktur der Bevölkerung nach oben. Es ist offensichtlich, dass der demografische Wandel auch unmittelbare Auswirkungen auf die Unternehmen und deren Personalpolitik hat.
Was bedeutet das für Unternehmen und deren Personalpolitik?
Wenn sich Unternehmen für die Herausforderungen der demografischen Veränderungen rüsten wollen, ist ein Umsteuern in der Personalpolitik, insbesondere eine Abkehr von der jugendzentrierten Personalpolitik unumgänglich. Ziel muss es sein, Mitarbeiter länger im Unternehmen zu halten und dabei die Gruppe der Älteren stärker in den Fokus zu rücken. Dies gebietet auch der zunehmende Fachkräftemangel. Für die Personalpolitik der Unternehmen bedeutet das, dass ältere Mitarbeiter nicht ausgegrenzt, stigmatisiert und wegrationalisiert werden. Sie sind nicht als Kosten-, sondern als Erfolgsfaktor und Chance zu sehen.
Vorurteile gegenüber älteren Mitarbeitern
Ziel der Unternehmen sollte es zuallererst sein, Vorurteile gegenüber älteren Mitarbeitern und nicht hinterfragte negative Zuschreibungen auszuräumen. So herrschen auch heute noch in nicht wenigen Unternehmen gegenüber älteren Mitarbeitern folgende Vorurteile:
- Ihre geistige und körperliche Leistungsfähigkeit lasse im Alter erheblich nach.
- Sie seien weniger flexibel, anpassungs- und lernfähig.
- Sie seien häufiger krank als jüngere Mitarbeiter.
- Sie hätten eine...