Wehrdienst / Lohnsteuer

1 Steuerfreie Bezüge

Die Vorteile aus einer unentgeltlichen truppenärztlichen Versorgung, die Soldaten nach § 16 WSG erhalten, bleiben steuerfrei.[1]

Bezüge von Reservisten bleiben steuerfrei

Ebenfalls steuerfrei bleiben an Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr gezahlte Bezüge i.  S.  d. § 1 Reservistinnen- und Reservistengesetz. Diese Bezüge von Reservisten sind unabhängig vom Dienstantritt vollständig steuerfrei.[2]

2 Steuerpflichtige Bezüge

Ab 2020 wird der Wehrsold an das Soldniveau für Zeitsoldaten angepasst. Soweit jemand einen freiwilligen Wehrdienst leistet, ist der Wehrsold seit 2020 steuerpflichtig.

In diesem Fall sind auch alle weiteren Bezüge steuerpflichtig, wie

  • Wehrdienstzuschlag (ca. 500 EUR bis 800 EUR pro Monat),
  • besondere Zuwendungen (z.  B. Entlassungsgeld, Weihnachtsgeld) sowie
  • unentgeltliche Verpflegung und Gemeinschaftsunterkunft.

3 Lohnsteuerabzug durch Einsatzstelle

Zuständig für die Erfüllung der Arbeitgeberpflichten (u.  a. Abruf der ELStAM, Lohnsteuerabzug und -anmeldung und Ausstellen der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung) ist die jeweilige Einsatzstelle.

 
Hinweis

Besteuerung trifft nur einen Teil der Freiwilligendienstler

In vielen Fällen kommt es aber nicht zu einem Lohnsteuereinbehalt. Die steuerlichen Frei- und Pauschbeträge führen nämlich dazu, dass in der Steuerklasse I, die für ledige Arbeitnehmer gilt, erst ab einem steuerpflichtigen Arbeitslohn von weit mehr als 12.000 EUR jährlich Lohnsteuer anfällt.

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