Lohnkonto / 4.5 Eintragung der Großbuchstaben

Im Lohnkonto sind die folgenden Großbuchstaben einzutragen:

  • Großbuchstabe S, wenn der Arbeitgeber die Lohnsteuer im ersten Dienstverhältnis für einen sonstigen Bezug berechnet und dabei der Arbeitslohn aus früheren Dienstverhältnissen im Kalenderjahr nicht berücksichtigt hat (Hochrechnung des aktuellen Arbeitslohns). Voraussetzung hierfür ist somit ein Wechsel des Arbeitgebers innerhalb des Kalenderjahres.
  • Großbuchstabe F, wenn der Arbeitnehmer zumindest in einem Lohnzahlungszeitraum eine vom Arbeitgeber angebotene steuerfreie Sammelbeförderung (kostenlose oder verbilligte Beförderung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte) nutzte.
  • Großbuchstabe U, wenn bei fortbestehendem Arbeitsverhältnis für mindestens 5 aufeinanderfolgende Arbeitstage kein Anspruch auf Arbeitslohn besteht. Der Buchstabe ist jedes Mal im Lohnkonto einzutragen, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen. Unbedeutend ist der Anlass für die Unterbrechung des Lohnzahlungsanspruchs. Hingegen ist kein U einzutragen, wenn eine der nachfolgenden steuerfreien Lohnersatzleistungen gezahlt wird.
  • Großbuchstabe M, wenn der Arbeitnehmer während seiner beruflichen Auswärtstätigkeit unentgeltliche Verpflegung von seinem Arbeitgeber erhält. Dieser ist in Zeile 2 der Lohnsteuerbescheinigung einzutragen.
 

Hinweis

Wegfall der Befreiung von der Aufzeichnung des Großbuchstabens M

Für eine Übergangszeit bis zum 31.12.2018 galt eine Befreiung von der Bescheinigungspflicht des Großbuchstabens M, wenn das Betriebsstättenfinanzamt die gesonderte Aufzeichnung von steuerfreien Reisekostenerstattungen außerhalb des Lohnkontos zugelassen hat. Unter denselben Voraussetzungen, die bei Bescheinigungsverzicht für steuerfreie Verpflegungszuschüsse gelten, war der Arbeitgeber auch von der Eintragung des Großbuchstabens M befreit. Für Lohnzahlungszeiträume ab 1.1.2019 ist die Aufzeichnung und Bescheinigung des Großbuchstabens zwingend, wenn der Arbeitnehmer im Rahmen einer beruflichen Auswärtstätigkeit vom Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten im Rahmen der 60-EUR-Grenze unentgeltlich bzw. verbilligt verpflegt wird.

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