Ein strategisches BGM greift viele dieser Faktoren auf und kann somit einen bedeutenden Beitrag zur Gestaltung der Arbeitgeberattraktivität leisten.
BGM mit seinen Kernbereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz, Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist als strukturierter und systematisch dauerhaft im Unternehmen zu etablierender Prozess zu verstehen. Badura, Ritter und Scherf heben hervor, dass dies zu langfristiger und nachhaltiger Förderung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit führt.
Strategisches BGM sollte die Unternehmensstrategie aufnehmen und den eigenen Beitrag zur Unterstützung prüfen. Insbesondere Themen wie die Personalentwicklung können dadurch gut genutzt und strategisch umgesetzt werden. Aufeinander abgestimmt kann Überforderung durch gezielte BGM-Maßnahmen deutlich reduziert werden, z. B. durch verhaltensbezogene Maßnahmen und Themen wie gesundes Führen und verhältnisorientierte Maßnahmen.
Fietz und Worschech stellten in einer Studie heraus, dass die systematische Personalentwicklung, Work-Life-Balance inklusive flexible Arbeitszeitmodelle großen Einfluss auf die Arbeitgeberattraktivität haben. Beides Themen, die innerhalb eines strategischen BGM gestaltet werden können. Auch hier ist zu erkennen, dass BGM in alle Kern- und Unterstützungsprozesse integriert werden sollte. Herausfordernd ist es allerdings, innerhalb der Organisationen die Integration des BGM strategisch zu gestalten. Um dies nachhaltig zu entwickeln, braucht es einen Prozess, der zur Orientierung dient und als Leitfaden genutzt werden kann. Gleichzeitig muss Handlungsfähigkeit im BGM sichergestellt werden.
6 Phasen eines strategischen BGM
Ein strategisches BGM kann z. B. anhand von 6 Phasen gestaltet werden:
- Bedarfsbestimmung: ...