Ewald Dötsch
, Alexandra Pung
Tz. 1
Stand: EL 114 – ET: 06/2024
§ 17 KStG ist eine Auffang- und Ergänzungsvorschrift zu § 14 KStG. Sie erweitert den Kreis der möglichen OG über die in § 14 KStG allein angesprochene SE, AG und KGaA hinaus insbes auf die GmbH. Wegen weiterer Gesellschaften s Tz 6ff.
Tz. 2
Stand: EL 114 – ET: 06/2024
§ 17 KStG idF des KStRefG v 31.08.1976 (BGBl I 1976, 2597) wurde inhaltlich unverändert aus dem § 7a KStG 1969 übernommen.
Inhaltliche Veränderungen erfuhr § 17 KStG durch das StÄndG 1992 v 25.02.1992 (BGBl I 1992, 297). Die Vorschrift wurde ua an den sog Supermarkt-Beschl des BGH v 24.10.1988 (BGHZ 105, 234) (s Tz 10) angepasst.
Keine Änderung brachte in Bezug auf § 17 KStG das StSenkG v 23.10.2000 (BGBl I 2000, 1433), das den Systemwechsel vom KSt-Anrechnungsverfahren zum Halb-Eink-Verfahren regelte.
Durch das StVBG v 19.12.2001 (BGBl I 2001, 3922) wurde § 17 S 1 KStG redaktionell an die neue Abs- und Satz-Nummerierung in § 14 KStG angepasst.
Das Ges zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des stlichen Reisekostenrechts v 20.02.2013 (BGBl I, 285) enthält zwei für die Anwendung des § 17 KStG bedeutsame Änderungen. Die erste Änderung, die in § 14 Abs 1 S 1 sowie in § 17 S 1 KStG enthalten ist, betrifft die Aufgabe des doppelten Inl-Bezugs für OG mit Sitz innerhalb der EU bzw des EWR (dazu s § 14 KStG Tz 96ff); von praktischer Bedeutung ist sie für die unter § 17 KStG fallenden Kap-Ges ausl Rechts. Die zweite Änderung ist die des § 17 Abs 1 S 2 Nr 2 KStG; sie entschärft die formalen Voraussetzungen für die Anerkennung der Organschaft bei Verlustübernahmen (dazu s Tz 27ff).
Die bisher letzte Änderung des § 17 KStG erfolgte durch Art 4 des sog Kroatien-StAnpG (Ges v 25.07.2014, BGBl I 2014, 1266). Durch dieses Ges wurde der vorherige Wortlaut des § 17 KStG zu dess...