Dr. Peter Küting
, Dr. Marco Keßler
Rz. 1
Bedingt durch die demografische Entwicklung altert unsere Gesellschaft im Durchschnitt. Damit entstehen (erhebliche) Lücken im Rentensystem, die es gesetzesseitig adäquat zu schließen gilt. Gleichzeitig sorgt die aktuelle Niedrigzinsphase für geringere Erträge bei Anlageprodukten der betrieblichen Altersversorgung, weswegen sich (auch) der Gesetzgeber abermals entschieden hat, neben der gesetzlichen und privaten zugleich die betriebliche Altersversorgung nachhaltig zu fördern und dementsprechend weiterzuentwickeln.
Diese Tatsachen betreffen gleichermaßen Unternehmen, die ihren Versorgungsempfängern Leistungen in Form von Betriebsrenten zugesagt haben. Sie sehen sich unerwartet hohen und im Zeitablauf tendenziell steigenden Pensionsverpflichtungen gegenüber, die sich in der Regel bilanziell als Fremdkapital niederschlagen.
Rz. 2
Der Stellenwert der betrieblichen Altersversorgung für deutsche (Groß-)Unternehmen lässt sich damit einerseits auf personalpolitische und andererseits – zu einem großen Teil – auf finanzwirtschaftliche Faktoren zurückführen:
- Wie viele Ressourcen sind heute und in Zukunft notwendig, um die Ansprüche der Versorgungsberechtigten zu decken?
- Wie sind eben diese Ressourcen zum jetzigen Zeitpunkt im Hinblick auf das herbeigewünschte Risiko-/Ertragsprofil am besten anzulegen?
- Welche Implikationen hat die Anlagestrategie auf die Reaktion der Stakeholder?
Rz. 3
Während in Deutschland seit der Nachkriegszeit Pensionsverpflichtungen klassisch intern finanziert werden, um auf diese Art und Weise als Produktivvermögen dem Unternehmen weiterhin zur Verfügung zu stehen, ist es international üblich, Deckungsvermögen unternehmensextern anzusammeln. Unter bestimmten Voraussetzungen darf es dann mit den Pensionsverpflichtungen saldiert werden und m...